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 Xenoblade Chronicles

Verlag: Nintendo

Cover
Gesamt +++++
Action
Anspruch
Aufmachung
Bedienung
Bildqualität
Extras
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Strategie
Ton
Irgendwie hat man sich schon daran gewöhnt, dass für die Wii eigentlich ganz annehmbare Games erscheinen, die richtigen Kracher aber für die anderen Konsolen reserviert sind. Deswegen ist es erstaunlich, dass ein wirklicher Rollenspiel-Leckerbissen exklusiv für die Wii veröffentlicht wurde und voll überzeugt. "Xenoblade Chronicles" beweist, dass die Möglichkeiten der Konsole noch lange nicht ausgelotet sind.

Kampf der Giganten

Die zwei Titanen Bionis und Mechonis befanden sich in einem äonenlangen Kampf. Irgendwann gingen die Kräfte beider Titanen zu Ende und nur ihre hohlen Körper standen noch in der Welt. Doch bald zeigten sich Lebensformen, die auf den gigantischen Leibern wuchsen und eine Zivilisation, die sich selbst Homs nannten und auf Bionis gediehen, wurden jedoch beinahe von den Mechon, die sich auf Mechonis entwickelt hatten, überrannt. Lediglich ein legendäres Schwert, das Monado, konnte sie zum Sieg führen. Doch es gibt einen Preis, den derjenige zahlen muss, der es führt.

Erneuter Angriff

Dieser Krieg ist nun etliche Jahre her und abermals versuchen die Mechons die Homs zu bezwingen. Inmitten des Tumultes gelingt es einem jungen Krieger, das mächtige Schwert zu führen. Es gibt ihm Einblicke in die kurzfristige Zukunft, so dass er die Handlungen seines Gegners vorhersehen und verhindern kann. In dessen Rolle schlüpft der Spieler und versucht das Geheimnis des Schwertes und den Hintergrund des plötzlichen Angriffs zu ergründen, denn erst dann können die Homs wieder in Frieden leben.

Völlige Freiheit

"Xenoblade Chronicles" ist ein Rollenspiel, das so große Vielfalt zeigt und so komplex ist, dass es schwer scheint, es vollständig zu beschreiben. Gemeinsam mit dem Spieler versucht der junge Shulk, die Fähigkeiten des Monados auszuloten und gemeinsam mit seinen Gefährten die Invasion der Mechons zu verhindern. Hierbei besitzt der Spieler fast vollkommene Freiheit, welchen Handlungen er den Vorzug lässt, ob er planlos durch die Gegend marschieren will, ob er strikt der Geschichte folgen möchte oder sich lieber in den zahlreichen Nebenquests verliert - alles ist möglich. Alle Gegenden sind frei zu durchqueren, Railroading gibt es hier nicht. Fest steht allein, dass der Spieler Shulk und dieser das Monado als Waffe führen muss. Ansonsten sind zum Beispiel Gefährten beliebig auswechselbar.

Vielfalt ist alles

Rollenspielerisch bietet das Spiel eine wahnsinnige Dichte. Die Geschichte und die eingebetteten Videosequenzen machen Spaß und lassen den Spieler eifrig mitfiebern. Aber auch unwichtige Szenen wie das Stadtleben und die Landschaften außerhalb begeistern mit zahlreichen Einzeldetails und liebevoller Grafik. Hier rennen spielende Kinder umher, interagieren mit den Charakteren und Händler bieten ein wechselhaftes Sortiment an, je nachdem, wie bekannt man in der Gegend ist. Denn Beziehungen bedeuten hier sehr viel. Innerhalb der Gruppe ist Sympathie wichtig, um herausragende Kampfkombos auslösen zu können; je bekannter sie sind, desto bessere Waffen und Ausrüstung wird ihnen angeboten und es gibt mehr Nebenquests. Jeder Ausrüstungsgegenstand, den man anlegt, ist am Charakter oder Gruppenmitglied sichtbar. Ist die Gruppe im Gelände unterwegs, kann sie dabei verstreute Sammelgegenstände einsammeln, um Bonus-Items zu erhalten. Oder man trifft auf zahlreiche Zufallsgegner oder bewundert einfach mit staunendem Mund die wunderschöne und bezaubernde Landschaft, die nahezu frei begehbar ist.

Komfortabel und angenehm

Die Steuerung geht leicht von der Hand und ist nicht schwer zu erlernen. Im Kampf jedoch ist dennoch höchste Konzentration angesagt. Sonderfertigkeiten lassen sich teilweise nur aus einer bestimmten Position einsetzen und manches Mal gilt es, mit Zurufen Gefährten Mut zuzusprechen. Im Menü findet der Spieler schnell und sicher jede Kleinigkeit, die er benötigt, egal ob er die Charakterfertigkeiten ausbauen möchte, neue Ausrüstung anlegen will oder jetzt sofort speichern möchte. Denn speichern ist jederzeit möglich, lediglich beim Tod startet man automatisch an bestimmten Save-points. Da die Umgebung wirklich gewaltig groß ist, sind die anwählbaren Reisepunkte sehr vorteilhaft und ersparen viel Lauferei. Quests können jederzeit eingesehen werden und gelten bei Erfüllung als erledigt und müssen nicht erst beim Auftraggeber abgegeben werden.

Einfach prachtvoll

Schon wenn man nur einige Stunden gespielt hat, über die Landschaft gestaunt, die Hintergrundmusik als Ohrwurm hat, weiß man, dass man mit diesem Spiel noch viel Spaß haben wird. Was Rollenspiel angeht, gibt es auf der Wii derzeit wirklich nichts Vergleichbares!

Mehr Infos zum Spiel auch unter
www.nintendo.de/NOE/de_DE/games/wii/xenoblade_chronicles_32583.html

Daniela Hanisch



Konsolenspiel | Erschienen: 19. August 2011 | FSK: 12 | Originaltitel: Xenoblade Chronicles | Wii | Preis: 41,50 Euro | für 1 - 1 Spieler | Untertitel verfügbar in: Deutsch | Verfügbare Sprachen: Englisch

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