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 Vox Crime Edition: In der Hand des Serienmörders


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton
Die spannendsten Fälle schreibt das Leben selbst. Eine Feststellung, die nicht neu ist, dafür aber in dem Hörbuch des Kriminalhauptkommissars und Autors Stephan Harbort deutlich zum Tragen kommt. Ungeschönte Tatsachen und Fakten, versehen mit beängstigenden Schilderungen und fundierten Schlussfolgerungen, werden hier in 265 Minuten dem Hörer präsentiert und lassen ihn letztendlich mit gemischten Gefühlen und um einiges ernüchtert zurück. Denn derjenige, der bisher immer glaubte, vor Serienmördern sicher zu sein, wird eines Besseren belehrt. Jeder Mensch kann ein Opfer werden.

Es ist mitten im Sommer in einem Park in Hamburg. Ein frisch verliebtes Pärchen schlendert durch die hübsch gestalteten Anlagen, als plötzlich ein Mann auftaucht und sie nicht nur bedroht, sondern nacheinander ermordet. Warum, fragt sich der erfahrene Kriminalist und versucht in seinen Ausführungen nicht nur den Fall hinreichend zu schildern, sondern auch Antworten zu geben. Denn neben der Absicht des Mannes, eine seinen Vorstellungen entsprechende Frau zu finden und sich an ihr zu vergehen, spielen weitere Umstände eine entscheidende Rolle. Gegebenheiten, die dazu führten, dass die Tat überaus brutal verlaufen ist und die Opfer ihr Leben lassen mussten. Da stellt sich das nächste Verbrechen des gleichen Mannes völlig anders dar. Eine junge Studentin kommt mit dem Leben davon und jeder fragt sich "warum?".

Ein Phänomen, das Stephan Harbort anhand weiterer Fälle versucht deutlich zu machen. Dabei geht er nicht nur der Frage nach, wer die Straftat begangen hat, sondern vor allem auch, wem sie angetan wurde - ein kausaler Zusammenhang mit überraschenden Erkenntnissen. Um aber seine Schlussfolgerungen zu verdeutlichen, lässt er Täter und Opfer zu Wort kommen und die jeweiligen Tatverläufe aus ihrer Sicht schildern. Wie zum Beispiel eine zwanzigjährige Gymnasiastin aus Bochum, die berichtet, dass der Täter, nach dem er sie sexuell missbraucht hat, nett zu ihr war, ja sogar noch das Taxi zum Hotel bezahlte, während er zuvor zwei junge Frauen in einer ähnlichen Situation tötete. Fakten, die der erfahrene Kriminalist aneinanderfügt, mit Aussagen des Täters untermauert und letztendlich logische Konsequenzen daraus zieht.

Fazit:
Das Hörbuch "In der Hand des Serienmörders" bietet einen fesselnden Einblick in die Welt von Serientätern, deren Ziel es ist, Menschen zu quälen und zu töten. Mit vielen Fakten und Interviews untersetzt, konfrontiert Stephan Harbort seine Hörer schonungslos mit der Realität und zeigt auf, wie vielfältig die Ereignisse, Entscheidungen und Verhaltensweisen sind, die zu der Auswahl der Opfer und den eigentlichen Verbrechen führen.

"In der Hand des Serienmörders" ist im Rahmen der "VOX Crime Edition 2011 - 10 True Crime Bestseller" erschienen, die darüber hinaus folgende neun Hörbücher enthält:

Michael Tsokos: Dem Tod auf der Spur
Josef Wilfling: Abgründe
Richard Thiess: Wenn das Grauen Alltag wird
Kathrin Kompisch: Todesengel
Axel Petermann: Auf der Spur des Bösen
Joaquin Garcia: Mafia-Killer
Pat Brown: Ich bin Profiler
Bill Bass/Jon Jefferson: Der Knochenleser
Mark Benecke: Mordspuren

Dorit Wiebke



CD | CD-Anzahl: 4 | Erschienen: 15. April 2011 | ISBN: 978-3868046328 | Laufzeit: 265 Minuten | Originaltitel: In der Hand des Serienmörders | Preis: 9,99 Euro | Sprache: Deutsch

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