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 Die Herren der Unterwelt, Band 8: Schwarze Niederlage


Cover
Gesamt ++---
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Strider, einer der Herren der Unterwelt, hat sich verliebt. Seine Auserwählte ist Kaya, eine Harpyie. Auch sie hat Gefühle für ihn, jedoch gibt es da ein paar Probleme. Strider ist von dem Dämon der Niederlage besessen und muss jede Herausforderung, jeden Wettbewerb gewinnen, sonst erleidet er unmenschliche Schmerzen. Bei Kaya hingegen liegt es ist in ihrer Natur, siegen und manchmal auch töten zu wollen. Beides ist keine gute Mischung und es sieht aus, als würden die beiden niemals zusammenkommen. Als wären das nicht genug schlechte Nachrichten, wird Kaya zu einem Wettkampf der Harpyien geladen. Mit fairen Spielen hat das nichts zu tun. Das einzige Ziel ihrer Gegnerinnen ist es, sie für einen Fehler zu bestrafen, den sie vor Hunderten von Jahren gegangen hat. Das kann Strider nicht zulassen.

Es hätte so schön sein können: Kaya ist keine Harpyie, wie sie in der griechischen Mythologie beschrieben wird, sondern eine junge, heiße Frau, deren Schönheit die Männer betört. Ihr Gegenstück Strider ist ein Krieger, wie er im Buche steht, allerdings wird er von einem Dämon geplagt, der ihm das Leben schwer macht. Wie sollte es anders sein, sind beider Freunde ebenfalls gut aussehend, verführerisch und von Geheimnissen geplagt ...
Wer das Genre mag, könnte bei diesen Voraussetzungen für einen gelungenen Roman ein inneres Fest feiern. Etwas stört aber gewaltig und das sind ausgerechnet die Charaktere. Gena Showalters Protagonisten sind so flach wie eine Tageszeitung. Das liegt zum einen an ihren Eigenschaften, zum anderen daran, dass weder der Hintergrund der Harpyien noch der Ursprung der Dämonen in diesem Buch ausreichend erklärt wird. Kenner der Reihe mögen da einen Vorteil haben, wer neu einsteigt, dem werden nur wenige Fragen beantwortet. Die Handlungsweisen der Protagonisten erhellen da auch niemanden.

Dass Kaya zu Beginn des Buchs ungefähr so vorausschauend ist wie eine Stubenfliege, stört nicht. Sie ist ein unreifes Kind und denkt nicht weiter als bis zum nächsten Augenblick. Jedoch wird sich das die nächsten Jahrhunderte nicht ändern, und dass sie jede dumme Idee gleich in die Tat umsetzt, verwundert aber schon.
Bei Strider ist das nicht anders, hinzukommt, dass er sich selbst so toll findet, sodass er sich zwischendurch innerlich mit den Worten "Ego Check!" zur Ordnung rufen muss, damit er nicht zu sehr von sich überzeugt ist. Das gelingt nicht immer, gerade wenn er über sein bestes Stück, genannt "Stridey-Monster", nachdenkt, was er oft tut. Wenn seine Freunde den Krieger dann auch noch bei seinem Spitznamen "Stridey-man" rufen, entsteht der Eindruck, sie reden mit seinem Penis.

Nun gut, sympathisch sind sie nicht, die Liebenden, aber das muss ja auch nicht sein. Wie sieht es denn mit der Handlung aus, reißt sie sie Leserschaft vom Hocker? Nicht wirklich stellen die Leser fest, da lebensbedrohliche Spiele ihren Schrecken verlieren, wenn die Teilnehmer nahezu unsterblich sind. Kaya wird verprügelt, misshandelt und beschimpft. Natürlich ist das nicht schön, aber Hand auf´s Herz, wer hat wirklich Sorge, dass sie stirbt?
"Schwarze Niederlage" ist Teil einer Serie, die immer nach dem gleichen Schema funktioniert. Zwei Personen treffen sich, finden sich gegenseitig sexy und treffen dann auf Schwierigkeiten. Einen Grund, vor Nervosität an den Nägeln zu kauen, gibt es nicht, daran ändern auch die Geplänkel zwischen beiden nichts, zumal sie eher patzig als witzig daherkommen.
Es ist durchaus möglich, dass Fans der Reihe Kaya und Strider bereits kennen und es dadurch leichter fällt, sie zu mögen. Für Einsteiger funktioniert die Liebesgeschichte allerdings nicht.

Auf der Verlagsseite findet sich eine Leseprobe.

Iris Jockschat



Taschenbuch | Erschienen: 1. November 2012 | ISBN: 978-3862784868 | Originaltitel: The Darkest Surrender | Preis: 8,99 Euro | 480 Seiten | Sprache: Deutsch

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