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 Storm, Band 13: Der Mörder von Eriban

Serie: Storm, Band 13
Autoren: Martin Lodewijk
Illustratoren: Don Lawrence
Übersetzer: Nikolaus Danner, James ter Beek
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Nach ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer konnten Storm, Rothaar und Nomad ihren Verfolgern nur entkommen, indem sie sich an einen riesigen Blumensamen klammerten, der nun durchs Weltall treibt. Die drei sind dem Tode nah und kaum noch in der Lage, auszuhalten, als endlich Hilfe naht: Sie sehen ein Schiff in ihre Richtung fliegen. Allerdings hilft alles Rufen und Winken nicht, sie werden nicht gesehen. Nur mit einem waghalsigen Manöver schafft Nomad es, ein Seil des Schiffsegels zu lösen und sich so in einer mutigen Aktion auf das Schiff zu retten. Dort angekommen, entdecken die Freunde auch, warum keine Reaktion erfolgte. Die Besatzung besteht nur noch aus Gerippen. Allerdings gibt es überraschender Weise doch einen Überlebenden, nämlich einen Jungen, den sie in einem Sarkophag finden. Er erzählt ihnen von dem Insektenschwarm, der seine Begleiter tötete und warum er, in eine Art Tiefschlaf versetzt, vor ihnen sicher war.

Was er noch erzählt, lässt die drei jedoch stutzen, denn er sagt, er habe eine Ausbildung zum Berufsmörder gemacht und da seine Lakaien nun tot seien, sollen Storm, Nomad und Rothaar ihm dienen. Als die Freunde versuchen, sich ihm entgegenzustellen, müssen sie aber schnell einsehen, dass er ihnen in seinem Geschick tatsächlich weit überlegen ist und entscheiden sich deswegen dafür, ihm zu folgen und ihn sogar "Meister" zu nennen. Ihre Aufgabe ist es nun, ihn dabei zu unterstützen, den König von Marrow zu töten. Dabei bekommen sie ein tödliches Spiel zu Gesicht, dass sich Barsaman nennt. Es hat taktisch gesehen einige Ähnlichkeiten mit Schach, endet jedoch für alle bis auf einen einzigen Mitspieler tödlich. Natürlich werden Storm und seine Begleitet in dieses Spiel verwickelt, doch auf ganz andere Weise, als man vielleicht glauben mag ...

Mit dem dreizehnten Storm-Band gehen einige Veränderungen in der Serie vor sich. Die auffälligsten sind die rein äußerlichen der Hauptfiguren. Storm und Rothaar bekommen eine neue Ausstattung. Beim Protagonist Storm sticht das auffällige, weiße Stirnband am meistens ins Auge. Lediglich bei Nomad, der eh so gut wie nie mehr als einen Lendenschurz trägt, wurde auf eine Anpassung seiner Kleidung verzichtet. Eine weitere Veränderung ist das Aussehen der Flugschiffe, denn im Gegensatz zu den letzten Bänden, in denen sie noch wie Segelschiffe aussahen, wird nun ein modernes Design verwendet, das nicht nur an moderne Flugzeuge, sondern sogar an aktuelle Raumschiffentwürfe aus Science-Fiction-Serien denken lässt. Somit ist der Zeichner Don Lawrence seiner Zeit hier durchaus ein Stück voraus.

Die Geschichte selbst folgt zwar bekannten Pfaden, ist jedoch deutlich emotionaler als in den meisten Vorgänger-Alben. Es gibt nicht ganz klar "den Bösen", sondern einen Gegner, der verschiedene Facetten in seiner Persönlichkeit aufweist und bei dem sich stellenweise sogar etwas Mitleid einstellt, was selbst der Charakter Nomad betont. Die Lösung, wie man mit ihm zum Ende des Comics verfährt, ist ebenso einfach wie genial.

Der heimliche Star von "Der Mörder von Eriban" ist jedoch nicht der titelgebende Gegner, sondern das Spiel Barsaman. Im Zusammenhang damit spielt sogar Schach eine große Rolle. Storm führt das bekannte Strategiespiel der Erde nämlich in der Welt Pandarve ein und löst damit einen gravierenden Umschwung unter den Bewohnern aus. Barsamen hat ansatzweise ähnliche Strukturen wie Schach, jedoch kämpft eine große Gruppe von Menschen direkt miteinander und es gibt ein großes Blutvergießen. Schach ist da viel harmloser und man kann es außerdem immer wieder spielen. Mit solchen Dingen fließt immer etwas ein, das die Macher des Comics in der realen Welt zu dieser Zeit beschäftigt hat.

"Der Mörder von Eriban" ist eine Storm-Folge, in der einige Veränderungen eingeläutet werden, die aber durchaus eine Verbesserung bedeuten. Die Welt, die die Fans mögen wird nur auf dezente und positive Weise weiterentwickelt. Mit seinem Bonusteil, der zahlreiche Informationen zur Entstehung des Comics und Skizzen enthält, sowie dem beiliegenden Kunstdruck ist auch der dreizehnte Teil der Serie rundum gelungen.

Bine Endruteit

Probe



Hardcover | Erschienen: 18. Mai 2010 | ISBN: 978-3940864628 | Originaltitel: Storm: De Doder van Eriban | Preis: 15,80 Euro | 64 Seiten | Sprache: Deutsch

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