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 Justice League, Heft 22: Trinity War

Teil 2 von 3

Serie: Justice League, Heft 22
Autoren: Geoff Johns, Jeff Lemire
Illustratoren: Doug Mahnke
Verlag: Panini Comics

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Was zuvor geschah:
Die mysteriöse Dose der sagenumwobenen Pandora wurde von Superman geöffnet, weswegen er seine Kräfte nicht mehr kontrollieren konnte und Dr. Light den Tod fand. Die Justice League of America nahm den Mann aus Stahl daher fest und brachte ihn in eine Arrestzelle - dort soll er verbleiben, bis der Vorfall aufgeklärt ist.

Wonderwoman sucht derweile die Nähe zu Constantine und der Justice League Dark, da sie weiterhin an Supermans Unschuld glaubt und ihn von seinen seelischen und mittlerweile auch körperlichen Qualen erlösen möchte. Superman selbst - von Zweifeln zerfressen und auch augenscheinlich krank - bekommt Besuch von Question, der ihm in seiner Zelle einen Zeitungsausschnitt überreicht, der die Ereignisse in einem andern Licht erscheinen lässt. Mit letzter Kraft bricht er aus, um der Spur des Artikels zu folgen; Pandora bietet in diesen Minuten die Büchse einem weiteren bekannten Charakter an: Lex Luthor.

Trinity War - Teil 2 und jetzt geht es rund. Während der Auftakt des dreiteiligen Events - oder ist das nur das Warm-up für das kommende "Forever Evil", einer siebenteiligen Miniserie? - viel Story und wenig Action präsentierte, verschiebt sich das Verhältnis in diesem Heft deutlich zur Action. Es knallt, es zischt - die Superhelden und Schurken nutzen ihre Kräfte und Waffen, um ihre Meinungsverschiedenheiten "auszudiskutieren". Stark gezeichnet von Doug Mahnke, der ansonsten seine talentierten Finger in der Green Lantern-Reihe im Spiel hat. Auch die sehr abwechslungsreichen Panels, in jedweder Struktur und Anordnung sind absolut gelungen. Ganz großes Comic-Kino!

76 Seiten bietet das zweite Heft und kann neben den physischen Konfrontationen auch die Rahmenhandlung deutlich vorantreiben. Geoff Johns und Jeff Lemire vertiefen die Handlung und eröffnen neue, teilweise bekannte Ansätze. Madame Xanadu, der Phantom Stranger und auch die Ereignisse der anderen Serien, die im Trinity War involviert sind, werden angeschnitten oder in Kurzform mit eingebunden. Diese Tie-In-Strategie zeigt sich im zweiten Teil sehr deutlich - bisweilen überdeutlich. Wer sich nicht noch Constantine, Pandora, Phantom Stranger oder natürlich die Justice League of America zulegen möchte, bekommt nur kurze, teilweise verwirrende Fetzen von deren Geschichten präsentiert. Nicht selten bleibt ein dickes Fragezeichen zurück, was natürlich verständlich ist, da zwischen zwei Szenen auch mal ein ganzes Heft einer anderen Serie liegen kann. Panini Comics bietet mit seinen veröffentlichten Heften zwar schon immer eine sehr gute Zusammenfassung von diversen Einzelheften, aber mitunter sind die vielen Vergleiche und Fortführungen in anderen Serien recht schwierig zu verfolgen. Bei einem Crossover bleibt es nicht aus, dass einzelne Ereignisse in den jeweiligen Heften erzählt werden, aber es besteht die Gefahr, dass sich der Trinity War in zu vielen Serien verteilt.

Kurzum: Der zweite Teil ist actionlastiger und weist einige Lücken in der Handlung auf, die der Leser entweder hinnehmen oder über die jeweiligen anderen Serien ausgleichen muss. Ein Kapitel der Teen Titans gibt es dazu noch obendrauf - das Finale darf kommen und das (neue) DC-Universum - und mich - in den Grundfesten erschüttern.

Panini bietet einen Blick in Heft #22 an.

Nicolas Gehling



Magazin / Heft | Erschienen: 22. April 2014 | Preis: 4,99 Euro | 76 Seiten | Sprache: Deutsch

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