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 Real Crimes: Der Einhorn-Killer

Serie: Real Crimes
Verlag: rondomedia

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bedienung
Bildqualität
Brutalität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Wahre Verbrechen sind nicht nur als Inhalt verschiedenster Doku-Serien interessant, sondern eignen sich auch als Spielgrundlage. Aber auch als Wimmelbildspiel inszeniert? Man darf gespannt sein.

In „Der Einhorn-Killer“ schlüpft man in die Rolle der jungen FBI-Agentin Jennifer Lourdes. Zusammen mit deren Mentor Alan Michaels untersucht man nun von Neuem den Mord an Holly Maddux. Deren vermutlicher Mörder Ira Einhorn ist auf der Flucht und hat sich ins Ausland abgesetzt. Mithilfe der alten Beweise und einem neuen Blick auf die bekannten Tatorte erhofft sich das FBI, herausfinden zu können, wo sich Einhorn derzeit aufhält.

Zwei Modi stehen dem Spieler zur Verfügung: Man kann entweder gegen die Zeit im Detektivmodus auf Spurensuche gehen (hier hat man für jeden Level zehn Minuten Zeit) oder im Endlosmodus stundenlang herumstöbern. Insgesamt gibt es 22 Wimmelbildlevels, zu denen noch 6 Zusatzspiele, davon jeweils zweimal Fingerabdrücke vergleichen, Blutbildanalyse (Memory) und Faseranalyse (Puzzle), hinzukommen.
In den Wimmelbildern gibt es noch ein besonderes Element: Gegenstände in grüner Schrift erfordern ein zweistufiges Programm. So gibt es „Umrühren“ - dazu muss man erst einmal ein Element finden, mit dem man rühren kann, und ein zweites, das umgerührt werden kann. Dadurch erhält man jedoch zusätzliche Hinweise.
Zudem kann man Zeit hinzugewinnen, indem man innerhalb von 15 Sekunden drei Gegenstände findet. Wenn man allzu wild ohne Erfolg herumklickt, wird jedoch auch Zeit abgezogen.

Das Spiel ist gut aufgebaut. Man durchläuft die Tatorte, sucht Hinweise und die Zusatzspiele flößen dem Spiel etwas mehr Atmosphäre ein. Für das Theme „Wahre Verbrechen“ eignen sich Wimmelbildspiele jedoch nicht so gut. Mit der eigentlichen Ermittlung hat man nichts zu tun, diese ist nur als Rahmenhandlung verfügbar. Außer dem Klicken auf „Weiter“ sind die Erkenntnisse der Agenten vom Spieler unabhängig.

Die Grafik ist gut gelungen. Die Wimmelbilder wirken trotz ihres Inhalts immer noch aufgeräumt, was dem Suchen eine interessante Note verleiht - vorbei die Zeiten, als die Wimmelbilder noch zusammengestückelt aussahen.

Zwar ist das Spiel ohne Altersbeschränkung, es eignet sich aufgrund des Themas jedoch nicht für Kinder, da es auf diese oftmals nur angsteinflößend wirkt, auch wenn Details ausgespart werden.
Für Erwachsene ist es jedoch aufgrund seiner Art weniger interessant - wer sich für Kriminalfälle interessant, wird diese weniger in einem Wimmelbildspiel nachvollziehen als vielmehr selbst durch eigene Schlussfolgerungen und Beweisermittlung lösen wollen. Dafür gibt es bessere Kandidaten.
Wer aber auf der Suche nach einem Wimmelbildspiel ist, das sich eines ungewöhnlichen Themas annimmt, der wird in „Real Crimes - Der Einhorn-Killer“ ein interessantes gefunden haben. Der Spielspaß ist allerdings recht kurz, denn im Spiel auf Zeit ist man in maximal 220 Minuten durch. Ob man dafür 15 Euro ausgeben will, muss man selbst entscheiden.

Sabine Hunsicker



CD-ROM | CD-Anzahl: 1 | Erschienen: 20. August 2009 | FSK: 0 | Originaltitel: Real Crimes - The Unicorn Killer | PC | Preis: 14,99 Euro | Sprache: Deutsch | Systemanforderungen: Athlon/Pentium III oder vergleichbarer Prozessor mit 1GHz
Windows XP/Vista
256 MB RAM
DirectX-kompatible 32 MB Grafikkarte
Soundkarte
CD/DVD-Laufwerk

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