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 Die unglaublichen Abenteuer von Anna, Bella und Caramella, Band 6: Die Töchter der großen Bärin


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Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Das Glück der Erde liegt auf den Rücken der Pferde. Das mögen zumindest Anna und Bella sagen, reiten sie doch gemeinsam hinter den Indianerjungen durch die Prärie. Caramella ist völlig gegensätzlicher Meinung: Für sie ist der berauschende Ritt eine einzige Tortur. Doch bald sind sie in dem kleinen Indianerdorf angekommen. Dort schaut es aus, als wenn gerade eine Herde Bisons durch die Zelte getrampelt werden. Zum Glück haben die Indianerjungen die drei Mädchen vor dem wütenden Mob in Deadwood gerettet, wer weiß, was ihnen sonst passiert wäre. Anna, Bella und Caramella sollen Ordnung in dem verwahrlosten Lager schaffen. Caramella ist sofort in ihrem Element und beginnt zu putzen, während die Indianer auf die Jagd gehen. Anna fühlt sich nicht zu einer Putzfrau berufen und zieht auf eigene Faust in die Wälder, um ebenfalls auf die Jagd zu gehen. Nachdem die beiden im Lager verbliebenen Mädchen alles wieder blitzblank gemacht haben, ziehen auch diese los, um im Wald Beeren zu sammeln. Doch anstelle der Beeren treffen sie auf Bären. Ein wütender Grizzly bedroht nicht nur das Leben der Indianer sondern auch die Mädchen schweben in höchster Gefahr.

In diesem Comic hat die sanftmütige Caramella ihren großen Auftritt, sogar Anna muss sich diesmal geschlagen geben. Auch Bella darf einmal ihre wahren Talente vorführen und erfindet eine geniale Fischfangmethode. Im ganzen Heft geht es nicht nur drunter und drüber sondern auch sehr lustig zu: Die Indianerjungen werden wunderbar durch den Kakao gezogen und auch die Mödchen kommen nicht ungeschoren und müssen viele Lacher des Lesers ertragen. Zusätzlich sorgen die Indianerfrauen für einige humorvolle Szenen.
Während der Geschichte prophezeit Caramella dem Indianerjungen Tatanka Yotanka eine große Zukunft. Vielen Lesern wird dieser Junge als Häuptling Sitting Bull eher ein Begriff sein. Passend dazu beleuchtet der Sachteil die Indianer Nordamerikas näher. Es wird ein kleiner Einblick in die Kultur der traditionellen, historischen Indianer gegeben, aber auch ihre heutige Lebensweise gezeigt, die sich nicht mehr viel von der unsrigen unterscheidet. Das wohl berühmteste Indianermädchen - Pocahontas - erhält zwei eigene Seiten. Wer gerne bastelt, bekommt eine Anleitung für einen indianischen Traumfänger, Leckermäulchen dürfen sich auf die Zubereitung von Popcorn freuen und im Rahmen des Thanksgivingsartikels findet der Leser dann noch Rezepte für Süßkartoffeln und Kürbiskuchen.

Fazit: Lustiger als in diesem Comic kann ein Tag im Indianerzeltlager kaum sein.

Lars Perner



Magazin / Heft | Erschienen: 1. Oktober 2010 | ISBN: 1867-1721 | Preis: 3,40 Euro | 52 Seiten | Sprache: Deutsch

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