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 Meisterspionin Mary Quinn, Band 2: Eine fast perfekte Tarnung


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Fast ein Jahr ist seit Mary Quinns erstem Spionageeinsatz vergangen - ihr neuester Auftrag führt sie in Verkleidung eines Knaben auf die Baustelle des St. Stephen's Turm, besser bekannt als Big Ben. Denn erst gerade ist ein Mann vom Turm gestürzt und zahlreiche Gerüchte machen die Runde, nicht zuletzt, dass ein Fluch auf dem Uhrenturm liegt.
Mary soll nun als Mark Quinn arbeiten und sich dort umhören. Einerseits ist Mary begierig diesen Auftrag zu übernehmen, andererseits erinnert er sie auch an ihre Vergangenheit als Straßenkind und Diebin, wo sie sich ebenfalls als Junge ausgab.

Doch Mary schlägt sich wacker - im wahrsten Sinne des Wortes - und steht ihren Mann sowohl beim Arbeiten als auch beim Zechen. Und trotzdem wird ihre Tarnung durchschaut, doch nicht von irgendwem, sondern ausgerechnet von James Easton, der als Ingenieur den Unfall untersuchen soll. Er ist zwar kein Feind oder einer der Arbeiter, doch einer, den sie glaubte nie wieder zu sehen und für den insgeheim ihr Herz schlägt. Doch auch an James ist das Jahr nicht spurlos vorbei gegangen, denn Indien hat mit seiner Malaria einen hohen Tribut von dem Mann gefordert.
Gemeinsam geraten Mary und James mitten in mysteriöse Vorfälle und Mary muss erneut ihr Geschick als Spionin unter Beweis stellen

"Eine fast perfekte Tarnung" ist der zweite Roman der Autorin Y.S. Lee in ihrer Reihe "Meisterspionin Mary Quinn".

Fast ein Jahr lässt die Autorin verstreichen, bevor sie den Leser wieder an die Seite ihrer Hauptfigur Mary Quinn stellt. Auf sich alleine gestellt, soll sie verkleidet als Junge ergründen, wie es zu dem mysteriösen Todesfall auf der Baustelle des Big Ben kam. Doch die Autorin lässt ihre Meisterspionin nicht allein ins Abenteuer stürzen - außer den Leiterinnen des Geheimdienstes tritt auch die Figur James Easton unverhofft wieder in Aktion und auch dieses Mal macht er Mary Quinn das Leben schwer.
Auch nutzt die Autorin dieses erneute Treffen zwischen James und Mary, um die Funken richtig hoch schlagen zu lassen, denn selbst ein unabhängige Frau braucht etwas fürs Herz. Doch Liebe und Spionage sind immer eine kritische Mischung, vor allem bei Mary Quinns Beruf als Spionin, und so sorgt die Autorin hier für weiteren Zündstoff. Wie schon im vorangegangen Band lernt der Leser auch wieder die eine oder andere Randfigur lieben; hervorzuheben ist hier der Knabe, mit dem Mary Quinn direkt am Anfang auf der Baustelle aneinander gerät - erinnert er doch an den Botenjungen, den James Easton im letzten Band hatte. Welches Ende es dieses Mal nimmt, soll nicht verraten werden.

Entführt in die Vergangenheit, ins viktorianische London des Jahres 1859, erwartet den Leser somit in "Eine fast perfekte Tarnung" eine Kriminalgeschichte, denn Mary Quinn zeigt wohl doch mehr den Charakter einer Detektivin im Stile von Miss Marple als den Stil eines weiblichen James Bond, was das Buch aber nicht herabsetzen, sondern nur den Stil wiedergeben soll. Und für wen das Lösen eines Falls nicht reicht, der kann sich immer noch an etwas Liebe erfreuen. Bleibt abzuwarten, was noch kommt, denn das Ende ist ein wahrer Cliffhanger, der Lust auf mehr macht!

Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite.

Sandra Seckler



Hardcover | Erschienen: 1. Mai 2011 | ISBN: 9783423760362 | Originaltitel: The Body at the Tower | Preis: 14,95 Euro | 376 Seiten | Sprache: Deutsch

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