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 Das Lied der Lämmer, Band 2: Das Lied der Lämmer 02

Serie: Das Lied der Lämmer, Band 2
Autoren: Kei Toume
Verlag: Tokyopop

Cover
Gesamt ++++-
Aufmachung
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis


Kazuna will nicht wahrhaben, dass auch er an der gleichen seltsamen Blutkrankheit wie seine Schwester leidet. Normalerweise befällt sie nur die weiblichen Mitglieder seiner Familie. Seit früher Kindheit hat seine Schwester Chizuna damit leben müssen, dass es sie nach dem Blut anderer Menschen verlangt. Ihre Pflege nahm sehr viel Zeit in Anspruch, weshalb Kazuna bei dem Ehepaar Eda aufgewachsen ist, da sein Vater sich nicht um zwei Kinder kümmern konnte. Doch nun hat ihn der Fluch seiner Familie eingeholt.

Die Medizin, die ihm Chizuna überlassen hat, um den schlimmsten Drang zu lindern, wirkt nicht bei ihm. Verzweifelt rennt er davon und trifft auf seine Schwester, die ihm ihr Blut anbietet. Voller Abscheu will er sich abwenden, trinkt es dann aber gierig. Scheinbar gibt es für ihn nur die Möglichkeit, fremdes Blut zu trinken, damit seine Gier aufhört. Das bedeutet, er wäre ebenso am Rande der Gesellschaft wie seine Schwester. Chizuna möchte ihm helfen und bittet ihn darum, bei ihr einzuziehen. Aber Kazuna schreckt davor zurück, sein altes Leben aufzugeben. Zumal Yaegashi, seine Klassenkameradin, ihm sehr viel bedeutet.

Aber jedes Mal, wenn er Yaegashi trifft, wallt in ihm eine unbändige Gier nach Blut auf, so dass er befürchtet, er könne sie verletzen. Aber auch Yaegashi empfindet viel für Kazuna und deswegen dringt sie solange in ihn, bis er ihr verrät, was mit ihm los ist. Wider Erwarten wendet sie sich nicht von ihm ab, sondern versucht, ihm zu helfen. Aber solange er in ihrer Nähe diesen Blutdurst spürt, fürchtet Kazuna um ihre Sicherheit. Wahrscheinlich wäre es das Beste, zu seiner Schwester zu ziehen. Sie hat immerhin gelernt, wie man mit der Krankheit leben kann.

Im zweiten Teil von "Lied der Lämmer" lernt der Leser mehr über Chizunas Kindheit. Schon früh hat sie mitbekommen, dass sie anders ist und deswegen auch von manchen Leuten angefeindet wird. Ihr Vater brauchte sie nach dem Tod ihrer Mutter, dadurch bekam ihr ansonsten nutzloses Leben einen Sinn. Doch jetzt, nach dem Tod ihres Vaters, wohnt sie alleine. Für Kazuna, ihren Bruder, möchte sie den Part übernehmen, den früher ihr Vater für sie eingenommen hat.

Nachdem sich Kazuna damit abfinden musste, dass er wirklich an der Krankheit leidet, die ihn zu einem Vampir macht, spürt er, dass sich das auf seine sozialen Kontakte auswirken wird. Sowohl der Schulbesuch, als auch die Treffen mit seinen Freunden sind nicht mehr so selbstverständlich. Er ist einsilbiger als sonst und sondert sich von den anderen ab, da er sein Problem keinem erzählen kann. Lediglich Yaegashi ist sein einziger Anker, die jedoch auch als einzige jedes Mal seinen Blutdurst auslöst.

Nach der entsetzlichen Erkenntnis im ersten Teil werden im zweiten Teil die Veränderungen, die auf Kazuna zukommen, thematisiert. In behutsamen Bildern wird die Situation seiner Schwester gezeichnet, deren Sinn abhanden gekommen ist. Sie versucht ihren Bruder von ihr abhängig zu machen, um ihrem Leben wieder Sinn zu geben. Die Zeichnungen spiegeln sehr gut die Situation wieder, bleiben dabei aber stets so schlicht wie möglich. Eine gut gelungene Fortsetzung des ersten Bandes.

Daniela Hanisch



Taschenbuch | Erschienen: 01. November 2005 | ISBN: 3865803725 | Preis: 6,50 Euro | 183 Seiten

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