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 Asterix: Der Sohn des Asterix


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Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Eines Morgens wachen Asterix und Obelix in ihrer Hütte auf. Es verspricht ein wunderschöner Tag zu werden. Asterix öffnet nichtsahnend die Tür und bleibt wie vom Donner gerührt stehen. Vor der Tür liegt ein Säugling, der anlächelt Asterix. Entsetzt schreit Asterix nach seinem Freund Obelix. Mit dem Ergebnis, dass das Baby ebenfalls laut zu schreien beginnt. Was tun? Asterix schickt Obelix zum Milch holen. Der aber bringt eine komplette Kuh in die Hütte und begeht einen fatalen Fehler: Obelix nimmt eine leere Feldflasche, befestigt einen Schnuller an ihr und beruhigt den Säugling. Leider war in der Flasche ein kleiner Rest Zaubertrank, das Ergebnis ist beeindruckend: Der Kleine benutzt die Kuh als Rassel und schlägt Gutemine, die Frau des Chefs, im wahrsten Sinne des Wortes "in die Flucht".
Asterix fragt sich, wer ihm den Säugling vor die Tür gelegt hat und beginnt mit Obelix eine Befragung in den umliegenden Römerlagern. Nachdem diese Lager zerstört sind, wissen die Gallier nicht mehr weiter.
Doch noch jemand interessiert sich brennend für das Kind, der notfalls ganz Gallien niederbrennen will, um seiner habhaft zu werden: Brutus, der Ziehsohn Cäsars.
Im Dorf beginnt ein hässliches Gerede, wer wohl das Baby vor die Tür von Asterix gelegt haben könnte. Die Frauen des Dorfes munkeln, es könne nur die Geliebte Asterix? gewesen sein.
Der ist empört, stimmt aber dem Dorfchef zu, das Kind in die Obhut einer versierten Person zu geben. Just in diesem Moment betritt ein "Kindermädchen" das Dorf und bietet ihre Hilfe an. In der Verkleidung steckt ein Untergebener von Brutus. Der Soldat riskiert Kopf und Kragen, um das Kind zu entführen.

Das 27. Asterix-Abenteuer greift eine historische Episode auf. Die Liaison zwischen Cäsar und Kleopatra und ihren gemeinsamen Sohn, den späteren Herrscher Ägyptens, Ptolemäus der XVI.
Die Geschichte ist grafisch gelungen und weist eine Fülle an guten Ideen auf. Der Text, sonst Schwachstelle der von Uderzo allein produzierten Alben, ist pointenreich und knapp gehalten. Einzig die Idee, einen befehlsgewohnten Soldaten in die Rolle eines Kindermädchens schlüpfen zu lassen, wirkt altbacken. Sind die Gallier wirklich so dämlich, dass sie den Mann nicht erkennen und so naiv einer Fremden das Baby anzuvertrauen? Ist Kleopatra wirklich so "einfallsreich", ihren Sohn ausgerechnet den Feinden Cäsars vor die Hütte legen zu lassen?
Logik also sollte man nicht als Kriterium heranziehen. Zu viele Wendungen sind erzwungen und etwas wirr.

Fazit: "Der Sohn des Asterix" ist eines der besseren Alben von Uderzo, aber leider nicht auf dem Niveau der gemeinsam mit Goscinny entworfenen Abenteuer.

Stefan Erlemann



Hardcover | Erschienen: 1. Januar 2005 | ISBN: 3770400275 | Preis: 10 Euro

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