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 Saramees Blut


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Viele suchen nach Reichtum, Abenteuern oder hoffen auf einen Neubeginn in der freien Hafenstadt Saramee. Doch diese Stadt ist ein unbarmherziger Ort, der jede Menge skrupellose Machthaber und Abschaum beherbergt. Intrigen, Gewalt und Grausamkeiten aller Art finden sich in jeder Gasse, jedem Heim; sie sind allgegenwärtig und lassen die berühmt-berüchtigte Stadt niemals zur Ruhe kommen. Jeweils elf Autoren und Illustratoren haben sich in dieser Anthologie dem Geschehen in Saramee gewidmet und ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Durch Balvin Croft, Janir und Abal, die Männer der Sondereinheit der Stadtwache, greifen die vorliegenden Kurzgeschichten gelegentlich ineinander.

Wer eine unbarmherzige Stadt, ihre unzähligen Verbrechen und allgegenwärtigen Machtspiele erleben will, der ist hier genau richtig. In der Anthologie "Saramees Blut" finden sich elf Erzählungen zu allerhand kriminellen Ereignissen in Saramee. Generell geht es in dieser Stadt recht grausam zu, sodass es kaum zu glauben ist, dass dort jemand freiwillig lebt. Trotzdem ist es ein Ort, an dem die verschiedenen Völker und Rassen vorurteilsfreier als anderswo leben, und daher alle Widrigkeiten in Kauf nehmen.
Zwar sind die einzelnen Geschichten unabhängig voneinander, dennoch werden diese gelegentlich durch die Stadtwache verbunden, die häufig vor den Überresten der begangenen Taten steht und die grausamen Verbrechen aufzuklären versucht. Dabei sind die Männer der Sondereinheit selbst interessante Charaktere, denen sogar spezielle Fähigkeiten zur Verfügung stehen, um die unzähligen Verbrechen aufzuklären, welchen trotz intensiver Bemühungen einfach nicht beizukommen ist. Durch ihre eigenen dramatischen Schicksale, die immer wieder aufgegriffen werden und sich auch auf ihre Aufgaben auswirken, bleiben die Ereignisse für den Leser weitgehend spannend.

Auch wer zuvor noch nichts von Saramee gelesen hat, kann problemlos mit diesem Band einsteigen, denn die verschiedenen Kurzgeschichten vermitteln einen guten Eindruck der Hafenstadt und liefern genügend Informationen, um sich dort zurechtzufinden.
Obwohl einige der Geschichten, wie etwa "Saramees Blut", voller Metaphern stecken, wirken diese nicht im Geringsten übertrieben, sondern lassen sich sogar flüssig und leicht lesen. Neben der sonst so bildhaften Sprache ist die Ausdrucksweise der Bewohner Saramees eher hart und derb, was aber ausgezeichnet ins Milieu passt.

Mal mehr, mal weniger gut gelungen, präsentieren sich die Illustrationen, die jeweils eine Szene aus der entsprechenden Geschichte zeigen und die Vorstellungskraft des Lesers unterstützen. Bis auf das farbige Cover sind alle gut erkennbar in Schwarz-Weiß gehalten und tragen damit zur düsteren Atmosphäre bei.
Auf den letzten Seiten befinden sich kurze Vorstellungen zu allen Autoren und Illustratoren sowie Angaben zum jeweiligen Webauftritt.

Fazit: "Saramees Blut" liefert elf kurzweilige Erzählungen zu der berühmt berüchtigten Hafenstadt Saramee. Fantasy gepaart mit Verbrechen - eine Kombination, die gut funktioniert und auf jeden Fall einen Blick wert ist.

Sarah Mehring



Softcover | Erschienen: 19. Februar 2013 | ISBN: 978-3864020445 | Preis: 12,90 Euro | 220 Seiten | Sprache: Deutsch

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