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 Peter Grant-Romane, Band 4: Der böse Ort


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
In "Der böse Ort" ermitteln Constable Peter Grant, seine Freundin Constable Lesley May und ihr Boss Detective Chief Inspector Thomas Nightingale zum vierten Mal in London in einem magischen Fall.
Diesmal verschlägt es das Folly-Team nach Skygarden Tower, einen gigantischen Wohnblock aus Sozialwohnungen, dessen Erbauer nicht nur ein überaus ambitionierter und gleichermaßen spleeniger Architekt war, sondern der mit dem Bau offenbar auch magische Absichten hegte. Um dem dunklen Geheimnis hinter Skygarden auf die Spur zu kommen, ziehen Peter und Lesley kurzerhand in einer der freien Wohnungen ein, wobei Peter seine langjährigen Erfahrungen mit der wunderbaren Welt des sozialen Wohnungsbaus zugutekommen. Doch Skygarden trägt nicht bloß die Handschrift seines Erbauers, sondern auch überdeutlich die des hochgefährlichen gesichtslosen Magiers, auf dessen Spur die drei sich bereits seit "Schwarzer Mond über Soho" befinden ...

"Der böse Ort", der vierte Teil der Peter-Grant-Reihe von Ben Aaronovitch, lässt es diesmal ein klein wenig ruhiger angehen als die drei Vorgängerbände - die Ermittlungen rund um ein gestohlenes magisches Buch und die teils dramatischen Folgen gestalten sich für die übersinnlich begabten Ermittler der London Metropolitan Police zunächst ein wenig zäh und wenig Erfolg versprechend. Erst im letzten Drittel des Buches gibt der Autor der Handlung einen Schubs und lässt Peter und Lesley undercover dort einziehen, wo der Ursprung der haarsträubenden Ereignisse vermutet wird: In Skygarden, einem gigantischen Wohnblock, dessen letzte verbliebene Bewohner sich standhaft gegen eine Umsiedlung wehren. Die Ereignisse in dem faszinierend geschilderten Hochhaus-Monstrum lesen sich am spannendsten; hier kommt die Handlung zügig in Fahrt und lässt das gemächliche Tempo der ersten Kapitel hinter sich, Dramatik und Schreckensmomente inklusive. Dennoch sind die ersten beiden Drittel von "Der böse Ort" trotz ein paar kleiner Längen keineswegs langweilig, dafür sorgen der herrlich trockene, bisweilen zynische Humor von Constable Grant, die Schilderungen aus dem magischen Hauptquartier, dem Folly, und die großartigen Beschreibungen Londons, die Ben Aaronovitch mit einer gehörigen Portion Sozialkritik versehen hat. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit vielen Figuren aus den vorherigen Teilen der Serie.
Wie auch schon in "Die Flüsse von London", "Schwarzer Mond über Soho" und "Ein Wispern unter Baker Street" verknüpft der Autor Krimi, Magie und Humor auf genial unterhaltsame und originelle Weise. Das Magie-Konzept, das Folly, der rückwärts alternde Thomas Nightingale, die stumme Haushälterin Molly und ihre kulinarischen Kreationen - all diese inzwischen lieb gewonnenen Zutaten machen, ebenso wie Aaronovitchs Stil, einfach süchtig. Im September 2014 erscheint der fünfte Band der Reihe, der "Foxglove Summer" betitelt ist, auf Englisch.

Eine Leseprobe gibt es hier auf der Website des Verlags: "Der böse Ort"

Zum Website-Special zu Aaronovitchs Urban-Fantasy-Reihe

Christina Liebeck



Taschenbuch | Erschienen: 1. Mai 2014 | ISBN: 978-3-423-21507-7 | Originaltitel: Broken Homes | Preis: 9,95 Euro | 400 Seiten | Sprache: Deutsch

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