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 Virgin Crisis: Virgin Crisis 01


Cover
Gesamt ++++-
Aufmachung
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis


Miu ist überhaupt nicht zufrieden mit sich. Ihr Körper sieht viel zu mädchenhaft aus. Viel lieber hätte sie richtig schöne Brüste und kein Babygesicht mehr. Dann würde sie vielleicht endlich den männlichen Schülern auffallen. Ihr großer Schwarm Amamiya verschwendet auch kaum einen Blick an sie. Kein Wunder, schließlich sieht er so erwachsen und wundervoll aus. Er hat einen sehr großen Kreis von Mädchen um sich, die alle um seine Gunst buhlen. Da hat Miu ohne Hilfe keine Chance. Ihre letzte Hoffnung ist ein altes Buch, das sie in einem Antiquariat gekauft hat. Darin stehen Zauber, mit denen ihr Wunsch vielleicht in Erfüllung gehen kann. Eines Abends, als sie wieder einmal Amamiya begegnet ist, beschließt sie, es endlich auszuprobieren.

Als es dunkel ist, malt sie einen Zauberkreis und spricht die magischen Worte. Doch statt, dass sich ihr Wunsch einfach so erfüllt, erscheint eine Gestalt in ihrem Zimmer. Entsetzt weicht sie zurück und damit aus dem Schutz des Kreises. Denn die schwarzen Flügel, die Hörner auf der Stirn lassen darauf schließen, dass sie mit ihrem Ritual den Teufel gerufen hat. Satan selbst ist auch sehr erstaunt darüber, dass er von einem so jungen Mädchen gerufen wurde, aber als er herausfindet, dass sie noch Jungfrau ist, lässt er sich auf den Handel ein. Er verspricht Miu, dass sich Amamiya in sie verlieben wird, wenn sie dafür bereit ist, ihm ihre Jungfräulichkeit zu überlassen. Verängstigt willigt sie ein. Die Sache ist allerdings selbst für Satan schwieriger als geahnt, da Amamiya gläubig ist. Also gibt sich Satan als Mius Bruder aus und versucht in der Schule, den jungen Mann so zu beeinflussen, dass dieser sich endlich in das Mädchen verliebt. Doch der Teufel hätte nie damit gerechnet, dass er selbst Gefühle für Miu entwickeln könnte.

Zwar beginnt dieser Manga mit einer Beschwörung des Teufels, doch dreht sich die Geschichte keineswegs um Okkultismus. Der Auftritt des Teufels dient lediglich dazu, eine weitere interessante Figur in die Geschichte zu integrieren. Satan, der sich in seiner Menschengestalt Kai nennt, ist ein extremer Gegenpol zu dem gläubigen und gutherzigen Amamiya. Beide Charaktere sind sehr hübsche junge Männer, wobei ihr Äußeres sehr unterschiedlich ist. Die beiden sollen zwei Gegensätze darstellen, wie sich gerade darin, dass Miu Amamiya kurzfristig für einen Engel hält, als sie ihn in der Kirche sieht, zeigt. Letzten Endes entwickelt sich hier aus dem Wunsch von Miu, endlich die Liebe ihres Lebens zu finden und erwachsener zu werden, eine unterhaltsame Dreiecksbeziehung, in der erst langsam klar wird, wer für wen Gefühle empfindet. Die Geschichte selbst ist kurzweilig erzählt und wird durch die Bilder treffend dargestellt. Kleine Witze lockern das Ganze auf und machen aus der Erzählung eine humorvolle romantische Geschichte.

Auch wenn die Geschichte in der Schule spielt, ist sie dennoch eher für junge Erwachsene geeignet. Nicht umsonst ist sie in der adult-Reihe erschienen. Mir persönlich hat sie sehr gut gefallen. Der erste Band ist gut gelungen, stellt die einzelnen Charaktere treffend dar und bietet einiges an Zündstoff für die weiteren Bände. Denn noch ist längst nicht klar, wer hier in wen verliebt ist und ob der Satan irgendwann darauf bestehen wird, Mius Jungfräulichkeit zu bekommen oder sogar, vielleicht aus Liebe, darauf verzichtet.

Daniela Hanisch



Taschenbuch | Erschienen: 1. September 2004 | ISBN: 3770461142 | Preis: 6,50 Euro | 169 Seiten

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