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 Goofy - Eine komische Historie, Band 3: Goofy - Eine komische Historie III


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Im Haus Disney ist es ziemlich gängig, historische oder mythische Erzählungen neu einzukleiden und mit den üblichen Figuren aus dem Micky Maus- und Donald Duck-Universum auszustatten. Die Serie "Goofy - Eine komische Historie" stach insofern daraus hervor, als sie den Unsinn stärker in den Vordergrund stellte, ohne ganz die Geschichte aufzugeben. Dieser dritte Sammelband der alten Serie enthält fünf Abenteuer mit Goofy als historische Persönlichkeit.
Die erste Geschichte zeigt Goofy als Tutanchamun. Der alte ägyptische König plagt sich mit der Frage, was er auf einem kahlen Flecken Land bauen lassen könnte. Dabei schlägt er sich mit einem naseweisen Berater, einem eigensinnigen Luftzufächler und einem allzu schwachen Kaffee herum. Micky taucht als Baumeister auf und Kater Karlo als Aufseher über die Krokodile.
Frankenstein - die zweite Geschichte - ist sehr hübsch gegen den Strich gebürstet worden. Da gibt es Türglocken, die klopfen und Türklopfer, die schellen. Die Wände des Schlosses sind mit recht seltsamen Sprüchen vollgeschrieben und das Schloss selbst steckt voller kleiner, lustiger Details. Natürlich ist das Ende der Geschichte nicht tragisch wie beim Original, sondern bizarr.
Auch die dritte Geschichte - Goofy als König Midas - ist nur an den Mythos angelehnt und steckt, neben der Hauptgeschichte, voller kleiner Details, die für sich witzig sind. Schließlich verkörpert Goofy in den zwei letzten Geschichten einmal Gustave Eiffel und baut hier natürlich den Eiffelturm, und in der nächsten Geschichte Ali Baba, der sich unbesehen mit fliegenden Zelten, schönen Prinzessinnen und den vierzig Räubern herumschlagen muss.

Diese Goofy-Geschichten fand ich als Kind einmalig und auch heute noch schätze ich sie sehr. Wie sonst selten in Comics werden hier das Bild und die Rahmen zwischen den Bildern ausgenutzt, um neben den drolligen Geschichten kleine Gags und Anspielungen zu bringen, die parodieren und travestieren. Manche Seiten ähneln so Suchbildern oder Wimmelbildern, die man sich lange anschauen kann.
Im Vordergrund steht der blühende Blödsinn. Trotzdem gibt es immer eine Geschichte, die das Ganze zusammenhält. So kann man zum einen eine Geschichte lesen, zum anderen aber auf den Bildern herumstöbern und weitere, witzige Details entdecken.
Als Kind war eine meiner Lieblingsgeschichten Goofy als Frankenstein; dem stimmt mein Sohn heute zu. Doch die anderen sind durchaus ähnlich spaßig. Nicht jeder Witz ist kindgerecht. Einige sind sogar ziemlich intellektuell. Das stört aber keineswegs das Lesevergnügen, sondern macht die Lektüre auch für Erwachsene noch lustig.
Eine innovative grafische Umsetzung, eine hübsche und spannende Parodie auf ein Stück Kultur und Witze in der großen Spannbreite von absurd bis intellektuell bilden zusammen eine tolle Mischung. Sehr empfehlenswert.

Frederik Weitz



Hardcover | Erschienen: 1. Februar 2008 | ISBN: 9783770431632 | Preis: 22,00 Euro | 240 Seiten | Sprache: Deutsch

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