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 Der Kreidedieb

Autobiografischer Roman

Autoren: Fred Schippach
Illustratoren: Fred Schippach
Verlag: Frieling Verlag

Cover
Gesamt ++---
Anspruch
Aufmachung
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wächst der hochintelligente Manfred, Manni genannt, in einem kleinen Dorf auf. Er hat einen Intelligenzquotienten von einhundertsechzig, entsprechend langweilt er sich in der Schule, diskutiert mit den Lehrern und will sich nicht die Kreide, die er selbst mitbringt, wegnehmen lassen. In der Schule gibt es laufend Probleme mit ihm, er fühlt sich unverstanden und reißt schließlich aus.
Bei seinem ersten Versuch landet er bei einer Bauernfamilie und lernt dort das Mädchen Anna kennen. Mit Anna versteht er sich auf Anhieb. Zwar kommt der kleine Manni bald wieder nach Hause, da sich Annas Familie natürlich so ihre Gedanken darüber macht, wieso der Junge alleine unterwegs ist und ihm die Geschichte nicht glaubt, dass er zu einer Tante in Berlin will, doch es dauert nicht lange, da reißt er erneut aus.
Hier wiederholt sich die Handlung nun, auch im weiteren Verlauf tritt die Geschichte auf der Stelle, denn Manni hat Probleme in der Schule, reißt aus, kommt wieder nach Hause, hat Probleme in der Schule ... Nun ja, so geht es eben die ganze Zeit.
Nur Anna trifft er irgendwann nicht mehr, es wird ihm gesagt, sie sei krank, doch auch im Krankenhaus ist sie nicht oder nicht mehr. Was mit ihr geschieht, wird nicht verraten. Bei Manni ändert sich allerdings auch nichts, die Geschichte endet einfach - ohne ein Ende.

Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, sehr flüssig und mit klaren Formulierungen, allerdings ändert das nichts daran, dass diese autobiografische Geschichte unglaublich langweilig ist. Was passiert, könnte auf sieben statt auf hundertfünfundsiebzig Seiten zusammengefasst werden, denn eine wirkliche Handlung gibt es nicht. Manni erzählt in Ich-Form und wiederholt sich dabei fortwährend.
Die Schule ist streng und schlimm, für ihn, das unterforderte, hochbegabte Kind, ganz besonders. Hochbegabung ist immer ein Thema für sich und eine wirkliche Förderung gibt es leider erst seit wenigen Jahren. Doch wird diese Problematik hier leider nur am Rande thematisiert.
Es gibt auch keine richtige Geschichte, keinen roten Faden, sondern einfach nur diese Aneinanderreihung von Mannis Erlebnissen, die sich alle fortwährend gleichen. Was mit Anna nun ist, erfährt der Leser auch nicht. Spannung fehlt völlig.

Im Buch sind vierzehn Zeichnungen des Autors, die die Geschichte illustrieren. Diese sind Federstrichzeichnungen und zeigen Manni in verschiedenen Situationen und an unterschiedlichen Orten.

Es ist wohl eines dieser Bücher, das vom Autor vor allem für sich selbst geschrieben wurde, denn wer hier die Zielgruppe sein soll, ist nicht erkennbar. Wer sich für eine Kriegskindheit interessiert, ist mit anderen Büchern besser bedient, zumal wie Schulen damals aussahen, kann man woanders auch kürzer nachlesen.

Maren Frank



Taschenbuch | Erschienen: 27. April 2009 | ISBN: 978-3828026971 | Preis: 11,50 Euro | 176 Seiten | Sprache: Deutsch

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