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 Tiptoi: Abenteuer Tierwelt

Serie: Tiptoi
Autoren: Wolfgang Kramer
Illustratoren: Pino Avonto
Verlag: Ravensburger Spiele

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bedienung
Bildqualität
Glück
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Spielregel
Ein Zoo in der Pappschachtel
Tiere stehen auf der Beliebtheitsskala vieler Kinder sehr weit oben. Ob nun exotische oder gar gefährliche Tiere von anderen Kontinenten oder heimische Arten bis hin zu den Haustieren. Ein Besuch im Tierpark ist daher immer ein besonderes Erlebnis auch für Erwachsene noch. Im Zoo erklären entweder viele Schautafeln oder sogar manchmal das Personal welche Tiere dort gehalten werden. Zusätzlich hat man das Tier lebendig vor sich und kann, so man möchte, es stundenlang beobachten und meist beim Füttern zuschauen. Leider kann letzteres nicht in einem Brettspiel umgesetzt werden. Jedoch können genauso viele Informationen gegeben werden. So hier auch bei diesem Spiel, das die Spieler in einen kleinen Zoo versetzt, den insgesamt 50 verschiedene Tierarten bevölkern. Und wie im richtigen Zoo steht auch hier ein Tierpfleger mit Rat und Tat den Besuchern zur Seite.

Informationen und Spiele
Auch bei diesem Spiel gilt, dass es nur mit Hilfe des Tiptoi-Stiftes gespielt werden kann, auf den erst einmal die erforderliche Software geladen sein muss. Danach ist der Start so einfach wie immer. Neben dem Entdecken-Modus stehen vier Spiele zur Auswahl. Das erste sogar in zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Möchte man sich erst einmal ohne Zeitdruck oder viel Fragerei nur mit den Tieren beschäftigen, kann man im Entdecken-Modus jedes Tier mit dem Stift antippen und erhält daraufhin einige Erklärungen zu ihm. Ist man schon etwas mit den Zoobewohnern vertraut, kann man sich an die Spiele wagen. Ob allein oder mit bis zu vier Spielern ist dabei egal, da die Anzahl der Spieler keine gravierenden Auswirkungen auf die jeweilige Spielweise hat.
Im ersten Spiel, das eher für jüngere Kinder ab vier Jahren geeignet ist, müssen Eigenschaften der Tiere richtig erkannt werden. Die Spieler müssen wissen, welche Tiere, wo leben oder wie viele Beine sie haben. Insgesamt stehen fast 50 Kriterien zur Auswahl, die korrekt erkannt werden müssen. In Spiel zwei (ebenfalls für Kinder ab vier Jahren geeignet) werden nur die 25 Tiere benötigt, welche an einem eigenen Geräusch erkannt werden müssen. Für das dritte Spiel werden dann die zusätzlich beiliegenden Tierspuren benutzt. Auch hier muss wieder das Tier mit seiner zugehörigen Spur richtig erkannt werden. Im letzen Spiel müssen die Spieler eine zufällige Auswahl von acht Tieren richtig in einer Reihe ordnen. Dabei geht es zum Beispiel darum, vom kleinsten bis zum größten oder vom leichtesten bis zum schwersten alle acht Tiere richtig anzuordnen. Sieger in allen Spielen ist, wer die wenigsten Fehler gemacht hat beziehungsweise die meisten Tiere richtig erkannt hat.


Ganz schön knifflig
Der Schwierigkeitsgrad der ersten beiden Spiele ist sehr gering. Tatsächlich haben Kinder ab vier Jahren kein Problem, mit den Aufgaben Schritt zu halten. Doch auch ältere Kinder können noch Spaß daran haben. Die Spiele drei und vier sind schon etwas schwieriger und eher für Kinder ab sechs oder sieben Jahren gedacht. Teilweise ist es schon sehr knifflig, die richtigen Tierstimmen zu erkennen. So klingen gerade Löwe und Tiger aber auch Pferd und Zebra sehr ähnlich und man muss schon genau hinhören, um die Unterschiede erkennen zu können. Nach einigen Spielen hat man aber dies schnell gelernt. Gerade das letzte Spiel kann auch einen Erwachsenen ins Grübeln bringen. So einfach die Sortierkriterien klingen (Größe, Gewicht, Lebensdauer usw.) so schwierig ist es, die nur acht Tiere in die richtige Reihenfolge zu bringen. Denn dies wird durch zwei Dinge erheblich erschwert. Zunächst können diese Informationen leider nicht separat abgefragt werden, so dass man nur durch mehrmaliges Spielen die korrekten Werte aller Tiere in Erfahrung bringen kann. Schade, dass dies nicht im Entdecken-Modus ermöglicht wird. Zum Zweiten sind einige Informationen zweifelhaft bis falsch. So kann ein Nashorn im Allgemeinen keine Geschwindigkeit von fast 90 Stundenkilometer erreichen, während ein Seehund durchaus schneller als 10 Kilometer in der Stunde schwimmen kann. Beides trübt den Spielspaß leider sehr, was schade ist, denn die Auswahl der 50 Tiere kann sich sehen lassen. Tierstimmen und Spurenlesen machen das Spiel abwechslungsreicher und wie immer ist die Bedienung kinderleicht und Lesekenntnisse sind nicht erforderlich, da der Stift alles erklärt.

Fazit: Ob alleine oder zu viert, der Besuch im Papp-Zoo macht Spaß, wenn auch nicht ganz so viel wie im echten Tierpark.

Lars Perner



Brettspiel | Erschienen: 12. Februar 2010 | Preis: 17,99 Euro | für 1 - 4 Spieler | Sprache: Deutsch

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