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 Birne, Band 2: Alpenlust

Birnes neuer Fall

Serie: Birne, Band 2
Autoren: Willibald Spatz
Verlag: Gmeiner Verlag

Cover
Gesamt +----
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Für alle die bisher davon ausgingen, dass Mord, Entführung und sonstige Gewalttaten eine ernste Angelegenheit sind dieses Buch zeigt, dass sich alle getäuscht haben. Versprochen werden schräge, skurrile Typen sowie nicht gewöhnliche Alltagssituationen, die von einem ganz besonderen Humor zeugen.

Birne, der Redakteur aus "Alpendöner" hat den Allgäu verlassen und ist nach Augsburg gezogen. Dort arbeitet er als frisch gebackener Polizist, der sich mit den Gegebenheiten einer größeren Stadt erst einmal vertraut machen muss. Gleichzeitig muss er noch mit dem Neid seiner Kollegin Tanja, mit der er auch gerne im Bett landen würde, umgehen, da er keine normale Polizeiausbildung hinter sich hat sondern als Quereinsteiger direkt in das Amt eines Kommissars befördert wurde.

Gemeinsam mit Nadja, die als Lockvogel unterwegs ist, soll er das Verschwinden einiger Frauen aufklären. Doch natürlich geht das schief. Dafür geht er mit seinem Chef abends in ein Bordell, um dort versteckt zu ermitteln. Allerdings trifft er da auf den gesuchten Frauenentführer und wird gemeinsam mit Nina, einer Prostituierten, entführt. Während er zunächst keine Chance ungenutzt lässt um freizukommen, identifiziert er sich im Laufe der Geschichte immer mehr mit dem Entführer und begeht sogar einen Mord.

Die Geschichte um Birne ist sehr verwirrend. Bereits die Tatsache, dass Birne als Quereinsteiger im Polizeidienst tätig ist, ist sehr realitätsfern. Und genau so konfus geht es weiter. Birne hat keine Ahnung von Polizeiarbeit wird aber als der große Macher dargestellt. Es wäre realistischer ihn als tollpatschig und leicht trottelig zu verkaufen.

Im Buch fehlt jede Spannung. Allein die Handlung ist so absurd, dass kein roter Faden zu erkennen ist. Alles wird ins Lächerliche gezogen ohne jedoch lustig zu wirken. Den versprochenen besonderen Humor sucht man hier vergeblich.

Schräge Typen und ungewöhnliche Alltagssituationen findet man zwar zu Genüge, jedoch wirken diese eher lächerlich als unterhaltsam oder spannend.

Sprachlich wirkt der Krimi recht holprig. Ein flüssiges Lesen ist leider nicht möglich. Statt dessen quält man sich von Seite zu Seite und hofft, dass das Ganze bald ein Ende haben wird.

Insgesamt ein Krimi, für den es sich nicht lohnt, Geld zu investieren.

Petra Schott



Taschenbuch | Erschienen: 8. Februar 2010 | ISBN: 978-3839210635 | Preis: 9,90 Euro | 225 Seiten | Sprache: deutsch

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