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 Elfen, Band 1: Der Kristall der Blauelfen

Serie: Elfen, Band 1
Autoren: Jean-Luc Istin
Illustratoren: Kyko Duarte
Übersetzer: Tanja Krämling
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Die Blauelfe Lanawyn ist entsetzt, als sie mit ihrem menschlichen Reisegefährten und Freund Turin in der Hafenstadt Ennlya ankommt. Schon von Weitem waren böse Vorzeichen sichtbar und bei ihrer Ankunft bestätigen sich ihre übelsten Befürchtungen: Sämtliche Bewohner der Stadt wurden grausam niedergemetzelt, nicht einer hat überlebt. Außer einem yrlanischen Dolch in der Brust des toten Königsbruders finden sich keine Hinweise darauf, wer die blutige Tat begangen haben könnte, doch ist die Waffe nicht Hinweis genug? Die Blauelfen wollen kein voreiliges Urteil fällen, deswegen begibt sich Lanawyn mutig auf die Reise in die Gegend der yrlanischen Nordmänner, um von ihrem König Informationen einzuholen. Begleitet wird sie dabei lediglich von Turin.
Währenddessen hat die junge Blauelfe Vaalann prophezeit bekommen, sie könne die Auserwählte sein, der es endlich gelingt, den blauen Kristall zu erbeuten. Dieses wertvolle Artefakt ermöglicht es einer der dem Wasser sehr verbundenen Blauelfen, eins mit dem Nass zu werden. Das bedeutet für den Träger, er kann die absolute Macht über das Meer erlangen und es nach seinen Wünschen agieren lassen. Ohne Zögern und ohne Angst gibt sich Vaalann der Prüfung hin, die nötig ist, um an den Kristall zu gelangen. Sie taucht hinab in die Tiefen des Meeres, zu der Stelle, an der die mächtigen Myst das Artefakt so lange aufopfernd bewachen, bis ein Blaufelf kommt, der würdig ist und auserwählt, ihn zu tragen.
Noch ahnen sie es nicht, aber das Schicksal von Lanawyn und Vaalann ist fest miteinander verknüpft.

"Der Kristall der Blauelfen" ist der erste Band der fünfbändigen Elfen-Reihe von Autor Jean-Luc Istin. Gezeichnet wurde er von Kyko Duarte. Der erste Teil ist, wie auch jeder der folgenden, in sich abgeschlossen. Die Vorschau verrät bereits, dass es in den kommenden Teilen um Wald-, Weiß-, Halb-, und Dunkelelfen gehen wird, sie alle leben an einem anderen Ort, aber in der gleichen Welt. Und genauso soll es auch bei den Comicbänden sein. Jeder ist ein Teil für sich, aber zusammen ergeben sie ein großes Ganzes. Die Karte im Einband gibt einen guten Überblick darüber, wo welcher Teil spielt.
Das Konzept überzeugt ebenso wie die Geschichte selbst und die Zeichnungen.

Erzählt wird eine typische Fantasygeschichte voller Intrigen, mystischer Wesen, Elfen, Orks, Magie, Prophezeiungen, Schlachten und Freundschaft. Es gibt zwei Handlungsstränge, die sich zum Ende hin logisch vereinen und die noch offenen Fragen so auflösen. Zu Anfang ist das Geschehen jedoch gebührend rätselhaft und das Finale durchaus überraschend. Jean-Luc Istin hat ein ganz klassisches Fantasysetting entworfen, das enormen Spaß macht. Das Einzige, was es nicht gibt, ist eine Liebesgeschichte, aber selbst die wird am Ende noch angedeutet. Wer weiß, was die Folgebände zu bieten haben? Einziger Kritikpunkt ist die mangelnde Tiefe der einzelnen Charaktere. Hier wäre deutlich mehr Konfliktpotenzial oder bestimmte kleine Eigenheiten angebracht gewesen, um jede Figur aus sich heraus einzigartig zu machen. Einige wenige haben diese Tiefe in Ansätzen, zum Beispiel der Yrlaner Gal, leider fehlt sie den Protagonisten.

Ein wahrer Augenschmaus sind die Bilder. Jeder Charakter hat ein eigenes Aussehen, das auch bei unterschiedlichen Perspektiven und mit vielseitiger Mimik klar von dem jeder anderen Figur unterscheidbar ist. Der Stil ist sehr realistisch gehalten. Natürlich haben die Blauelfen blaue Haut und spitze Ohren, ansonsten sehen sie aber absolut menschlich aus. Gerade bei den Landschaften und Tieren zeigt sich das besondere Talent von Kyko Duarte, seiner Welt eine optische Tiefe und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Riesige Gebäude, phänomenale Panoramen, bedrohliche Meeresungeheuer und atemberaubendes Licht- und Schattenspiel zeigen sein Können. Es ist eine wahre Freude, in dieser Bilderpracht zu schwelgen.

Fazit:
"Der Kristall der Blauelfen" lohnt sich für alle Fans von klassischer Fantasy und Comic-Liebhaber mit fable für Landschaftszeichnungen. Die Elfen-Reihe verspricht episch zu werden, Band 1 ist es!
Einen besonderen Pluspunkt hat es verdient, dass Teil 1 in sich abgeschlossen ist und ohne die Folgebände gelesen werden, kann.

Auf der Webseite des Splitter-Verlags gibt es eine ausführliche Leseprobe.

Bine Endruteit



Hardcover | Erschienen: 1. Februar 2014 | ISBN: 978-3868697001 | Originaltitel: Elfes | Preis: 14,80 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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