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 Der Schimpansenkomplex, Band 2: Die Söhne von Ares


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Helen ist mit Leib und Seele Astronautin und wünscht sich nichts sehnlicher, als auf den Mars zu reisen und dort als erster Mensch einen Fuß in den roten Sand setzen zu können. Noch vor kurzem schien dieser Traum unerreichbar, doch durch einen Zufall startet nun doch in aller Eile eine Mission dorthin, die sie begleiten soll. Ausgelöst wurde das ehrgeizige Projekt von einem unglaublichen Vorfall. Die Raumkapsel "Apollo 11" ist samt ihren Piloten auf die Erde gestürzt, obwohl sie doch bereits dutzende Jahre früher erfolgreich wieder gelandet ist. Zudem sind die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin an Bord, auch sie haben bereits ein glückliches Leben auf der Erde verbracht. Alle, die von diesem Phänomen wissen, stehen vor einem absoluten Rätsel, das sich unter anderem auf dem Mars lösen lassen könnte.

Als Helen und ihre Crew dort landen, entdecken sie eine russische Raumstation, die dort unter völliger Geheimhaltung errichtet wurde. Es gibt sogar ein Gewächshaus. Und auch hier treffen sie wieder Menschen, die dort eigentlich nicht sein dürften. Die Astronauten, die seinerzeit die Station eingerichtet haben, müssten bereits tot sein, doch zwei von ihnen leben dort noch und für sie sind nur knapp zehn Jahre vergangen.

Doch nicht nur diese Rätsel machen Helen zu schaffen, da ist auch noch die Sehnsucht nach ihrer Tochter Sophie, die sie zurücklassen musste. Das Mädchen kann nicht verstehen, warum sie allein gelassen wird, und wünscht sich nichts weiter, als Zeit mit ihrer Mutter zu verbringen. Dass sie nun alleine ist, macht ihr schwer zu schaffen.

"Der Schimpansenkomplex" ist eine Geschichte, die berührt. "Die Söhne von Ares" ist der zweite Teil der Serie und man sollte den ersten kennen, um die Handlung nachvollziehen zu können. Ohne Vorkenntnisse wird man viele Details nicht begreifen. Seit dem letzten Band sind in der Erzählung sechs Monate vergangen. Der Schnitt wurde also gut gesetzt.

Diesmal geht es um den "großen Schritt". Helen betritt endlich den Mars. Doch dafür muss sie einen hohen Preis zahlen, das bedeutet für sie nämlich, mit dem Unverständnis ihrer Tochter leben zu müssen. Wie Sophie sich fühlt, wird immer wieder in kleineren Abschnitten mit eingebaut, so dass sich eine ganz besondere Dynamik in der Geschichte entwickelt, die dem Leser sehr nahe geht. Man fiebert zwar mit Helen, kann sich aber auch gut in Sophies Lage versetzen.

Diese Science-Fiction-Erzählung kommt eher ruhig daher und besticht nicht durch Action und fantastische Wesen. Es ist die Mystik, die einen schnell in ihren Bann zieht. Hier kann man am ehesten "Akte X" als Vergleich heranziehen, auch wenn eine Fernsehserie und ein Comic nicht unbedingt viel gemeinsam haben. Mit dem Mars kommt diesmal ein exotischer Schauplatz dazu, der durch ein Gewächshaus als Kuriosum noch mal an Faszination gewinnt.

Besonders gelungen sind die Zeichnungen selbst. Sie wirken oft fast wie Gemälde und zeichnen sich unter anderem durch die besonders intensive Mimik der dargestellten Personen aus. Auch die Landschaften, wenn man denn im All von solchen sprechen kann, wurden mit einer Intensität umgesetzt, die einem den Atem stocken lässt.

Bleibt nur noch die Neugier auf den Folgeband, denn die Geschichte ist so spannend, dass man ihre Auflösung kaum erwarten kann.

Bine Endruteit



Hardcover | Erschienen: 01. November 2008 | ISBN: 9783940864291 | Originaltitel: Le Complexe Du Chimpanzé: Les Fils D`Ares | Preis: 13,80 Euro | 56 Seiten | Sprache: Deutsch

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