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 Absolute Zero, Band 3: Inkarnation

Serie: Absolute Zero, Band 3
Autoren: Richard Marazano
Illustratoren: Christophe Bec
Übersetzer: Waldemar Kesler
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt ++---
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Mysteriöse Radioausschnitte, die über Funk gesendet werden, ein mysteriöses Wesen, das scheinbar in der menschenfeindlichen Umgebung des Planeten Siberia überleben kann, und eine auf grausame Weise dezimierte Mannschaft zehren an den Nerven der Marineinfanteristen unter Leutnant Chet Nowland. Sie wissen nicht, wie sie mit der Situation, in der sie sich befinden, umgehen sollen. Doch eines ist gewiss: Der Schrecken ist noch nicht beendet, denn ihre Mission ist noch nicht zu Ende.

Mit „Inkarnation“ ist nun der dritte und abschließende Band der Comicreihe „Absolute Zero“ erschienen, die von dem Autor Richard Marazano und dem Zeichner Christophe Bec geschaffen wurde.

Nach zwei handwerklich gut gemachten, aber mit einer ziemlich verwirrenden Handlung versehenen Bänden erhoffen sich die Leser nun vor allem eines: Aufklärung! Leider kann dieser Wunsch nicht annähernd zufriedenstellend erfüllt werden, denn auch der dritte Band bedient sich einer sehr symbolträchtigen Bildsprache mit geringer Informationsdichte. So bleibt der Leser am Ende der Geschichte mit vielen Fragen und einer unbefriedigenden Reihe zurück, welche zwar das Potential des Mediums Comic weitreichend ausschöpft, aber schlussendlich zu verworren bleibt, um ihre Wirkung erzielen zu können.

Dies ist sehr schade, denn wie bereits angemerkt, arbeitet vor allem der Zeichner Christophe Bec auf hohem, realistischen Niveau, sodass sich der Leser bei Betrachtung der Panels immer wieder an die klaustrophobische Stimmung von Filmen wie „Alien“ oder „Das Ding aus einer anderen Welt“ erinnert fühlt.

Auch die Aufbereitung für das deutsche Publikum ist nicht immer durchschaubar. Stellenweise werden englisch Bildschirminformationen per Fußnote ins Deutsche übersetzt, stellenweise nicht. Die spanischen Sätze des Charakters Benitez dagegen harren vergeblich einer Übersetzung. Nun mögen sie für den Handlungsverlauf nicht von großer Relevanz sein, aber Einheitlichkeit bei Übersetzung von Fremdsprachen ist etwas anderes.

Insgesamt handelt es sich bei „Absolute Zero“ um ein ambitioniertes Projekt, bei dessen Konzeption sich Richard Marazano und Christophe Bec einige Gedanken gemacht haben. Letztendlich muss man ihnen jedoch zum Vorwurf machen, dass sie sich zu sehr auf die Wirkung des Mediums Comic verlassen und in ihrer symbolhaften Sprache verloren haben. Dies ist umso bedauerlicher, als in „Absolute Zero“ gute Ideen und ein interessantes, wenn auch sehr bekanntes Motiv verarbeitet wurden.

Leseprobe auf der Seite des Splitter-Verlags

Markus Goedecke



Hardcover | Erschienen: 1. März 2012 | ISBN: 978-3-86869-326-3 | Originaltitel: Zéro Absolu: Incarnation | Preis: 13,80 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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