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 Tiptoi: Die Englisch-Detektive


Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bedienung
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Spielregel
Eine Stadt jagt Professor Mad!
Professor Mad ist ein Bösewicht wie er im Buche steht. Niemand kennt seine Beweggründe, doch alle Bewohner der Stadt werden bald die Auswirkungen seiner Taten zu spüren bekommen. Denn der verrückte Wissenschaftler will nichts Geringeres, als die Stadt ins grenzenlose Chaos zu stürzen. Zu diesem Zweck hat er einen teuflischen Plan ausgeheckt. Seine Leute stecken überall, sogar im Fernsehstudio soll er einen Agenten eingeschleust haben. Im Museum sind Bomben versteckt, die bald ihre gefährliche Ladung - Lachgas - freisetzen werden. Auch die Tiere im Zoo spielen verrückt, denn der Professor hat alle Käfige geöffnet. Wenn niemand eingreift, streunen bald die ehemaligen Bewohner durch die Straßen der Stadt. Und nicht auszudenken, was passiert, wenn beim Konzert auf der Open Air-Bühne eine Massenpanik ausbricht. Aber zum Glück gibt es mutige Detektive, die es mit dem Bösewicht aufnehmen und ihm den Kampf ansagen.


Stadtpläne und Ereigniskarten – Der Spielinhalt
Wichtigste Bestandteile des Spiels sind der Stadtplan und die zehn Spieltafeln, mit den einzelnen Orten der Stadt, welche erkundet werden müssen. Daneben gibt es noch einige Marker, die Spielfiguren und einige Medaillen, welche im Spiel errungen werden können. Eine ausführliche Anleitung erläutert verständlich den Aufbau und Ablauf des Spiels. Das Spiel erfordert einen Tiptoi-Stift mit der entsprechenden Software, welche eventuell erst noch darauf installiert werden muss. Das ist allerdings sehr einfach und gut im Handbuch erläutert.

Scotland Yard lässt grüßen – Der Spielablauf
Der Spielinhalt erinnert zunächst an den Brettspielklassiker Scotland Yard. Nur dass alles einfacher aufgebaut ist. Der Statdplan ist wesentlich kleiner und auch das Spielprinzip weicht erheblich vom Klassiker ab. Nachdem die Spieleranzahl feststeht bewegen sich diese per Würfelwurf, welchen der Tiptoi-Stift übernimmt, auf den Feldern vorwärts. Ziel ist es, alle markierten Orte der Stadt zu besuchen. Ortsabhängig müssen verschiedene Aufgaben gelöst werden. Um eine Bombe zu entschärfen, müssen Drähte durchtrennt werden. Die Tiere im Zoo sind wieder in die Käfige zu sperren. Die Spieler müssen sogar als Bedienung in einem Schnellrestaurant arbeiten, um Professor Mad Schlafmittel in sein Essen zu schmuggeln und ihn so außer Gefecht zu setzen. Auch zwischen den Stationen sorgen Verfolgungsjagden, welche zufällig generiert werden, für zusätzlichen Spielspaß. Für jede erfolgreich gemeisterte Aufgabe erhält der Spieler eine Medaille. Machen die Spieler Fehler, bekommt der Professor die Medaille. Falls die Spieler also zu oft bei ihren Aufgaben versagen, wird am Ende der Professor das Spiel gewinnen.


Wo bleibt denn nun das Englisch?
Diese Frage stellen sich die Spieler sehr lange. Denn ehe die ersten englischen Wörter zu hören sind, vergeht einiges an Zeit. Sehr viel Text wird einfach nur auf Deutsch vorgetragen. Nur in den konkreten Aufgaben kommen dann wenige Vokabeln zum Einsatz. So ist die Auswahl an Tieren und Instrumenten ebenso sehr eng begrenzt wie die wählbaren Farben. Da es einige Würfelwürfe dauern kann, bevor überhaupt ein Spieler auf einen Ort kommt, an dem etwas zu erledigen ist, müssen die Spieler hier einige langweilige Züge abwarten können. Im Mehrspielermodus nutzt sich die Motivation hierbei sehr schnell ab. Ungünstig ist auch, dass nicht jedes Kind bei jeder Aufgabe aktiv werden kann. Somit bleibt eigentlich nur der Einzelspielermodus zu empfehlen. Da hier das ermüdende Herumlaufen erspart bleibt, hüpft man so gleich von einer Aufgabe zur nächsten. Die Motivation und Spannung bleibt erhalten und man hört öfter und schneller die englischen Begriffe. Leider lässt die Auswahl der Vokabeln zu wünschen übrig. Zwar werden diese zu einigen Themengebieten angeboten. Die Auswahl reicht zum Beispiel über Tiere, Farben, Haus, Zahlen bis hin zu Kleidung und Essen. Jedoch gibt es immer nur wenig dazu zu hören. Darüber hinaus werden die Wörter meist isoliert dargeboten. So ganz ohne Zusammenhang, verliert das interaktive Medium Tiptoi-Stift aber sein Potential und wird zu einem einfachen Vokabeltrainer. Leider gibt es auch nur einen männlichen englischen Sprecher. Zu oft erschließen sich für einen Anfänger auch nicht die englischen Begriffe, da an einigen Stellen plötzlich an deutschen Erläuterungen und Übersetzungen gespart wurde, wo man sich mehr gewünscht hätte. Eigentlich spricht das Spiel aber gerade diejenigen Kinder an, die noch gar keine Erfahrung mit dieser Fremdsprache gemacht haben. Damit ist es eher für Vorschule und Grundschule geeignet. Kinder, die bereits ein gewisses Hörverständnis für die englische Sprache entwickelt haben, sind schnell von den einfachen Vokabelabfragen gelangweilt.

Fazit: Isolierte Hörübungen zu englischen Vokabeln. Ein netter Zeitvertreib für zwischendurch. Leider ohne Langzeitmotivation.

Lars Perner



Brettspiel | Erschienen: 4. Mai 2010 | Preis: 15,90 € | für 1 - 4 Spieler | Verfügbare Sprachen: Deutsch, Englisch

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