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 Justice League, Heft 29: Justice League

Die Geburt der Metal Men


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Das Crime Syndicate, welches von Erde Drei durch ein Portal die Welt betrat, unterwirft jeden. Wer es wagt sich gegen die Herrschaft des Bösen zu erheben wird ohne Skrupel von den Mitgliedern eliminiert. Von den meisten Superhelden ist derweil nicht viel zu sehen. Einige wurden getötet, andere befinden sich immer noch in dem fatalen Gefängnis, welches jeden Helden mit seiner eigenen Geschichte, seinem eigenen Dilemma quält. Andere, wie Batman und Catwoman, wagen das Zweckbündnis mit Lex Luthor.
Währenddessen wurde Cyborg im Roten Raum entsprechend seinen Wünschen verbessert. Nun, da die Upgrades in seinen Körper eingebaut worden sind und er sich wieder frei bewegen kann, besinnt er sich einer Heldengruppe, die einst ihr Leben gab, um das Gute zu beschützen. Er macht sich auf, um Dr. Will Magnus aufzusuchen, den Schöpfer der Metal Men, um ihn und seine Helden um Hilfe zu bitten ...

Ausgabe 29 der Justice League ist die direkte Fortsetzung der Geschichte aus dem vorherigen Heft (Cyborg 2.0). Dieses Mal steht "Die Geburt der Metal Men" im Vordergrund, eine Idee beziehungsweise Eingebung, die Cyborg hatte, von der er glaubt, dass diese vergessene Heldentruppe der "guten" Seite vielleicht einen entscheidenden Vorteil bei der Rückeroberung der Welt bringen könnte. Während seines Besuches bei Dr. Will Magnus, dem Erschaffer der sechsköpfigen Gruppe, findet er diesen jedoch nur frustriert und niedergeschlagen vor, worauf dem Leser auf wenigen Seiten die Idee, die Entstehung, der große Kampf und auch direkt der Untergang der Metal Men präsentiert wird. Gold, Platin, Blei, Zinn, Eisen und Quecksilber waren sechs lebendige Roboter, die 1962 ihren ersten Auftritt hatten und nun ihren Weg in das NEW 52-Universum gefunden haben. Mit der kurzweiligen Einführung und der stellenweise witzigen Charakterzeichnung der Protagonisten ist die Handlung zwar nicht überragend, aber solange sich die Justice League und andere Helden nicht blicken lassen, unternimmt Cyborg zumindest den Versuch etwas auf die Beine zu stellen.

Bart Allen oder besser Bar Torr erwartet im zweiten Teil des Heftes das Urteil in seinem Prozess. Die Handlung, rund um den brutalen Regimegegner bietet nette Ansätze, die sich gut lesen lassen. Natürlich bleibt es nicht bei einem regulären Prozessverlauf, sondern eine erneute Wendung bringt wieder Action in die Story. Die Frage, was Bart Allen wirklich weiß, und ob er nun Opfer oder Täter ist, wird vorerst geklärt. Nach den detaillierten Rückblicken im letzten Heft geht es nun wieder voran, seine Verhandlung und damit wohl auch der aktuelle Erzählstrang der Teen Titans läuft auf das Finale zu. Bar Torrs Geständnis und das Eingestehen seiner Schuld machen diese Ausgabe recht gut, zumal das Ende für Spannung sorgt und sogar Vorfreude auf die nächste Ausgabe aufkeimt.

Kurzum: Auch #29 der Justice League muss ohne die titelgebenden Helden auskommen. So langsam ist der Leser daran gewöhnt, aber es wird Zeit, dass das Finale von Forever Evil beginnt und die altbekannten Helden wieder ihren Platz einnehmen. Das Origin der Metal Men und ihr wohl nun kommender zweiter Auftritt sind kurzweilig, aber letztendlich werden die Superhelden Monat für Monat schmerzlich vermisst.


Panini Comics bietet eine Onlineleseprobe zu diesem Heft an.

Nicolas Gehling



Magazin / Heft | Erschienen: 15. November 2014 | Preis: 4,99 Euro | 52 Seiten | Sprache: Deutsch

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