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 Mazehopper, Band 1: Die fünfdimensionale Karte

Serie: Mazehopper, Band 1
Autoren: Christoph Pirker
Illustratoren: Christoph Pirker
Verlag: Epsilon Verlag

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ein Labyrinth ohne Ausgang, eine Welt ohne Anfang und Ende, ein Irrgarten, der niemanden, der hineinkommt, wieder entlässt. Das war der Traum aller Kobolde, als sie vor Tausenden von Jahren begannen, Haus an Haus, Treppe an Treppe, Dimension an Dimension zu bauen. Und niemand hat je wieder einen Ausgang gefunden. Denn, so geht die Legende, wem es doch einmal gelingen sollte, in dieser einmaligen goblinischen Architektur einen Ausgang zu finden, würde die Welt der Goblins, würde das Labyrinth aufhören zu existieren. Dieses Ziel haben die Mazehopper. Eindringlinge wie den Hasen Heikki Looper, die ihr Leben mit der Suche nach einem Ausgang verbringen. Dieser Looper ist es auch, der drei Bewohner eines vom Labyrinth eingekesselten Vulkans rettet. Die drei naiven Kinder haben ihre Heimat verlassen, um genau das zu tun, was Looper immer vorhatte, den Ausgang zu finden und die Außenwelt zu betreten.
Das aber gestaltet sich nicht nur als unmöglich, es erweist sich auch als lebensgefährlich. Denn nichts tun die Kobolde lieber, als Eindringlinge in ihr Labyrinth zu töten. Dennoch geben Mazoo, Yuki und Yunoni nicht auf, sie wollen Looper helfen eine Karte aufzutreiben, die ihnen beim Kampf gegen die Kobolde helfen kann.

Mit "Mazehopper 1: Die fünfdimensionale Karte" geht der Epsilon-Verlag ein hohes Risiko ein. Der Autor und Illustrator ist ein Newcomer, der Zeichenstil ist mehr als gewöhnungsbedürftig und die Story ist allenfalls ein winziges Appetithäppchen auf vielleicht irgendwann kommende weitere Alben. Auch die Komplexität der Texte steht dem Album eher im Wege. Kinder und Jugendliche verstehen nur Bahnhof und Astrophysiker, aus deren Vokabular viele der Sätze entlehnt zu sein scheinen, belächeln den hochgradigen Unsinn, den Christoph Pirker da verzapft.

Es bleiben die Fantasy-Fans, denen höherer und oft geistreicher Unfug gelegen kommt und die die ausgetrampelten Grafikpfade der Splitter-, Carlsen- und Crosscult-Fraktion langsam zum Halse heraushängt.
Eins nämlich kann man "Mazehopper" nicht nachsagen. Und zwar abzukupfern. Dessen Stil ist wirklich unverwechselbar. Ob er auch ankommt, ist jedoch zumindest fraglich. Allzu krude sind die Figuren designt, sehr bunt und widernatürlich die Farbwahl, extrem der verwirrend unlogische und maßlos chaotische Verlauf der Story.
Wer aber dennoch nicht aufgibt, diese verrückte Kobold-Welt akzeptiert und erfahren will, wie sich die drei seltsamen Vulkanbewohner Mazoo, Yuki und Yunoni zurechtfinden, wird erstaunt sein. Es finden sich immer wieder erfrischende Ideen, witzige Slapstick-Einlagen, überraschend humorvolle Textwüsten und geistreiche Anspielungen auf Science Fiction und Fantasy-Klischees.

Die einen bekommen Augenkrebs und Gehirnschwund und bedauern zutiefst die Ausgabe von 12,50 - die anderen werden Zeuge eines eigenständigen Erstlings eines Autoren und Illustrators, der sehr viel wagt und viel verlangt möge der Kunde entscheiden, zu welcher Fraktion er gehört.

Stefan Erlemann



Softcover, | Erschienen: 1. Juni 2011 | ISBN: 9783866931589 | Preis: 12,50 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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