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 Bulletstorm


Cover
Gesamt +++++
Action
Anspruch
Aufmachung
Bedienung
Bildqualität
Brutalität
Extras
Glück
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Spielregel
Strategie
Ton
Die "Story"
Sie sind mit unfassbarer Kraft und Schnelligkeit sowie mäßiger Intelligenz gesegnet, die beiden Protagonisten Grayson Hunt und Ishi Sato. Diese ehemaligen Elitesoldaten der DEAD ECHO Kompanie wurden von ihrem Anführer General Sarrano verraten, worauf hin sie sich als Weltraumpiraten "selbstständig" machten und letztendlich auf einem Planeten strandeten. Dort müssen Gray und Ishi sich mit Mutanten und psychopathischen, fleischfressenden Gangs herumschlagen, bei dem Versuch zu entkommen, um Rache an Sarrano zu nehmen.

Obwohl "Bulletstorm" in der Kategorie Ego-Shooter geführt wird, sind taktische Schusswechsel, Belagerungsschlachten und ausgetüftelte Kampftaktiken nicht Bestandteil des Spiels. Vielmehr stehen Action und ein variables Abschlachten der wie ferngesteuert heranstürmenden Gegner im Mittelpunkt.

Das Skillsystem
Den Gegner in "Bulletstorm" in einem einfachen Kugelhagel niederzustrecken ist zwar möglich, aber wenig effektiv. Für jeden getöteten Feind erhält der Spieler sogenannte Skillpunkte, mit denen er Munition, Waffen und Ausrüstungsgegenstände kaufen kann und muss. Je komplexer, schwieriger und ausgefallener der Kill, desto mehr Punkte bekommt der Spieler aufs Konto. Hilfreich dabei sind unter anderem der Tritt mit dem äußerst muskulösen Bein sowie der Einsatz der Peitsche. Mittels letztgenannter können Gegner herangezogen werden, sogar dann, wenn sie von Gegenständen verdeckt werden. Als weiteren positiven Effekt bewirken beide Kampftechniken, dass der getroffene Gegner in Zeitlupe fliegt. Dabei kann ihm dann "in Ruhe" mittels Skillshot, zum Beispiel mit einem gezielten Kugelhagel, ein Ende bereitet werden. Außerdem kann dabei die Umwelt genutzt werden, wobei Stacheln, offene Stromkabel, Abgründe und Benzinkanister hervorragende tödliche Eigenschaften entwickeln.

Geographische Beschränkungen
"Bulletstorm" bietet dem Spieler keine grenzenlose, offene Welt, in der er große Erkundungen machen kann. Vielmehr werden Gray und Ishi linear von Missionsziel zu Missionsziel geleitet, einzutretende Barrieren und Hebel weisen den Weg. Zusätzlich macht Ishi den Spieler akustisch aufmerksam, sollte er einen Hebel oder ähnliches entdecken.

Versorgungskabel als "Tankstelle"
An Versorgungskabeln hat der Spieler die Möglichkeit mit den erspielten Skillpunkten einzukaufen. Dabei können Waffen mit Munitionserweiterungen und Ladungspaketen aufgewertet, sowie Munition nachgekauft werden (erlegte Gegner liefern ebenfalls kleine Munitionspakete). Darüber hinaus bietet die Skill-Datenbank einen Überblick über freigeschaltete Skillshots und deren Punkte.
Dabei liefert zum Beispiel ein "Rutsche in einen Gegner und erschieße ihn in der Luft" 25 Skillpunkte und ein "Verwende ein explosives Umgebungsobjekt, um zwei oder mehr Gegner nach einer Detonation in die Luft zu jagen" derer schon 100. Dabei stehen dem Spieler eine sehr große Anzahl diverser Skillshots zur Verfügung.

Spielmodi
Spielbar ist "Bulletstorm" sowohl im Einzelspieler-Modus (als Kampagne) als auch im sogenannten Echo-Modus. Bei letzterem muss der Spieler in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Punkte sammeln, um andere Echos freizuspielen. Außerdem kann "Bulletstorm" im Multiplayer-Modus online gespielt werden. Dabei kann mit bis zu vier Spielern im Team online um Punkte gespielt werden.

Graphik und Sound
Graphisch ist "Bulletstorm" gut umgesetzt und lässt nur wenig Kritik zu. In der deutschen Version ist eine Zensur erfolgt, bei der Blut, Eingeweide und ähnliche Details der Schlachten entfernt wurden. Besonders auffällig wird dies, wenn in Dialogen von den "armen Teufeln" gesprochen wird, die aber im Bild nicht zu sehen sind. Ansonsten fällt dieses Fehlen der blutigen Details aber kaum auf, die Handlungen folgen einfach zu schnell aufeinanderfolgend. Die Steuerung läuft einwandfrei und präzise. Besonders erwähnenswert sind die teilweise sehr derben und mit Schimpfwörtern gespickten Dialoge, die ihren Teil zur FSK 18-Einstufung beitragen (und zum Glück nicht zensiert wurden).

Kritik
Da einige Anweisungen nur akustisch erfolgen, läuft der Spieler Gefahr, auch mal Anordnungen zu überhören. Generell ist das aber kein Problem, da im Prinzip klar ist, was passieren soll. Der Bildschirm enthält weder eine Gesundheitsanzeige (irgendwann erscheint die Aufforderung, eine Deckung aufzusuchen) noch einen Treffer-Richtungs-Anzeige, so dass teilweise unklar ist, von wo geschossen wird. Etwas enttäuschend ist der Multiplayer-Modus, der nur sehr wenig Abwechslung bietet.

Fazit
Obwohl die Abhandlung linear erfolgt, bietet "Bulletstorm" eine sehr große Vielfalt an Missionen, Fahrzeugen und Gegnern. Dieses große Repertoire setzt ständig neue Reize und Herausforderungen, so dass zu keiner Zeit im Spiel Langeweile aufkommt. Die Dialoge sind einzigartig gut und erzeugen eine besondere Atmosphäre. "Bulletstorm" ist kein Ego-Shooter von der Stange, sondern an sich schon eine Besonderheit. Wer auf die blutigen Effekte nicht verzichten kann und will, sollte sich eine Import-Version zulegen und die zensierte Version im Regal stehen lassen. Abzüge bekommen lediglich die etwas zu kurze Dauer der Kampagne sowie die etwas zu dünne Ausstattung des Multiplayer-Modus.

Mehr zum Game auch unter www.bulletstorm.com

Jan Schrübbers



Konsolenspiel | Erschienen: 10. März 2011 | FSK: 18 | Originaltitel: Bulletstorm | XBOX360 | Preis: 64,14 Euro | für 1 - 4 Spieler | Verfügbare Sprachen: Deutsch

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