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 Silbermond über Providence, Band 2: Wiedergeburt

Silbermond über Providence 2


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Achtung: Wer die Serie "Silbermond über Providence" noch nicht kennt, aber genießen will, sollte nicht weiter lesen. Es würde den Genuss schmälern, den man mit "Kinder des Abgrunds", dem ersten Teil des Fantasy-Westerns von Herenguel, haben kann.

Deadwood macht Jagd auf Ironcloud. Der Bruder des Pfarrers und erklärte Menschenjäger hat die gesamte Bevölkerung von Providence davon überzeugt, dass der alte Indianer Ironcloud Schuld an den unzähligen Morden hat. Auch wenn die Höllenkreaturen kaum von dem Indianer gelenkt sein können, will Deadwood seinen tief sitzenden Hass gegen alle Indianer befriedigen. Nur Sheriff Stuart hat sich dem Killer nicht angeschlossen. Er sucht nach Cathy, die allein in den Wald gegangen ist. Doch ausgerechnet Deadwood findet die junge Frau auf einer kleinen Insel inmitten eines Waldsees. Angegriffen von grauenhaften Kreaturen, opfert er seine Begleiter, rettet aber die junge Frau und bringt sie zum Sheriff.
Derweil scheint der Pfarrer von Providence genau zu wissen, woher die Kreaturen stammen. Er ist dem Irrsinn nahe und scheint nur das Letzte Gericht heraufbeschwören zu wollen. Melvin, der Schriftsteller aus der Pension von Mrs. Benedict, hat seine eigene Theorie. Er versucht den Pfarrer zu hindern, wird aber davongejagt. Nur Cathy und Sheriff Stuart können nun noch den Meuchelmord an Ironcloud verhindern und vielleicht herausfinden, wer die Höllenkreaturen gerufen hat.

Was für ein Finale! Man gerät unweigerlich ins Schwärmen, wenn man über Bilder, Text, Szenario und den überraschenden Schluss von "Wiedergeburt", dem zweiten und letzten Teil der Serie "Silbermond über Providence", nachsinnt.

Die Zeichnungen sind bereits ein Gedicht, die grauenerregenden Kreaturen der Hölle ebenso wie die brillant ausgearbeiteten Charaktere. Doch noch packender ist die Story. Die Mischung aus alten Indianermythen, Westernelementen und Tempelritter-Facetten. Aus Horror, Krimi, Märchen und Liebesgeschichte. Wie Herenguel das alles zu einer Melange verarbeitet, muss man gesehen, muss man gelesen haben.
Und wer kurz vor Schluss bereits seufzend in die Sessel sinkt und glaubt, verstanden zu haben, sieht sich urplötzlich getäuscht. Wer ist böse, wer gut, wer grausam, wer naiv. Alles wird auf den Kopf gestellt und nach außen gekehrt. Und doch steckt Sinn und Pfiffigkeit in dem Finale. Es ist der krönende Abschluss eines Abenteuers, das niemanden kalt lässt. Zwar ist ein wenig zu viel "Tempelritter" und zu wenig "Western", zu viel "Drama" und zu wenig "Liebesgeschichte" in dem Stück, wenn man glatt gebügelte Geschichten mag, die vorhersehbar und logisch sind; doch wer das Besondere möchte, das Überraschende, das Tiefsinnige und Schwierige, der ist mit "Kinder des Abgrunds" und "Wiedergeburt" perfekt bedient.

Druckqualität, Format, Bilder, Text, Szenario - der Splitter-Verlag hat mit "Silbermond über Providence" eine Perle im Sortiment, die eine breite Leserschaft verdient.

Stefan Erlemann



Hardcover | Erschienen: 1. Februar 2009 | ISBN: 9783940864802 | Originaltitel: Lune d´argent sur providence, Tome 2: Dieu par la racine | Preis: 13,80 Euro | 63 Seiten | Sprache: Deutsch

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