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 Die Nebenbei-Diät

Schlank werden für Zwischendurch


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Keiner möchte sich andauernd mit Diäten herumschlagen, die ja erwiesenermaßen ohnehin erst so richtig dick machen.
Viele Menschen, vor allem Frauen, kreisen gedanklich dennoch viel zu oft um die leidigen Themen zu viel essen, zu wenig essen, "gute" und "schlechte" Lebensmittel. Einen akzeptablen und einfach durchzuführenden Mittelweg im ungesunden Diät-Dschungel gibt die Stiftung Warentest dem Leser mit dem handlichen Softcover-Buch "Die Nebenbei-Diät" an die Hand.

"Schlank werden für Zwischendurch" verspricht der Untertitel des Büchleins, das im Grunde genommen keine Diät anpreist, sondern eher kleine Verhaltensänderungen und gesunde Ernährungstipps vermitteln möchte. Dazu gibt das Buch praktische und witzig illustrierte Entscheidungshilfen, die dazu beitragen sollen, ganz nebenbei im Alltag und ohne dass es weh tut oder stresst die eine oder andere Kalorie einzusparen. Dazu ist das Buch eingeteilt in sechs Kapitel.
Los geht es mit "Gute Mahlzeiten" – hier sind eher allgemeine Ratschläge und Tipps versammelt, etwa die "Hitliste Folsäure" (wichtig beispielsweise für schwangere Frauen), "Die zehn besten Kalziumquellen" sowie praxisorientierte Infos, etwa wie man seinen Grund- und seinen Gesamtumsatz in Kalorien berechnen kann.
Die darauf folgenden fünf Kapitel "Frühstück", "Mittagessen", "Abendessen", "Unterwegs" und "Getränke" sind das Herz des Buches und stellen eine große Auswahl von Lebensmitteln und Gerichten jeweils auf einer Doppelseite direkt gegenüber. Auf der linken Seite ist eine kalorienreiche beziehungsweise fett- oder zuckerreiche Speise dargestellt, auf der gegenüberliegenden ihre kalorienärmere und/oder nährstofftechnisch besser zusammengesetzte Variation, die als Sieger aus dem Vergleich hervorgeht. Im Grunde genommen geht es also darum, ein eher "ungünstiges" Lebensmittel, was Kalorien-, Zucker- und Fettgehalt angeht, durch eine gesündere Variante zu ersetzen und so ganz nebenbei ein paar Kalorien einzusparen.

So erfährt man – jeweils mit Fotos und erläuternden Grafiken dargestellt -, dass Klöße eine leckere Alternative zu Pommes sein können, welche wesentlich mehr Fett und auch Salz enthalten. Natürlich weiß jeder, dass man, wenn man gerade Riesenlust auf Pommes hat, eben keine Kartoffelklöße essen möchte. Dennoch sind die präsentierten Lebensmittel und ihre Alternativen praktische kleine Tipps im Alltag, die man je nach Lust und Laune einbinden kann, wenn einem danach ist: Statt fettreicher Mehlschwitze kann man auch köstliche Gemüsesoßen mit dem Pürierstab zaubern. Anstelle von fetttriefenden Kartoffelpuffern gibt es vielleicht mal eine leckere Folienkartoffel mit Quark, statt Wurst lieber öfter mageren Schinken, statt Krabbensalat herzhaften Räucherfisch und statt der angeblich locker-leichten Erdbeer-Joghurt-Schokolade als Alternative Bitterschokolade. Viele Vergleiche sind auch durchaus überraschend, etwa die Tatsache, dass Weichkäse, wie zum Beispiel Camembert, in der Regel fettärmer als Hartkäse wie Emmentaler & Co sind. Tofu kommt im Vergleich zum Rindersteak auch nicht so gut weg: Was den Eiweißgehalt betrifft, hat das Steak die Nase vorn und liefert zudem auch weniger Fett und mehr Energie.

Wer sich bereits viel mit Ernährung beschäftigt hat, für den dürften die meisten der Vergleiche nicht unbedingt etwas Neues sein. Bitterschokolade statt "richtiger" Schoki? Einfache Tomatensoße statt sahniger Carbonara mit Ei und Speck? Vernünftig: ja – durchführbar: nicht immer. Viele Vorschläge sind eben doch kein vollwertiger Ersatz, wenn der Körper nach Vollmilch-Schokolade oder fettem Käse schreit, zumal der Umgang mit Essen ja auch ungezwungen sein sollte. Geht man jedoch vernünftig mit diesem Ratgeber und mit seinen Ansprüchen an eine ausgewogene Ernährung um – und möchte auch noch ein paar Pfunde ganz nebenbei verlieren -, so enthält "Die Nebenbei-Diät" viele gute und praktisch durchführbare Tipps. Man muss sich ja auch nichts sklavisch an die Vorschläge halten und alles, was fett- und kalorienreich ist, radikal austauschen (zumal Fett ja gar nicht mehr der Buhmann der Ernährungswissenschaft ist – vielmehr sind übermäßig verzehrte Kohlenhydrate in den letzten Jahren in den Fokus gerückt. Aber auch darauf geht das Buch ein, was angenehm ist. Es wird zum Beispiel rote Grütze anstelle des reinen "Zuckerwassers" Wackelpudding empfohlen).
Positiv fällt auf zudem, dass die "Nebenbei-Diät" witzig und treffend gelayoutet und illustriert ist und Lust darauf macht, darin herumzublättern. Durch die lockere Aufmachung, die vielen Fotos und die praktischen, kurz und knackig gehaltenen Ernährungstipps bietet sich das Buch auf jeden Fall auch als Geschenk an.

Fazit: Glücklicherweise kein echtes Diät-Buch, eher eine Zusammenstellung von leckeren Lebensmittel-Alternativen und praktischen Ernährungstipps, die dabei helfen können, ganz nebenbei und ohne Stress ein paar Pfunde zu verlieren oder sein Gewicht zu halten. Nebenbei wird auch noch Wissen zu Themen wie Nährwert, Grundumsatz, Vitamine, Gewürze und vieles mehr vermittelt.

Eine Leseprobe gibt es hier auf der Website der Stiftung Warentest.

Christina Liebeck



Softcover | Erschienen: 15. März 2011 | ISBN: 978-3868510249 | Preis: 16,90 Euro | 224 Seiten | Sprache: Deutsch

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