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 Asterix: Asterix und Latraviata


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Als Asterix und Obelix in ihr Dorf zurückkehren, ist es verlassen. Niemand läuft durch die Gassen. Als die Beiden auf ihrer Suche um eine Ecke biegen, steht das ganze Dorf zum Empfang bereit und ruft: "Alles Gute zum Geburtstag!"
Und die größte Überraschung sind die Ehrengäste. Es sind die Mütter der Geburtstagskinder. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, denn beide Damen scheinen nur ins Dorf gekommen zu sein, um sowohl Asterix als auch Obelix eine passende Braut auszusuchen.
Die überdeutlichen Versuche der besorgten Mütter gehen den beiden Helden schon bald gehörig auf die Nerven.
Derweil werden im fernen Condate die Väter von Asterix und Obelix nach einem nächtlichen Gelage von den Römern festgenommen. Sie haben wertvolle und kompromittierende Bestandteile einer römischen Kampfausrüstung ergattert und diese wollen die Römer unbedingt wieder haben. Doch die alten Herren haben die Waffen nicht mehr. Die wertvollen Stücke sind als Geburtstagsgeschenke ins gallische Dorf gewandert und befinden sich in den Hütten von Asterix und Obelix.
Zwei "Schauspieler" werden von den Römern nach Gallien geschickt, um die Waffen wieder zu beschaffen.
Ein haarsträubendes Abenteuer entspannt sich um dieses "Schauspiel".

Dieses 2001 erschienen Album von Uderzo ist ein erneuter Versuch an Niveau und Erfolg der Alben anzuknüpfen, die er gemeinsam mit Goscinny erschuf.
Doch nachdem der Grandseigneur des französischen Comics 1977 völlig überraschend bei einem Belastungstest in einer Arztpraxis einem Herzanfall erlag, ist es mit dem Niveau der Alben, die Uderzo ohne Hilfe eines Texters erstellt, nicht weit her. Der Erfolg jedoch ist ungebrochen, die Fangemeinde verzeiht Uderzo nahezu alles.
Dieses Album ist grafisch brillant und wirklich eine Augenweide für den Fan. Ob es die zahllosen Details sind oder die stimmige Atmosphäre, Uderzo ist ein Meister seines Fachs. Weniger gelungen sind die oft etwas einfallslosen Texte und noch weniger kann die Geschichte überzeugen. Weder die Grundidee der "verloren gegangenen Waffen", noch die Art und Weise der Wiederbeschaffung sind besonders originell.
Einzig die Idee, die Eltern der bekannten Helden einzuführen und aufs Köstlichste agieren zu lassen, ist wirklich gelungen.
Doch diese Einzelpunkte retten das Album nicht. Es zählt zwar zu den Besseren von Uderzo allein produzierten, aber das Niveau, der Wortwitz, die Eloquenz und der traumwandlerisch sichere Aufbau der Geschichten früherer Zeiten ist meilenweit entfernt.
So bleibt nur die Feststellung, dass sich dieses Album lohnt zu kaufen, weil Charaktere, die perfekt in den Kosmos der Asterix-Abenteuer passen, eingeführt werden - diese sollte man nicht verpassen. Und lustig und spannend ist das Ganze auch, nur grandios wie die früheren Alben ist es leider nicht.

Fazit: Ein Kauf lohnt sich unbedingt, doch sollte man wissen, dass es allenfalls Asterix-Durchschnittsware mit einigen köstlichen Siturationen ist. Das ist aber, im Vergleich zu neueren Alben, wie "Gallien in Gefahr", eine Empfehlung, die man beachten sollte.

Die Tuschezeichnungen sind in diesem Album von Frédéric Mébarki. Die Kolorierung nahm Thierry Mébarki vor und die Koordination übernahm das "Studio Et Cetera", gewidmet hat Uderzo dieses Album seinem Enkel Hugo.

Stefan Erlemann



Hardcover | Erschienen: 01. März 2001 | ISBN: 3770400313 | Preis: 10 Euro | 48 Seiten

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