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 Himmlisch kochen

Gerichte zu Heiligenfesten aus aller Welt


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis


Mehr aus Zufall wuchs in Ernst Schuegraf die Idee heran, Rezepte zu sammeln, die Heiligen gewidmet wurden. Nachdem diese Sammlung dank der Unterstützung durch Freunde und öffentliche Bibliotheken rasch anstieg, wurde sie um die Informationen zu den jeweiligen Heiligen ergänzt. Irgendwann dann sah sich der Autor mehreren hundert Rezepten und Heiligeninformationen gegenüber, aus denen er eine Auswahl traf und das vorliegende Buch veröffentlichte.
Auf 174 Seiten hat er für interessierte Leser insgesamt 98 Rezepte herausgesucht, die 72 Heiligen zugeordnet werden können.

Wie sich dem Rezeptregister am Ende des Buches bereits entnehmen lässt, finden sich in diesem Buch alle möglichen Rezepte aus den Bereichen Vorspeisen, Suppen, Hauptspeisen, Beilagen, Brot, Nachspeisen und Kuchen.
Angenehmerweise ist es durch dieses Register möglich, Rezepte nach dem jeweiligen Verwendungszweck heraus zu suchen, denn das Buch selbst folgt einem alphabetischen Heiligenregister und nicht der Art der Speise.

Unter den Heiligen befinden sich bekannte wie Agnes, Hildegard, Martin, Valentin und auch Maria Magdalena, aber auch eher unbekannte oder mehr regional bekannte Namen wie Honoratus, Emilianus oder Walarich.
Auf der linken Buchseite sind Informationen zum jeweiligen Heiligen mit einem Bild desselben festgehalten. Dort findet man neben einem Lebenslauf auch Angaben zum Festtag und zur Verehrung.
Auf der rechten Buchseite hingegen ist ein typisches oder dem Heiligen zumindest zugeordnetes Gericht zu finden. In zwei Spalten werden Zutaten und Zubereitung gelistet, zudem findet sich stets ein sieben Zentimeter breites und fünfeinhalb Zentimeter hohes Bild der zubereiteten Speise, die aber eher nicht einer Versuchsküche entstammt, sondern den heimischen Ergebnissen aus der Familie des Autors, wie sich auch anhand des Vorwortes erahnen lässt. Dies schmälert neben der Größe natürlich die Bildqualität, Gaumenfreuden kommen nicht dabei auf, doch eine gewisse Mühe und teilsweise Dekorationen sind durchaus erkennbar.
Dieser Aufbau ist nur dann verändert, wenn Heiligenrezepte auf mehreren Seiten vorgestellt werden.

Nährwertangaben sucht man natürlich vergeblich, allerdings sind die meisten Rezepte ohnehin alten Kochbüchern und -aufzeichnungen entnommen, so dass die Zubereitung und Beschreibung zwar teils angepasst wurde, es sich insgesamt aber eher um Rezepte handelt, die so reichhaltig sind, dass man wohl eher dankbar für die fehlenden Angaben sein sollte.
Die angegebene Personenzahl der Gerichte liegt im Schnitt bei vier bis sechs Leuten, kann aber auch auf ein Dutzend ansteigen oder alternativ, gerade bei Keksen und Ähnlichem, ist eine mit den Zutaten zu erreichende Anzahl angegeben.

Insgesamt eine schöne Rezeptsammlung, bei der am Ende auch ein Festtagskalender nicht fehlt, der allerdings nicht alle vorgestellten Heiligen beinhaltet.
Gesichert sind sämtliche Informationen und Gerichte nicht, manchmal beruhen die zugeordneten Gerichte eher auf Vermutungen und Annahmen, jedoch ist das Gesamtergebnis sicherlich nicht nur für streng gläubige Christen die Anschaffung wert, auch wenn es nicht ganz so günstig ist.

Tanja Elskamp



Hardcover | Erschienen: 01. Januar 2005 | ISBN: 3936484171 | Preis: 24,90 Euro | 174 Seiten | Sprache: Deutsch

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