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 Offenbarung 23, Folge 29: 9-11


Cover
Gesamt ++---
Anspruch
Aufmachung
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton


T-Rex und Kim sitzen in ihrer neuen "Fluchtheimat", der Schweiz, und genießen die hervorragende Schokolade von Nat Mickler. Dieser hat die beiden in seinem Haus in Zürich versteckt und lässt sie von dieser scheinbar sichereren Position ihre Recherchen betreiben. Diese Umgebung nutzen die beiden aus und versuchen dahinter zu kommen, was an 9/11 wirklich passiert ist. Waren es Anschläge oder war auch dieses Ereignis ein von langer Hand geplanter Zug der großen "Global Player" dieser Welt? Fragen über Fragen und auch T-Rex mischt sich nun auf seine Art in das Spiel ein. Ob er sich mit den "Großen" messen kann?

Der große Handlungsrahmen wird wieder einmal verwischt. Ian G. und Nat Mickler als Baron treffen sich und tauschen ihre Weisheiten über die Vorgänge in der Welt aus. In Anlehnung an die in der Serie bereit des Öfteren aufgegriffenen Tarotkarten, werden einige Symbole mit dem Geschehen um den Terrorangriff auf die amerikanischen World Trade Center-Gebäude und das Pentagon in Einklang gebracht.
Die eigentliche Handlung rund um 9/11 ist allerdings nur ein Teil dieser Folge, denn ein Teil liegt auf der Fortführung der Pipeline und Estonia-Story - hier allerdings versuchen sich die beiden "größeren" Ebenen gegeneinander mit dem Wissen von T-Rex auszuspielen. Teilweise recht interessant, teilweise aber auch recht lieblos präsentiert. Auch die "tiefgreifenden" Gespräche zwischen Kim und T-Rex über richtig und falsch und wer auf welcher Seite steht, bringen keine Bewegung ins Spiel - zumal das Gespräch nach wenigen Sekunden wieder zu einem Vortrag von T-Rex übergeht.

Insgesamt geht es hin und her in dieser Folge. Mickler und Ian, NSA und Mickler, T-Rex gegen alle. Die Tarotkarten vermischen sich mit den Ausarbeitungen des real existierenden Schriftstellers Samuel Dashiell Hammett. Die Amerikaner wurden von den Russen verraten und wieder spielen sich beide Seiten gegenseitig aus, oder denken es zumindest. Theorie schlägt Theorie und Intrige spinnt Intrige, nur der Hörer hat keine Action für die Ohren.

Unwort des Jahres in einem Hörspiel sollte übrigens "gefickt" werden, weder bei "Leon Kramer" noch bei "Offenbarung 23" kann diese Umschreibung ernsthaft rüber kommen, wenn man jemandem aufzeigen will, dass er das Spiel verloren hat. Das ganze aus dem Mund von Helmut Krauss zu hören, macht es da nicht wirklich besser, klingt albern, ist es auch.
Durch die Umstrukturierung der Sprecherbesetzung entfällt der Erzähler und so werden ab und an von den Charakteren Zeit und Ortsangaben zum Besten gegeben - insgesamt nervig und unfreiwillig komisch. So fragt T-Rex zum Beispiel Kim als erstes nach Tag und Uhrzeit ... unnötig!

Fazit:
Die Ära von Jan Gaspard als Autor ist mit dieser Folge wohl vorerst vorbei; mal sehen wie sich der Streit zwischen dem Autor und dem Verlag entwickeln wird und wann oder ob es eine neue Folge von Offenbarung 23 geben wird. Inhaltlich ist diese Folge recht schwach, verschiedene Aspekte machen sie recht uninteressant. Viele Theorien und Szenarien reihen sich aneinander, aber Spannung gibt es nur wenig.

Nicolas Gehling



CD | CD-Anzahl: 1 | Erschienen: 1. November 2008 | Laufzeit: 69 Minuten | Preis: 7,95 Euro

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