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 Eine Nacht in Rom: Erstes Buch

Serie: Eine Nacht in Rom, Band 1
Autoren: Jim, Jim Téhy
Illustratoren: Jim, Jim Téhy
Übersetzer: Tanja Krämling, Resel Rebiersch
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Raphael glaubt, seinen Platz bei Sophie gefunden zu haben. Die beiden leben zusammen, lieben sich und werden für ihre Beziehung beneidet. Raphaels vierzigsten Geburtstag wollen sie bei Sophies Eltern verbringen, die Zugfahrkarten sind schon gebucht. Seine Freunde wollen aber natürlich nicht versäumen, mit ihm eine anständige Party zu seinem runden Geburtstag zu feiern und so organisieren sie eine zwei Tage vorher stattfindende Überraschungsparty.

Die Stimmung ist ausgelassen bis Raphael entdeckt, um was es sich bei dem letzten ihm überreichten Geschenk handelt. Es kam vor einigen Tagen per Post sagt Sophie - ganz ohne Absender. Raphael hält nach dem Öffnen eine VHS-Kassette in den Händen, deren Abspielen in der großen Runde er nach kurzer Zeit unterbricht. Darauf sind sie beide: Marie und Raphael! Und zwar vor zwanzig Jahren. Damals gaben die zwei Verliebten sich ein Versprechen - sie wollten die Nacht ihres vierzigsten Geburtstags gemeinsam verbringen. Sie wurden am selben Tag geboren, ihr Alter unterscheidet sich nur durch wenige Stunden. Für Raphael bricht eine Welt zusammen. Er hatte gehofft, sich endlich von dieser Jugendliebe, die ihm so viel Leid bereitet hat, gelöst zu haben. Als er sie aber auf dem Video sieht, wird er neugierig. Und im Umschlag war doch eine Telefonnummer ...

"Eine Nacht in Rom: Erstes Buch" ist die erste Hälfte einer neuen Story von Jim Téhy, die in exzellenter Ausstattung bei Splitter erschienen ist. Jim widmet sich wie in "Sonnenfinsternis" und "Die Einladung" den allgegenwärtigen Themen: Liebe, Beziehungen und das Leben. Wie er selbst im Nachwort schreibt, wurde er von Ereignissen, die mit seinem eigenen vierzigsten Geburtstag zusammenhängen (Jim ist 1966 geboren), inspiriert. In "Eine Nacht in Rom" übernahm er dieses Mal neben dem Szenario auch die Zeichnungen und Koloration. Und in der Gesamtheit ist ihm ein Meisterwerk gelungen; dies kann zweifellos gesagt werden, bevor das zweite Buch überhaupt erschienen ist.

Jims Zeichnungen sind voller Emotionen, die sich vorwiegend in den Ausdrücken der Personen zeigen. Natürliche, wie gewöhnliche Körperhaltungen, Gesten und Mimiken zeugen von seiner großen Kunstfertigkeit beim Einfangen von Szenen, die absolut alltäglich oder auch ungewöhnlich sein können. So verzehrt sich neben Raphael sehr bald auch der Leser nach Maries vergangener Liebe. Und das Treffen mit ihr steht für mehr, als einer bloßen Einlösung des vor langer Zeit gegebenen Versprechens. Für beide dürfte es die Sehnsucht nach der eigenen Jugend sein. Sie vermissen die verlorengegangene Unbeschwertheit.
Jim vermag es auf kunstvolle Weise diese große Sehnsucht zu thematisieren. Er beschäftigt sich mit dem Zauber der Liebe, die sich einem in jungen Jahren frisch präsentiert. Und mit den Veränderungen, die jeder in den Jahren danach durchlebt. "Ein Tag in Rom" versucht sich mit großem Erfolg an etwas, das man Träumerei nennen darf - an dem Traum, seine Jugend erneut erleben zu dürfen.

Neben der ersten Hälfte der Geschichte enthält der Band ein interessantes, von Jim Téhy verfasstes Nachwort. Weiterhin ein sechzehn-seitiges Skizzenbuch mit vielen Kommentaren des Autors, das den Lesern einen spannenden Einblick in den Entstehungsprozess gibt. Beides wertet den Band nochmals auf.

Ein großer Comic-Roman, dessen Story etwas hinterlässt - empfehlenswert!

Auf der Website des Splitter-Verlags steht eine Leseprobe zur Verfügung: zur Leseprobe.

Sandra Wiegratz



Hardcover | Erschienen: 1. April 2013 | ISBN: 978-3868695939 | Originaltitel: Une Nuit à Rome: Tome 1 | Preis: 19,80 Euro | 112 Seiten | Sprache: Deutsch

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