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 Heiligtum, Band 1: USS Nebraska

Serie: Heiligtum, Band 1
Autoren: Xavier Dorison
Illustratoren: Christophe Bec, Homer Reyes
Übersetzer: Delia Wüllner-Schulz
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt +++++
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Mit "USS Nebraska" liegt der erste Band der "Heiligtum"-Trilogie aus dem Hause Splitter vor. Band 2 der Reihe "Der Weg in den Abgrund" erscheint im August 2010, gefolgt vom Abschlussband der Saga "Moth", im Oktober 2010.

1945: Eine kleine Gruppe Soldaten der sowjetischen Armee wagt sich tief unter das zerstörte Berlin. Hier suchen die Männer nach einem uralten Artefakt. Der anführende Oberst bringt das Gesuchte in seinen Besitz und beseitigt die Zeugen.

2029: Komandant Hamish und sein U-Boot, die "USS Nebraska", empfangen ein Notsignal. Am Ausgangspunkt entdecken sie ein schwer beschädigtes sowjetisches U-Boot, das seit den Fünfzigern auf dem Meeresgrund liegt und ein verschlossenes, mit beängstigenden Fresken versehenes, steinernes Tor. Die Erkundungsmanschaft untersucht das andere Boot und macht eine beunruhigende Entdeckung. Zur gleichen Zeit entsendet der Kommandant ein Team, um das Tor zu untersuchen. Die Öffnung gelingt, das Team verschwindet spurlos.

Dann häufen sich auf der Nebraska Fälle von sinnloser Gewalt, Menschen sterben und das U-Boot wird schwer beschädigt. Ein Entkommen aus dem nassen Grab scheint kaum noch möglich. Oder liegt die Lösung für die Vorfälle hinter dem Tor verborgen?

"USS Nebraska" erschien bereits 2001 in Frankreich und wird nun durch den Splitter-Verlag den deutschen Comiclesern zugänglich gemacht. Mit Xavier Dorison (Text) und Christophe Bec (Zeichnungen) haben zwei Profis die Gestaltung der Saga um das "Heiligtum" übernommen. Ersterer war verantwortlich für Werke wie "Das Dritte Testament" (Carlsen) und "Prophet" (Splitter) und liefert authentische Dialoge ab. Besonders auf Seiten der russischen Armee sticht sein Text durch Rauheit und Umgangssprache hervor. Bei der U-Boot-Besatzung gibt es feine Unterschiede zwischen den einzelnen Charakteren und die Facetten werden gut ausgearbeitet.

Christophe Bec zeichnete Werke wie "Carthago" (Splitter) und "Prometheus" (Splitter). Scharfe Konturen stehen verwaschenen Zeichnungen gegenüber, die in Balance einen mystischen Grundton generieren. Homer Reyes (Farben) unterlegt die Zeichnungen gekonnt mit Farbe. Im vorliegenden Comic verzichtet er auf grelle Kolorierungen und fängt die Atmosphäre der Nachkriegszeit durch dunkle Töne und geschickt eingesetzte Schattierungen ein. Vor dem Abenteuer der "USS Nebraska" wird die Heimat des Kommandanten durch helle, kräftige Farben betont, während die unterseeische Fahrt von Grau- und Blautönen dominiert wird.

Zeichnungen, Text und Kolorierung ergänzen sich und erzählen eine düstere und beklemmende Geschichte, mit einem offenen Ende. Das Mysterium um das "Heiligtum" wird geschickt aufgebaut und der Leser erhält bereits einige Antworten. Natürlich handelt es sich dabei nur um einen Zipfel der Wahrheit und es bleiben etliche Fragen offen. Abgerundet wird die Story von einer Galerie am Ende des Bandes, die einige monumentale Zeichnungen präsentiert und die Geschichte gut ergänzt.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt für die "Heiligtum"-Trilogie. In gewohnt guter Qualität präsentiert der Splitter-Verlag die Geschichte einer U-Boot Crew und einem uralten Artefakt. Düster von der ersten bis zur letzten Seite fängt die Geschichte den Leser ein und lässt ihn nicht mehr los.

Vorschau/Leseprobe auf der Seite des Splitter-Verlags:

Splitter-Verlag

Andreas Suchanek



Hardcover | Erschienen: 1. Juni 2010 | ISBN: 978-3-86869-148-1 | Originaltitel: SANCTUAIRE: USS NEBRASKA | Preis: 13,80 Euro | 57 Seiten | Sprache: Deutsch

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