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 Meisterschule Kalligraphie

Ein Intensivkurs mit Beispielen zeitgenössischer Meister


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis


Aufmunternd beginnt das Vorwort des Buches mit der Erkenntnis der Autorin, dass jeder die Kunst des schönen Schreibens, die Kalligraphie erlernen kann. Dies kann jeder, der sich einmal mit Kalligraphie auseinandergesetzt hat bestätigen, doch leicht ist diese Kunst keineswegs. Es erfordert viel Übung bis man die elegant geschwungenen Buchstaben perfekt schreiben kann, sodass es nicht mehr einfach nur hingeschmiert ausschaut, sondern eine persönliche und künstlerische Note bekommt.

Nach dem Vorwort geht es mit den benötigten Materialien los. Dazu gehören neben den unterschiedlichen Federn auch Papier, Farben und eine gute Unterlage. Die Autorin geht auch auf den Arbeitsplatz und die richtige Haltung beim Schreiben ein. Nach einigen Erklärungen und Tipps rund um das kunstvolle Schreiben, geht es mit der Antiqua als erste Schrift richtig los. Die Autorin ist der Überzeugung, dass man alle anderen Schriften mit Leichtigkeit lernen kann, wenn man die Antiqua lange genug geschrieben und die Abläufe des Kalligraphierens an dieser Schrift verinnerlicht hat. Bei den Erklärungen geht sie unter anderem auch auf die Proportionen der Versalien ein, bevor sie zu den anderen Schriften übergeht.

Des Weiteren geht Christine Hartmann auf die Unziale, verschiedene Arten der Kursive und unterschiedliche Varianten der Textur ein. Nach der Arbeit mit den verschiedenen Alphabeten geht es noch um die Kunstschrift als Handschrift, die Kalligraphie mit dem Pinsel und die Verwendung verschiedener Farben als Schrift- und als Hintergrundfarbe. Allerdings ist kalligraphische Handschrift natürlich nichts für Uni-Mitschriften oder schnelle Notizen, die kostet einfach zu viel Zeit.

Der Schluss des Buches gehört der internationalen Kalligraphie. In diesem Teil des Werkes stellt Christian Scheffler verschiedene Kalligraphien und Künstler aus der ganzen Welt vor.

Bei guten Büchern hat man oftmals nach dem Lesen das Gefühl, ein wertvolles Gesamtkunstwerk in der Hand zu halten, egal ob es sich um Bilder, Geschichten oder informative Texte handelt. Bei diesem Buch weiß man dies bereits beim ersten Durchblättern. Neben den Erklärungen erstreckt sich teils auf einer ganzen Doppelseite ein kalligraphisches Kunstwerk und auch ansonsten ist das Buch reich bebildert und grafisch sehr verspielt. Durch diese Verspieltheit leidet zwar der Ordnungssinn etwas, doch dies ist weniger schlimm und man findet sich mit dem Inhaltsverzeichnis trotzdem noch in dem ganzen Buch zurecht. Die ganzen Kunstwerke jedoch laden den Leser dazu ein, sich auch dieser Arbeit zu verschreiben und es juckt einem direkt in den Fingern, sich nun Tusche, Federn, Papier und Aquarellfarben zu kaufen und mit dem Kalligraphieren zu beginnen.

Die einzelnen Erklärungen sind fast alle nochmals grafisch dargestellt und zum großen Teil sogar in Übergröße, sodass man jede Einzelheit erkennen kann. Dazu kommen die einfachen und klaren Erklärungen, sodass man es beim Lesen auf jeden Fall versteht. Den letzten Teil des Buches, in dem Christian Scheffler auf die internationale Kalligraphie eingeht, macht das Buch nicht nur zu einem Lehrbuch, sondern sorgt zusätzlich noch für ein allgemein besseres Verständnis von kalligraphischen Meisterwerken.

Fazit:
Das Buch ist ein Muss für jeden, der auch nur im Entferntesten Sinne etwas mit Kalligraphie oder Gestaltung machen möchte. Es ist ein wahres Meisterwerk!

Vera Schott



Hardcover | Erschienen: 1. Juli 2005 | ISBN: 3426642735 | Preis: 19,90 Euro | 128 Seiten

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