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 Die Elfen, Folge 9: Tod in der Nachtzinne


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton
"Die Schlacht am Mordstein" ist geschlagen, doch der von Gram geprägte Befehl von Emerelle für ihren Schwertmeister Ollowain reißt eine tiefe Lücke in das Heer der Elfen. Während die Elfen großteils den Tod ihres Schlachtherren akzeptieren, irrt seine Freundin Ganda panisch auf dem Schlachtfeld umher, nachdem Nikodemus ihr sein Schwert brachte.

Solange sich das Heer der Elfen wieder formiert, schwenkt die Handlung fernab. Die Tjured-Bruderschaft steht nun im Fokus und insbesondere Bruder Jules, der Ulric drei kleine Figuren schenkt, die jeweils einen Lebensfaden enthalten. Der junge Königssohn erfreut sich an den langen, bevorstehenden Leben, ahnt derweil aber nicht, mit wem er sich gerade unterhält.

Kleine Schritte werden mit "Tod in der Nachtzinne" gemacht, um den aktuellen Zyklus (oder die Staffel) der Vorlage "Elfenlicht" voranzutreiben. Nach dem Schock für den Hörer, dass der Schwertmeister sich dem Befehl seiner Königin nicht verweigert und sich auf dem Schlachtfeld vermeintlich töten lässt, kann zumindest leicht aufgeatmet werden. Die verliebte Ganda zieht seinen Körper aus den Überresten der Schlacht, Ollowain lebt. Zumindest irgendwie, irgendwo, ist noch ein Hauch von Leben in ihm. So nimmt sie ihn mit auf die Reise, verborgen vor den anderen, doch ihr Geheimnis wird aufgedeckt, was zu einer herrlich düsteren Szene führt, denn die Kobolde und insbesondere ihr Anführer Elija, haben ihre eigenen Pläne.

Generell ist die aktuelle Folge sehr düster, mystisch und packend ausgefallen. Die Erzählungen rund um die Tjured-Bruderschaft sind lebhaft, beklemmend und durchweg spannend erzählt. Wer Spaß daran hat Parallelen zu evangelischer oder katholischer Liturgie beziehungsweise Historie zu entdecken, wird genauso wenig enttäuscht wie diejenigen, die sich einfach fallen lassen und das düstere Abenteuer genießen wollen. Der Auftretende Devanthar, dessen Volk eigentlich als ausgerottet gilt, verknüpft geschickt die Ereignisse in "Die Bibliothek von Iskendria" mit seinen kommenden Plänen. Gerd Rigauer spricht das Wesen gekonnt und überzeugend. Insbesondere in der Rückblende im Orden erhält er dabei wortgewaltige Unterstützung von Helmut Krauss, der den nicht weniger relevanten Bruder Guido herrlich spricht.

Kleiner Wermutstopfen: Die Handlungsstränge sind bisweilen etwas verworren und undurchsichtig. Figuren, wie die ebenfalls vermeintlich tote Kadlin tauchen wieder auf und auf allen Seiten passiert etwas. Menschen, Elfen, Trolle - Rückblenden in die kürzliche Vergangenheit und noch viel weiter zurück. Hier und da werden Informationen eingestreut und doch bleibt es an derselben Stelle stehen. Die Adaption als Hörspiel der umfangreichen Buchvorlage stockt ein wenig, da einige Zusammenhänge nicht klar genug herausgearbeitet werden. Wer die Bücher nicht kennt, muss gut zuhören: Wenig Action, viel Hintergrundinformation, alle Figuren und Handlungsstränge laufen auf das nächste Etappenziel zu, dem Kampf gegen Trolle und Yingiz.

Kurzum: "Tod in der Nachtzinne" greift zugleich viele Handlungsstränge auf, um das Finale vorzubereiten. Dabei geht es etwas drunter und drüber. Zwar durchweg spannend, aber an vielen Stellen bleibt der Hörer erst einmal verdutzt zurück, bis er das Gesagte wieder in den richtigen Kontext einordnen kann.

Auf der Webseite von Folgenreich ist eine Hörprobe vorhanden.

Nicolas Gehling



CD | CD-Anzahl: 1 | Erschienen: 13. Februar 2014 | Laufzeit: 70 Minuten | Preis: 9,99 Euro | Sprache: Deutsch

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