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 Justice League, Heft 23: Trinity War

Teil 3 von 3


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Das Geheimnis um die legendäre Büchse der Pandora stürzt die Justice League und die von der ARGUS gegründete Gegenliga Justice League of America ins Chaos. Nachdem Superman die Büchse berührte und daraufhin Dr. Light mit seinem Hitzestrahl tötete ist nichts mehr, wie es einmal wahr. Der Mann aus Stahl ist sichtlich erkrankt und ein Schatten seiner selbst, Wonderwoman hat Besitz von der Büchse ergriffen, doch damit beginnen die Probleme erst, denn ebenso hat die Büchse Besitz von ihr ergriffen.

Ein perfider Anschlag zerlegt das Hauptquartier von ARGUS in Schutt und Asche, Schuldzuweisungen überdecken die Suche nach Antworten und Überlebenden. Erst als der Kampf um das Artefakt entbrennt, treten die Ligen gegeneinander an, denn jeder fühlt sich von diesem angezogen. Jeder möchte, will, muss, sie besitzen, sie halten, ihre Macht spüren.

Was groß angekündigt wurde, tritt mit dieser Ausgabe der Justice League auch ein: Das Finale des Trinity War überzeugt mit einer actiongeladenen, stark in Szene gesetzten Handlung, die sich hervorragend liest und den Leser bravourös unterhält. Der Cliffhanger aus dem vorherigen Heft wird unverzüglich weitergeführt und zeigt in beeindruckenden Panels die Auswirkungen der Büchse auf Wonderwoman. Bei der Ansammlung von Superhelden, die hier ihren Auftritt haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis es zu epischen Kämpfen kommt. Diese werden hier farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Unter der (Feder-)Führung von Ivan Reis sind in diesem Comic überzeugende Panels entstanden. Insbesondere die vier doppelseitigen panellosen Szenenbilder sind dem Finale wahrlich angemessen. Unterstützt wird das durch auffällig viele sehr große Panels, die jeweils Helden und Schurken mehr in den Vordergrund stellen.

Geoff Johns und Jeff Lemire lassen der Handlung so viel Freiraum, dass diverse Helden ihr Glück mit der Büchse versuchen dürfen, wobei der ein oder andere doch nicht so "rein" zu sein scheint, wie gedacht und somit ebenfalls der Macht des vermeintlichen Artefakts erliegt.
Vermeintliches Artefakt? Ja! Das lang gehütete Geheimnis der Büchse wird in diesem Heft spektakulär aufgelöst und gibt der Story noch einmal kräftigen Aufwind. Mehrere überraschende Turns erwarten den Leser, die in diesem Ausmaß zu Beginn des Events kaum vorstellbar erschienen. Clever miteinander verstrickt werden die bereits begonnen Agent- bzw. Doppelagentenansätze zu einem starken Ende geführt, das nun "Forever Evil", ein siebenteiliges Großevent (plus zahlreiche Tie-Ins und Specials) einleitet. Das geschieht zuweilen sogar recht humorvoll, wenn alte Bekannte oder Klischees gelungen aufgegriffen werden. Außerdem gibt es die Fortführung der Teen Titans-Story, die sich im direkten Vergleich aber nur in sinnfreiem Kampf verliert und jedweden Spannungsbogen vermissen lässt.

Kurzum: "Justice League #23" bietet einen starken Abschluss der Trinity War. Vorhang auf für die Herrschaft des Bösen!

Panini Comics bietet eine Leseprobe für dieses Heft an.

Nicolas Gehling



Softcover | Erschienen: 29. April 2014 | Preis: 4,99 Euro | 84 Seiten | Sprache: Deutsch

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