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 Dämonenhunger

Autoren: Timothy Carter
Übersetzer: Sabine Reinhardus
Verlag: Knaur

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Vincent ist ein völlig normaler Junge, doch leider sind seine Eltern und sein Bruder total anders. Sie sind Anhänger des Triumvirats, einer Religion, die für „die innere Reinigung“ steht. Sogar sein Schulprojekt hat das Triumvirat zum Thema, obwohl er als einziger der Familie das Ganze für ausgemachten Blödsinn hält. Doch als er plötzlich unter einem Tisch ein seltsames, kleines Wesen sieht, beginnt er doch zu zweifeln. Kann das wirklich wahr sein? Hat er soeben einen Dämon gesehen?

Da kann ihm nur seine ehemalige Babysitterin Chanteuse helfen, denn die kennt sich mit Spiritualität aus. Das war auch der Grund dafür, dass Vincents Eltern sie aus ihren Diensten entlassen haben. Dem Jungen ist das jedoch egal, er mag sie und stellt zu seiner Freude fest, dass sie wirklich weiß, was Vincent gesehen hat, und diese Wesen sogar zu ihren Freunden zählt: Es sind Elfen. Dumm ist nur, dass sie Vincent gar nicht so nett behandeln und ihm einen Käfer in die Nase einsetzen, der ihn zu völligem Gehorsam den Elfen gegenüber zwingt, andernfalls sucht ihn ein unerträglicher Schmerz heim. Sie erzählen ihm vom bevorstehenden Weltuntergang. Mit Vincents Hilfe wollen sie herausfinden, warum die rettenden Portale, die sich für die Menschen längst hätten öffnen sollen, noch nicht erschienen sind. Somit wird das Elfenproblem auch ganz schnell zu Vincents Sorge, denn ihm obliegt es nun, die ganze Welt zu retten. Oder jedenfalls so viel, wie er als kleiner Junge retten kann ...

Und das ist tatsächlich nicht allzu viel, denn bereits im Vorwort wird der Leser darauf hingewiesen, dass es in Timothy Carters Buch „Dämonenhunger“ tatsächlich kein Happyend gibt und die Erde auf jeden Fall untergehen wird. Trotzdem erwartet einen so manche Überraschung.

„Dämonenhunger“ ist ein sehr humorvoller Roman, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Die Charaktere sind zwar durchweg glaubhaft dargestellt, haben aber alle ihre Macken, die so stark übersteigert dargestellt werden, dass sie schon wieder komisch sind. Allen voran sind das natürlich die Dämonen, die die Weltrettungs-Truppe permanent verfolgen und ihnen das Leben schwer machen. Sie wollen nichts weiter, als die fantastischen Wesen fressen. Und dabei haben sie immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.

Überhaupt wimmelt es im Roman von coolen Sprüchen und Aufsehen erregenden Kämpfen. Leider wirkt alles in seiner Häufigkeit dann stellenweise doch ein wenig langweilig. Nach dem drittel Mal Dämonen verdreschen weiß man ja doch, wie es ausgehen wird. Auch die Geschichte selbst bietet nicht allzu viele Überraschungen. Die Wendungen um einige der Beteiligten sind durchaus unerwartet, die meisten Dinge passieren jedoch nicht ganz aus heiterem Himmel und man kann oft schon im Voraus erahnen, was als Nächstes passiert. Es kommt allerdings auch mehr auf das Zusammentreffen der unterschiedlichen Wesen und Menschen an, die einem doch immer wieder ein Schmunzeln entlocken.

„Dämonenhunger“ liest sich zügig weg. Es ist ein Roman für zwischendurch, den man als unterhaltsame Lektüre ohne viel Anspruch verstehen sollte, dann kann er durchaus unterhalten.

Bine Endruteit



Taschenbuch | Erschienen: 1. Juli 2009 | ISBN: 9783426503324 | Originaltitel: Epoch | Preis: 8,95 Euro | 304 Seiten | Sprache: Deutsch

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