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 Die drei ???, Band 161: Die blutenden Bilder

Serie: Die drei ???, Band 161
Autoren: Kari Erlhoff
Illustratoren: Silvia Christoph
Verlag: Kosmos

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Brock Duff, die neue Aushilfe im Gebrauchtwarencenter T. Jonas, kauft dreizehn Bilder von einem Unbekannten. Nachdem sich mehrere Leute, unter anderem auch Mr Greenwalt, der Leiter der Art Gallery Hall, für die scheinbar wertlosen Bilder interessieren, werden die Detektive hellhörig. Wenn die Bilder wirklich wertlos sind, warum ist das Interesse so groß, dass einige in der Zwischenzeit bereits gestohlen wurden? Außerdem treibt sich in Rocky Beach ein übler Erpresser umher, welcher auch vor Mord nicht zurückschreckt ...

"Die blutenden Bilder" ist der 161. Band der Serie und von Kari Erlhoff verfasst. Grob vorweg gesagt enthält dieser Band auch die typischen Stärken und Schwächen von Erlhoffs Erzählweise, welche aus ihren vorherigen ???-Werken bekannt sind.

Nachdem Titel und Coverbild seit langer Zeit endlich einmal wieder zum Inhalt passen, wird dem Leser eine zweigeteilte Geschichte präsentiert: zum einen eben der mysteriöse Fall rund um die gestohlenen Gemälde, welchen die drei Detektive aus Rocky Beach verfolgen und aufklären wollen. Zum anderen treibt ein Einbrecher sein Unwesen, der Portraits stiehlt und sie bei nicht gezahlten Lösegeldforderungen aufschlitzt und, mit roter Farbe entstellt, den Besitzern wieder zustellt. Obwohl sich die beiden Fälle im Verlauf der Geschichte vereinen, bleibt diese Aufteilung fragwürdig. Das Rätsel um die Gemälde leidet unter einem schwachen Spannungsverlauf, da der Part mit dem Bildermörder auf den 128 Seiten untergebracht werden musst. Und dieser Teil ist eben aus diversen Gründen nicht überzeugend. Da wäre beispielsweise die verwendete Sprache und die Übertreibung, mit welcher Erlhoff den Leser vor die Wand laufen lässt. Brock Duff, welcher hoffentlich nur in diesem Fall auf dem Schrottplatz aushelfen darf, stellt sich dermaßen dumm an, dass sein Auftritt noch lange im Gedächtnis bleiben wird. So wird, wie bei "Der Biss der Bestie", mit Wörtern herumgespielt. Während (damals) aus der Hyäne zwischendurch sogar Hugenay wurde, wird hier aus Portraits "Porrees", die Frage ist, warum?

Auch die Dramatisierung in diesem Abenteuer ist grenzwertig. Als "Mord" ist das Verunstalten eines Bildes wohl kaum zu bezeichnen. Alleine die Idee dahinter ist schon mehr als merkwürdig, aber wenigstens verläuft die Handlung weitestgehend zügig und Erlhoff überzeugt erneut durch den Einbau von zwei alten Bekannten. So spielen Justus' Cousin Ty (zum Beispiel in "... und die Automafia") und der Potter aus der "... und die flammende Spur" in diesem Fall eine angemessene Rolle.

Nett ist die Gestaltung der dem Buch beigelegten Einladung der Art Gallery Hall aus Rocky Beach, welche die Edward Munch-Ausstellung in Bremen bewirbt. In dem Anschreiben finden sich zahlreiche witzig umgesetzte Anspielungen auf das Buch.

Insgesamt ist "Die blutenden Bilder" ein annehmbarer Band der Serie. Die eigentliche Handlung ist über weite Strecken spannend und interessant gestaltet und wird nur durch die sprachlich übertriebene "Bildermörder"-Nebengeschichte und die unverständliche Darstellung von Brock ausgebremst.

Eine Leseprobe stellt der Kosmos-Verlag über "book2look" bereit: "Die ???: Die blutenden Bilder"

Nicolas Gehling



Hardcover | Erschienen: 8. August 2011 | ISBN: 9783440123294 | Preis: 7,95 Euro | 128 Seiten | Sprache: Deutsch

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