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 Das fünfte Evangelium, Band 1: Die Hand der Fatima


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Israel im Jahr 1174, die Zeit der Kreuzzüge: Die Stadt Akkon wird von unheimlichen Ereignissen erschüttert. Der Herzog Milon von Plancy wurde in einer dunklen Gasse grausam ermordet. Viele könnten aus politischen und religiösen Gründen ein Interesse an seinem Tod gehabt haben, doch ein Detail ist es, das die Aufmerksamkeit von Wilhelm von Tyrus, der in diesem Fall ermittelt, besonders weckt: Die Augen von Milon von Plancy wurden ausgestochen. Was hat der Herzog gesehen?
Gleichzeitig verschwinden immer mehr Kinder aus Jerusalem und anderen Städten. Sie alle sind junge Mädchen, allesamt Waisen, die niemand wirklich vermisst. Am bemerkenswertesten ist, dass alle verschwundenen Mädchen ein Symbol auf dem Unterarm tätowiert hatten: die „Hand der Fatima“.
Gemeinsam mit Balduin, dem erst 13-jährigen König von Jerusalem, macht sich Wilhelm von Tyrus auf, das Geheimnis um den Mord an von Plancy und um die verschwundenen Kinder zu lüften. Doch die Begebenheiten, die sich währenddessen zusammenbrauen, sind weitaus bedrohlicher, als die beiden zur Stunde ahnen: Eine versteckte Truhe, die ein fünftes Evangelium enthalten soll, könnte den christlichen Glauben für immer erschüttern …

„Die Hand der Fatima“ ist der erste Teil einer neuen Comic-Trilogie mit dem Titel „Das Fünfte Evangelium“, erschienen im Splitter Verlag. Die Geschichte besticht bereits von der ersten Seite an durch ihre hohe Qualität, sowohl was die Zeichnungen angeht (von Thimothée Montaigne, Coloration von Élodie Jaquemoire) als auch die Story aus der Feder von Jean-Luc Istin.
Die komplex aufgebaute Handlung kann sich, vor allem im Comic-Bereich, wirklich sehen lassen: Geschickt hat der Autor historische Fakten mit einer spannenden und mysteriösen Hintergrundstory verknüpft. Dabei fließen viele historische Persönlichkeiten, die damals gelebt haben, stimmig mit ein – etwa der spätere Sultan Saladin, der im Jahr 1187 die Stadt Jerusalem zurückeroberte, oder Balduin V., der bereits mit sechs Jahren König von Jerusalem wurde. Auch die Hauptfigur des Comics, Wilhelm von Tyrus, hat wirklich gelebt und gilt heute als einer der bedeutendsten Geschichtsschreiber des Mittelalters. Die Geschichte erschöpft sich aber nicht bloß in einem Historien-Krimi, sondern hat eine ganze Reihe von mysteriösen Ereignissen zu bieten, die den ersten Band zu einem echten Pageturner machen: Verschwundene Kinder mit seltsamen Tätowierungen, ein fünftes Evangelium, das die Welt in ihren Grundfesten erschüttern könnte, eine geheime Bruderschaft und vieles mehr lassen den zweiten Teil mit Spannung und Ungeduld erwarten.

„Die Hand der Fatima“ ist ein sehr mitreißender, hoch spannender und intelligent geschriebener Auftakt einer neuen Trilogie, auf deren Fortsetzung „Die Hölle des Zerberus“ man unbedingt gespannt sein darf! Selten wurde Historie in einem Comic so authentisch und gleichzeitig unterhaltsam umgesetzt.

Christina Liebeck



Hardcover | Erschienen: 23. Juli 2009 | ISBN: 9783868690439 | Originaltitel: Le Cinquième Évangile: La Main de Fatima | Preis: 13,80 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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