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 Fremdenlegion

Ausbildung - Bewaffnung - Einsatz


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Preis - Leistungs - Verhältnis
Das Buch mit dem aussagekräftigen Titel "Die Fremdenlegion" wird nicht grundlos als Klassiker angepriesen. Denn schaut man einmal genauer hin, erkennt man schnell, dass die englische Erstausgabe auf das Jahr 1991 datiert ist. Doch bei dem hier besprochenen Exemplar handelt es sich um eine Neuauflage aus dem Jahr 2005.

Für 14,90 Euro bekommt der interessierte Leser einiges geboten. In zehn Kapiteln zeigt der Autor verschiedene Seiten der französischen Fremdenlegion. Im Vorwort finden sich einige Zitate wieder, welche den Stellenwert der Legion in Frankreich aufzeigen.
Das erste Kapitel ist dem Geist der Legion gewidmet. Entstehung und Geschichte der Légion Etrangère werden beleuchtet.
Im folgenden Kapitel wird der Weg zur Fremdenlegion beschrieben. Welche Motivationen haben die einzelnen Bewerber? Wie gestaltet sich das Auswahlverfahren und über welche Grundfertigkeiten muss der angehende Rekrut verfügen?
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Ausbildung und Ausrüstung der Truppe. Nebenbei erlangt der Leser einen Einblick in die Zusammensetzung der Legion. Welche Nationalitäten sind in welcher Stärke vertreten ...?
Der weitere Werdegang der Soldaten wird im vierten Kapitel beschrieben. Sofern die Rekruten ihre mehrmonatige Grundausbildung überstanden und das berühmte Képi Blanc erhalten haben, werden sie in die entlegensten Ecken der Welt kommandiert. Eine Vielzahl von Bildern dokumentiert die Verhältnisse in Dschibuti oder Französisch-Guayana.
Die folgenden fünfzig Seiten beleuchten die blutigen Jahre in Indochina, den Algerienkonflikt aber auch die Gefechte im Tschad und die Geschehnisse in Zaire Ende der siebziger Jahre.
Im vorletzten Kapitel geht der Autor der Frage nach, warum sich junge Männer aller Nationalitäten der Fremdenlegion anschließen oder angeschlossen haben. Hierbei kommt nicht nur die Légion Etrangère zur Sprache, sondern auch die spanische Legion oder die Rhodesische Leichte Infanterie werden angeschnitten. Die nepalesischen Ghurkas werden ebenfalls kurz vorgestellt, wenn gleich sie in diesem Kapitel ein wenig deplaziert wirken.
Den Abschluss bildet ein Ausblick in die Zukunft. Hierbei geht es um die Spezialisierung einzelner Regimenter innerhalb der Legion. Schwerpunkt bildet hierbei das 2.REP - die Fallschirmjäger der Legion. Es folgt eine Übersicht über die Gliederung, Bewaffnung und Einsätze der Fremdenlegion.

Zugegeben bei dem ein oder anderen Bild, respektive der dazugehörigen Bildunterschrift, geriet ich ein wenig ins schmunzeln. Zum Beispiel wenn man einen Legionär vor einem Computer sitzen sieht, welcher gegenwärtig wohl nur noch Museumswert hat. An dieser Stelle erinnert man sich wieder daran, dass das Buch aus den frühen Neunzigern stammt.
Jedoch sind die Bilder das, was dieses Buch auszeichnet. Ausgesuchte Farbfotos aber auch einige schwarz-weiß Bilder verbildlichen die harte Ausbildung, die sich mit den Jahren ändernde Ausrüstung, als auch die Einsätze und Liegenschaften der Truppe.

Der begleitende Text ist angenehm kurz gehalten und wird durch viele Überschriften straff gegliedert. Dadurch lässt sich das Buch sehr flott lesen, lädt durch die vielen Bilder aber immer wieder zum durchblättern ein.

"Die Fremdenlegion" liegt als gebundene Ausgabe vor und hat die für den Motorbuch Verlag typischen Maße. Somit reiht es sich im Regal vortrefflich ein und bildet überdies einen sehr lesenswerten Einstieg in die Welt der Légion Etrangère.

Fazit:
Für den vergleichsweise kleinen Preis bekommt man ein hochwertig gebundenes, sehr lesenswertes Buch.

Ralf Strohbach



Hardcover | Erschienen: 1. Februar 2005 | ISBN: 3613024802 | Preis: 14,90 Euro | 192 Seiten | Sprache: Deutsch

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