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 Sukkubus, Band 2: Roxelane

Serie: Sukkubus, Band 2
Autoren: Thomas Mosdi
Illustratoren: Adriano De Vincentiis
Übersetzer: Tanja Krämling
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt ++---
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Alexandra Lisowska ist eine überaus attraktive, junge Frau. Als die Krimtataren in ihre Stadt einfallen, muss sie hilflos mit ansehen, wie einer von ihnen ihren Vater tötet, der lediglich versuchte, sie zu beschützen. Doch das Leiden hat noch kein Ende, denn sie wird von dem Mörder auch noch vergewaltigt. Damit soll ihr Schicksal, das sie erst nach und nach selbst zu bestimmen lernt, aber noch nicht besiegelt sein. Sie wird gefangen genommen und als Sklavin verkauft.

So landet Alexandra schließlich in den Gemächern eines Mannes, der sie zu nichts anderem als seiner Lustsklavin nutzt. Das Ziel ihrer Reise soll jedoch der Harem des Sultans Süleyman I. sein, dem sie als Geschenk übergeben werden soll. Mit ihr zusammen wechselt auch die farbige Nubierin Setkem den Besitzer, sie hat es aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe nicht einfach. Zwischen Alexandra und Setkem entsteht eine eigenwillige Feindschaft, die sie trotz allem, aufgrund ihres gemeinsamen Schicksals, in einer kaum zu bemerkenden Freundschaft aneinander bindet. Im Gegensatz zu Alexandra ist Setkem jedoch nicht unfreiwillig eine Sklavin. Außerdem erhält sie Unterstützung, von der Alexandra noch nichts ahnt. Es steht eine Gemeinschaft von Frauen dahinter, die sich "Töchter der Lilith" nennt und die es sich zum Ziel gesetzt hat, durch die Reize der Weiblichkeit und mit Intrigen die Macht zu ergreifen. Es dauert nicht lange, bis auch Alexandra lernt, ihre Spiele zu spielen ...

"Roxelane" ist der zweiten Band aus der Comic-Reihe "Sukkubus", er ist allerdings völlig unabhängig vom ersten zu lesen und enthält eine eigenständige, in sich abgeschlossene Erzählung. Der rote Faden der Reihe sind die "Töchter der Liliths", eine fiktive Organisation von Frauen, die mit Hilfe von politischen Intrigen und Sex so weit in Machtpositionen vordringen, dass sie sich über die Männer stellen können. Diese Gemeinschaft spielt auch im ersten Band eine Rolle und hier sind es ebenso Liliths Töchter, die letztendlich für den Ausgang der Geschichte verantwortlich sind.

Tatsächlich ist es so, dass sowohl Alexandra Lisowska, Sultan Süleyman I. und viele andere der hier vorkommenden Figuren tatsächlich gelebt haben. Alexandra, die später unter dem Namen "Roxelane" bekannt war, ist eine historisch wichtige Figur, die es in der Tat geschafft hat, in eine Machtposition zu gelangen. Doch ob sie tatsächlich die eher unsympathische Intrigenspinnerin war, die man in diesem Comic präsentiert bekommt, muss stark bezweifelt werden. Autor und Zeichner nehmen sich da viele Freiheiten für ihre Geschichte.

Worauf es in erster Linie anzukommen scheint, sind Erotik und sexuelle Macht.
Ist es zuerst noch Alexandra, die sich dieser Macht fügen muss, wird sie immer mehr selbst zu einer skrupellosen Frau, der es nur darum zu geht zu herrschen. Wirklich glaubwürdig wirkt dieses Setting nicht, gerade durch die unglaubliche Freizügigkeit hat man eher das Gefühl, dass man auch eine x-beliebige Erotikgeschichte hätte lesen können. Schade, dass so viel Potenzial verschenkt wurde. Die beiden Hauptaspekte des Comics stehen sich sogar gegenseitig im Weg: Wer Erotik und Sex sucht, wird das Ganze ein wenig zu seicht finden und mit den historischen Hintergründen nicht viel anfangen können, ja vermutlich noch nicht einmal wissen, dass vieles von dem, was man hier liest, sich auf historische Fakten stützt. Will man jedoch eine Geschichte über Alexandra/Roxelane und ihren Lebensweg lesen, wird man mit zu viel Fiktion und nackter Haut abgespeist.

Unterm Strich kann auch der zweite Band von "Sukkubus" nicht überzeugen.

Zur Leseprobe auf der Verlagswebseite.

Bine Endruteit



Hardcover | Erschienen: 1. November 2011 | ISBN: 978-3868690873 | Originaltitel: Succubes: Roxelane | Preis: 13,80 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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