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 Mystic Places 2010

Verlag: teNeues

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Extras
Preis - Leistungs - Verhältnis
Der Wandkalender "Mystic Places 2010" zeigt 12 mystische Orte; abgebildet sind der Himalaja, Dolmen in Irland, ein Basecamp des Mount Everests, Eilean Donan Castle, der Ananda Patho Tempel in Myanmar, Ayers Rock, die Sphinx von Gizeh, Schloss Neuschwanstein, der Platz der Mond- und Sonnenpyramide in Teotihuacán, Angkor Wat, Dunlace Castle und der Mondsee in Österreich.

Die Maße des Kalenders sind 29, 9 cm x 42, 9 cm, wobei die Bilder circa drei Viertel des Kalenderblattes einnehmen. Zwischen Bild und Kalendarium sind noch Erklärungen zum vorgestellten Motiv in englischer und deutscher Sprache abgedruckt. Auch Mondphasen und Kalenderwochen sind angegeben.

Die Auswahl der Motive lässt die Frage aufkommen, wie die Macher „mystisch“ definieren. Interessanterweise ist laut Produktbeschreibung auch Stonehenge vertreten, tatsächlich aber fehlt dieser Klassiker. Zur Bewertung lässt sich kurz und knapp sagen: Der Kalender hat kein durchdachtes Konzept, wirkt uninspiriert und zeigt Mängel in Motivwahl, Qualtiät der Bilder und Aufbau.

Warum musste man zum Beispiel direkt zwei, letztendlich ähnliche Burgen abbilden? Standards wie Ayers Rock und die Sphinx sind zwar nie „verkehrt“, aber auch etwas unbefriedigend. Dann wäre es besser gewesen, wenn Stonhenge wirklich vertreten gewesen wäre - aber mal aus einer anderen Perspektive fotografiert. Die Informationen zu den Motiven sind meist zu historisch und zwangsläufig zu kurz und klein geraten. Da wäre etwas mehr Atmosphäre besser gewesen und auf die Zweisprachigkeit hätte man zu Gunsten von mehr Informationen verzichten können.

Die Fotos wirken oft lieblos und uninspiriert. Sie zeigen keine besonderen Perspektiven und noch schlimmer, sie fangen die Stimmungen der Orte absolut nicht ein. Menschen und Tiere sind nicht zu sehen, was teilweise eher schade ist; das hätte für Exotik sorgen können. Die Jahreszeiten wurden nicht berücksichtigt, was ebenso machbar wie sinnvoll gewesen wäre. Ein paar der Fotos wurden eher schlecht fotografiert. Beispielsweise kommen die Gebetsfahnen im Basecamp des Everests im Dunkeln gar nicht zur Geltung, und beim Eilean Donan Castle hebt sich die dunkle Burg kaum vom Hintergrund ab. Schloss Neuschwanstein wirkt bei größerem Abstand des Betrachters zum Foto nicht, und den Dolmen hätte man besser zu einer anderen Tageszeit aufgenommen.

"Mystic Places 2010" ist zwar kein wirklich schlechter Kalender, aber auch kein guter. Die Bilder sind weder hässlich noch völlig verfehlt, aber die Motivauswahl und auch die Qualität der Bilder lässt Kritik zu; der Verzicht auf Jahreszeiten stört zusätzlich. Die mangelhaften Informationen kann man verkraften, die werden ja sowieso nur einmal gelesen, aber gerade bei mystischen Plätzen erhofft man sich einfach mehr Herzblut und Inspiration.

Bernd Wachsmann



Softcover | Erschienen: 1. Juni 2009 | ISBN: 9783832737894 | Preis: 14,95 Euro | Sprache: Deutsch, Englisch

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