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 Die Schiffbrüchigen von Ythaq, Band 7: Das Zeichen der Ythen


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Das Einzige, was Granit, Narvath und Callista gemeinsam haben ist, dass sie alle mit dem gleichen Raumschiff auf einem seltsamen Planeten abgestürzt sind, ansonsten sind sie sehr unterschiedliche Charaktere. Callista hat immer an allem etwas auszusetzen, Granit ist die geborene Kämpferin und Narvath eine Abenteuernatur. Und das mehr denn je, denn er hat sich verwandelt. Auch wenn der junge Mann selbst es nicht merkt, hat doch ein Parasit von ihm Besitz ergriffen und transformiert ihn nun innerlich in ein fremdartiges Wesen.

Im sechsten Band der Comic-Serie "Die Schiffbrüchigen von Ythaq" wurde das Geheimnis um den Raumschiff-Absturz und die geheimnisvollen Kräfte, die Granit entwickelt hat, zu einem Teil aufgelöst. Jedenfalls wissen die Reisenden nun, dass sie ein Teil eines großen Spiels sind und nichts von alldem, was ihnen zugestoßen ist, Zufall war. Diesmal taucht man noch intensiver in die Hintergrundgeschichte ein. Es wird erzählt, wer die mysteriösen Spieler sind und warum die Gruppe als "Spielfiguren" herhalten muss.

Die Insel, auf der sich alle befinden, entpuppt sich als nicht so idyllisch, wie sie sich zu Anfang darstellte. Die Gruppe, die die Insel mit einem selbst gebauten Schiff zu verlassen plant, wird von gefährlichen Piraten aufgegriffen. Die Bedrohungen sind überall spürbar und niemand weiß mehr, wem er trauen kann. Vor allen Dingen Narvath weiß selbst nicht, wie ihm geschieht, und was das für die anderen bedeutet. Sein Schicksal scheint sich nach und nach als das Herzstück herauszukristallisieren, das letztendlich für die letzte Entscheidung sorgen wird.

"Das Zeichen der Ythen" ist der siebte Band der Serie um "Die Schiffbrüchigen von Ythaq", weswegen die Geschichte für einen Neueinsteiger nicht mehr gut nachvollziehbar ist, da er nicht weiß, was zuvor geschehen ist. Seit dem letzten Band hat sich der Handlungsfaden deutlich gewandelt und zeigt und erklärt nun die Hintergrunde von dem, was bisher geschehen ist. In dieser Folge werden wichtige Zusammenhänge enthüllt. Dafür wird weit in die Vergangenheit einiger Figuren gereist. Außerdem nehmen manche Nebencharaktere wichtige Rollen ein, die maßgeblich für die Entwicklung der Geschichte sind.

Die Geschichte, die erzählt wird, ist im Laufe der Zeit durchaus düsterer geworden. Auch vor blutigen Kämpfen und Anspielungen auf eine Vergewaltigung schrecken Autor Christophe Arleston und Zeichner Adrien Floch in diesem Band nicht zurück. Dabei rutschen sie aber nie in die Darstellung sinnlosen Blutverspritzens ab, sondern konzentrieren sich immer auf das, was sie erzählen wollen.

Besonders interessant an der Serie ist ihre Komplexität. Immer wieder wird man mit unerwarteten Wendungen und außergewöhnlichen Ereignissen überrascht. Die Handlung entwickelt sich nie so, wie man es erwarten würde, was den besonderen Reiz des Comics ausmacht. Ein weiteres Highlight sind die großartigen Zeichnungen. Die Bilderwelten sind farbenfroh und detailreich ausgearbeitet. Durch eine abwechslungsreiche Gestik und Mimik haftet jeder Figur eine eigene Lebendigkeit an. In den Landschaften kommt Adrien Flochs Kunst vor allen Dingen dann hervorragend zur Geltung, wenn es darum geht, Größe darzustellen. Ob das nun die Weite des Meeres, ein Raumschiff, der Urwald oder riesige Monster sind, das optische Spiel mit den Dimensionen beherrscht er perfekt.

Deswegen werden Fans der Serie sich darüber freuen, dass sie auch mit dem siebten Band noch lange nicht abgeschlossen ist und nach der Lektüre von "Das Zeichen der Ythen" auf eine baldige Veröffentlichung der Fortsetzung hoffen.

Bine Endruteit

Probe



Hardcover | Erschienen: 1. Februar 2010 | ISBN: 978-3940864901 | Originaltitel: Les Naufragés d'Ythaq: La Marque des Ythes | Preis: 13,80 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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