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 Spicy Pink, Band 1: Spicy Pink, Band 1

Serie: Spicy Pink, Band 1
Autoren: Wataru Yoshizumi
Verlag: Tokyopop

Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Sakura Endo hat mit ihren 26 Jahren geschafft, wovon viele träumen: Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und ist Shojo-Mangaka beim monatlichen Manga-Magazin Drop. Zwar ist sie nicht allzu erfolgreich und kann nur Kurzgeschichten statt Serien einreichen, aber im Grunde ist Sakura glücklich und empfindet ihr Leben als erfüllt.
Was ihre Freundin Misono, der Star bei Drop, nicht so ganz einsehen will. Schließlich hat Sakura keinen Freund. Wie kann man da glücklich sein? Und viel wichtiger, wie kann man so romantische Geschichten schreiben, wenn man selbst seit Jahren keine praktischen Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt hat? Abhilfe muss her! Da passt es gut, dass Misono gerade ein Gokon, also ein Gruppen-Blind-Date, organisiert, um sich einen Arzt zu angeln und damit endlich einen Freund zu finden, der mit ihren finanziellen Ansprüchen mithalten kann. Widerwillig stimmt Sakura zu, auch zu kommen - aber nur, weil sie hofft, so Erfahrungen und Kontakte zu sammeln.
Bei dem Essen gewinnt sie das Interesse von Iku Koreeda. Der junge Plastische Chirurg ist Erbe der Klinik seiner Eltern und ziemlich von sich selbst überzeugt. Schnell wird Sakura klar, dass sie da ein echtes Ekelpaket kennengelernt hat. Eigentlich würde sie ihn liebend gerne wieder vergessen, aber die beiden laufen sich immer wieder über den Weg. Was die Sache für Sakura noch komplizierter macht: Iku möchte sie als seine Freundin haben und ist deswegen keineswegs bereit, sie zu ignorieren, wenn sie sich mal wieder zufällig treffen.
Doch schnell muss Sakura auch einsehen, dass hinter der arroganten Oberfläche ein Mensch steckt, der durchaus ihre Lage versteht und Verständnis für ihr Leben hat. So stimmt sie schließlich doch zu, Ikus Freundin zu werden. Aber auch wenn die beiden es mit ihrer Beziehung langsam angehen lassen, warten noch jede Menge Schwierigkeiten und Komplikationen auf Sakura.

Wataru Yoshizumi hat mit "Spicy Pink" einen netten, liebenswerten Manga geschaffen, der sich trotz all der Klischees und bekannten Vorgaben sehr realistisch liest. Ihre Heldin ist eine gewöhnliche junge Frau, die mit ganz normalen, alltäglichen Sorgen zu kämpfen hat. Dass ein Teil ihrer Probleme und Glücksmomente einen Blick ins Leben einer Manga-Autorin geben, dürfte für die Leser nur ein Pluspunkt sein.
Sakuras größte Leidenschaft ist das Essen, das meist ziemlich süß wirkt und Iku hilft, ihr Herz zu erobern. Ansonsten ist sie manchmal etwas langsam, was besonders in ihrem Job zu viel Stress führt. Ihre Freundin Misono scheint dagegen einer japanischen Variante von "Sex and the City" entsprungen zu sein - zumindest wenn es um ihre Ansprüche in Sachen Kleidung, Essen, Urlaub und Geschenke geht. Dass die Autorin dieser Dame einige Steine in den Weg legt, scheint nur allzu vorhersehbar - trotzdem ist auch hier alles noch in einem realistischen Rahmen und immer amüsant zu lesen.

Die Zeichnungen halten sich an dieses realistische Konzept, besonders bei den Hintergründen, wenn es auch einige Comic-Elemente gibt.
Der Manga liest sich in der japanischen Richtung, also von hinten nach vorne und auf den einzelnen Seiten von links nach rechts. Allerdings dürfte das selbst bei Lesern, die dies nicht gewohnt sind, kein Problem sein. Der Aufbau der Seiten ist übersichtlich und führt den Leser sehr leicht durch die Geschichte.

Wer Lust hat, etwas Zeit mit einer "normalen" Liebesgeschichte und einer sympathischen Heldin zu verbringen und nebenbei noch etwas über den Alltag als Mangaka zu erfahren, der kann bei "Spicy Pink" ruhig einen Blick riskieren.


Susanne Fischer



Softcover | Erschienen: 01. September 2008 | FSK: 15 | ISBN: 9783867195409 | Originaltitel: Spicy Pink | Preis: 6,50 Euro | 192 Seiten | Sprache: Deutsch

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