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 Das Saucenbuch

Über 800 köstliche Rezepte


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Preis - Leistungs - Verhältnis
Trockene Nudeln, eine magere Scheibe Fleisch, nackte Salatblätter oder lediglich angebratene Fleischwürfel lassen selten das Wasser im Mund zusammenlaufen. Denn hier fehlt überall etwas Essentielles, nämlich der feuchte, sahnige, würzige und passende Zusatz der richtigen Sauce. Manche Gerichte werden erst mit ihr komplett und abgerundet. Und damit dabei die Ideen nicht ausgehen, hilft "Das Saucenbuch", immer neue Varianten zu entdecken.

Für eine richtige Sauce braucht man allerdings auch das korrekte Werkzeug. Deswegen erfährt man auch zu Beginn, welche Utensilien man in seiner Küche nicht missen sollte. Und dann kann es auch schon losgehen. Zu Beginn findet man die Rezepte, die gewissermaßen die Grundlage und Basis für viele anderen Saucen darstellen, die Fonds und Brühen. Ebenso gibt es hier einige Grundsaucen, die man beherrschen sollte.
Spezieller wird es dann bei den weiterführenden Kapiteln. Zu fast jedem Thema findet man die dazu passende Flüssigkeit. Hier gibt es Saucen zu Fleisch, zu Geflügel, zu Wild, zu Fisch, zu Gemüse, Nudeln oder Eiern und besondere sowie exotische Saucen. Aber da das Thema noch viel weiter geht, bekommt der Leser ebenfalls leckere Rezepte für Chutneys und Ketchup, Buttermischungen, Dips, Brotaufstriche, Salatsaucen, Marinaden und feine Sößchen zu süßen Speisen.

"Das Saucenbuch" ist ein großformatiges Kochbuch, in dem man über 800 unterschiedliche Rezepte für Saucen aller Art und Verwendung finden kann. Alle Kapitel sind gut und klar aufgebaut, so dass man rasch das Gesuchte findet. Hilfreich ist dabei auch das Register, das man nach Gruppen, aber auch komplett nach dem Alphabet durchsuchen kann. Auch wenn man aufgrund des Arbeitsaufwands für die Fonds ein wenig abgeschreckt wird am Anfang, da deren Herstellung so viel Zeit verschlingt, begreift man rasch, dass die Herstellung leckerer Saucen keine Hexerei ist. Oftmals sind es allein die längeren Kochzeiten, die ein Rezept langwierig machen. Für die Herstellung selbst benötigt man meist lediglich einige klein geschnittene Zutaten, einen Topf, vielleicht einen Mixer, und schon ist man fertig. Gerade die besten Saucen sind die, die lediglich aus einer Handvoll Zutaten bestehen und fix zubereitet sind. Für jeden Geschmack ist hier etwas dabei. Von Grund auf lernt man, wie Mayonnaise zubereitet wird oder wie man Frankfurter Grüne Sauce zubereitet. Und die Zutaten hat man schnell bei der Hand, außer natürlich, wenn man ausnahmsweise Langusten oder Kaviar benötigt. Viel interessanter ist, dass die Fülle an Rezepten zum Austesten verleitet, da immer auch angegeben wird, zu welchen Speisen dieses Rezept am besten passen könnte. Und so kommt man dazu, dass man auf einmal mit Mango, Minze oder Walnüssen experimentiert, seine Gäste durch neue Genüsse überrascht und sich dabei noch nicht einmal allzu sehr anstrengen muss.

Es gibt wenige Bücher, die das halten, was sie versprechen und noch weniger Bücher, die die Erwartungen, die in sie gesetzt werden, übertreffen. "Das Saucenbuch" ist jedenfalls solch ein Kandidat. Hier bekommt der Hobbykoch eine unglaubliche Fülle an raffinierten Rezepten vorgesetzt, die teilweise traditionell überliefert aus alten Kochbüchern stammen, teils aus der halben Welt und teils neu komponiert wurden und benötigt dazu noch nicht einmal allzu viel Übung, um diese herzustellen. Dies erstaunt, denn von einem gehobenen Kochbuch erwartet man eigentlich recht komplizierte Rezepte. Doch man ist positiv überrascht, denn die Rezepte sind nicht nur erstklassig gut nachzukochen, sondern munden auch exzellent.

Daniela Hanisch



Hardcover | Erschienen: 1. August 2009 | ISBN: 978-3875150438 | Preis: 49,90 Euro | 328 Seiten | Sprache: Deutsch

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