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 Als sie ging

Autoren: Michael Baron
Übersetzer: Edith Beleites
Verlag: Knaur

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis


Gerry und Maureen sind ein glückliches Ehepaar. Seit ihrer Schulzeit sind sie zusammen und immer noch verbindet sie innige Zuneigung zueinander. Daran ist teilweise auch ihre siebzehnjährige Tochter Tanya schuld, die aus ihnen beiden eine richtige Familie gemacht hat. Und auch als ihre pubertäre Phase immer unangenehmer wird, halten sie trotzdem alle zusammen.

Dies ändert sich jedoch, als Maureen herausfindet, dass sie schwanger ist. Sie und ihr Mann freuen sich beide auf ihr neues Baby, doch Tanya sieht das mit anderen Augen. Die Jugendliche fühlt sich abseits gedrängt und so verschwindet sie eines Tages mit ihrem Freund Mick und hinterlässt ihren ratlosen Eltern lediglich eine kurze Nachricht.

Besonders Maureen ist verzweifelt und fragt sich, wo ihre Tochter steckt und ob es ihr gut geht, aber die Geburt des kleinen Reese tröstet sie doch über die schlimmsten Sorgen hinweg. Und gerade als es so aussieht, als würde alles ein Stück weit besser werden, stirbt Maureen plötzlich und Gerry bleibt alleine zurück. Zusätzlich mit seiner Trauer muss er sich auch mit seinem neugeborenen Sohn auseinandersetzen. Doch bald schon spürt er, dass Reese genau der Rettungsanker ist, den er braucht.

"Als sie ging" dreht sich um die Gefühlswelt des plötzlich alleinerziehenden Vaters Gerry. Der Leser erlebt genau seine Trauer, seine Verzweiflung, seine Einsamkeit und einige Momente des Glücks mit seinem neuen Sohn. Hinzu kommt die Suche nach Tanya, die sich hin und wieder meldet und noch keine Ahnung vom Tod ihrer Mutter hat.

Ein verzweifelter Ehemann, einige rührende Situationen, das Aufkeimen einer neuen Liebesbeziehung und, vielleicht, die Lösung aller Probleme sollten doch eigentlich die passenden Bausätze für einen herzergreifenden und romantischen Roman ergeben. Doch allein auf die Einzelteile kommt es nicht an, wenn die Zusammenstellung nicht richtig gelungen ist. Es fällt schwer, es an irgendetwas fest zu machen, doch man fühlt sich als Leser seltsam unbeteiligt, nicht wirklich mit hineingezogen, weswegen man auch schwer mit der Hauptperson mitfühlen kann.

Sprachlich ist das Buch gut gelungen, aber stets fehlt immer dieser kleine Funke, der den Leser für das Buch Feuer fangen lässt. Teilweise ist die Geschichte einfach zu gut konstruiert und ihr fehlt die Seele.

Für einsame Stunden ist dieses Buch ein netter und manchmal sogar anrührender Begleiter, doch man verpasst auch nicht viel, wenn man es nicht gelesen hat.

Daniela Hanisch



Taschenbuch | Erschienen: 1. August 2008 | ISBN: 9783426636763 | Originaltitel: When she went away | Preis: 8,95 Euro | 376 Seiten | Sprache: Deutsch

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