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 TKKG, Folge 124: Vergebliche Suche nach Gaby


Cover
Gesamt ++---
Anspruch
Aufmachung
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton
Gaby ist mit dem Fahrrad zu Claudias Party unterwegs, als sie auf der unbelebten Straße hinter dem Zoo auf einen ausgebrochenen Braunbären trifft. Gaby reagiert schnell und flüchtet von ihrem Fahrrad in das nächstbeste Haus. Doch dort zählt ein Bankräuber gerade seine Beute und so kann Gaby das Haus nicht mehr verlassen.
Tim, Karl und Klößchen erfahren von Kommissar Glockner von den ausgebrochenen Braunbären und vermuten Gaby im Wald. Natürlich beginnen sie dort ihre Suchaktion, leider vergeblich. Als dann zwei Joggerinnen und ein Bär in ihrer Nähe auftauchen wird es kritisch und von Gaby keine Spur ...

Die altbekannten Dauerbrenner von Stefan Wolf, eine Entführung von Gaby und fiese Schwerverbrecher sorgen auch im 124. Fall "Vergebliche Suche nach Gaby" für die Unterhaltung. Dabei ist die Geschichte, wie so oft, eigentlich zweiteilig und läuft völlig an den Freunden vorbei, um dann letztendlich durch den besten Freund von TKK(G) aufgelöst zu werden: Kommissar Zufall.

Während Tim und Karl nach Gaby im Stadtwald suchen und dort auf einen Bären treffen, vertreibt sich Klößchen die Zeit in der Nähe von Kommissar Glockner, denn im Angriffsfall würde Klößchen ja auf keinen Baum hochkommen, zumindest stellt Tim das fest. So plätschert die Suche nach Gaby vor sich hin und Tim darf seine charmante Ader im Wald spielen lassen und über die mopsige Joggerin herziehen, bevor die Bedrohten von der Polizei gerettet werden müssen. Doch Gaby ist immer noch verschwunden und wäre da nicht die gerettete Joggerin, wäre Kommissar Glockners Tochter wirklich weg. Von Ermittlungen oder einer fundierten Suche ist keine Spur zu finden, der Spannungsbogen schließt sich dieser Flaute an. Zum Ende hin wird der Hörer dann von einer harten Story überrascht, die jedoch fehl am Platz wirkt und so bleibt ein fader "Fall" zurück, ohne begeisternde Akzente.

Bei den Sprechern läuft es dagegen deutlich besser. Auch wenn Veronika Neugebauer (verstorben 2009) durch ihre erneute Entführung ein wenig überdreht spricht, sind die Leistungen der Sprecher allesamt in Ordnung und verleihen dem Hörspiel in letzter Konsequenz etwas Konsistenz. Erik Schäffler und Frank Schröder sprechen ihre Bösewichte überzeugend und kraftvoll. Zusammen mit einer vernünftigen Abmischung in Bezug auf Soundeffekte und Hintergrundmusik ist die technische Gestaltung der CD gelungen.

Kurzum: Die "Vergebliche Suche nach Gaby" ist gar nicht so vergeblich, sie ist einfach nur nicht durchdacht. So werden wieder einmal völlig aneinander vorbeilaufende Handlungen präsentiert, die nur durch einen Nachsatz miteinander verbunden werden und auf einmal liegt des Rätsels Lösung auf dem Tisch. Das ist nicht überzeugend.

Nicolas Gehling



CD | CD-Anzahl: 1 | Erschienen: 22. Januar 2001 | Laufzeit: 47 Minuten | Preis: 7,99 Euro | Sprache: Deutsch

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