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 Die verrückte Ballonfahrt mit Professor Stegos Total-locker-in-der-Zeit-Herumreisemaschine

Autoren: Neil Gaiman
Illustratoren: Chris Riddell
Übersetzer: Ursula Höfker
Verlag: Arena

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Papa muss noch Milch holen. Was er natürlich vergessen hat, weil Mama sich sonst immer darum kümmert. Aber die ist gerade auf Geschäftsreise. Da die Frühstücksflocken der Kinder ohne Milch aber wirklich nicht so richtig gut schmecken, eilt er natürlich sofort zum Laden um die Ecke. Und dann müssen die beiden Geschwister warten. Und warten und warten. Wo bleibt Papa nur?

Als er endlich mit der Tüte Milch wieder da ist, glauben sie, er habe sich bestimmt nur verquatscht, doch das kann Papa nicht auf sich sitzen lassen. Ein einfaches Gespräch? Dafür würde er seine Kinder doch nicht warten lassen. Und so erzählt er ihnen, was wirklich passiert ist: Zuerst war da nämlich dieses helle Licht, das vom Himmel kam und plötzlich war er in einem Raumschiff voller glibberiger und schleimiger Außerirdischer. Kaum entkommen fand er sich auf einem Piratenschiff wieder, mitten zwischen gefährlichen Seeräubern. Es erschien schon fast hoffnungslos, als er sich plötzlich an Bord von Professor Stegos Totel-locker-in-der-Zeit-Herumreisemaschine wiederfindet. Die Maschine wird tatsächlich von einem Dinosaurier gesteuert! Wer hätte das gedacht? Und nun geht das Abenteuer erst richtig los. Es geht hin und her, vor und zurück durch die Zeit und Papa begegnet noch einem Gott und Vampiren, der Dino-Polizei und sogar sich selbst. Dabei verliert er eins aber nie aus des den Augen: die Tüte Milch.



Bei diesem lustigen Abenteuer von Neil Gaiman gibt es immer was zu lachen. Die Situationen, in der Papa die Milchtüte retten muss, werden immer absurder und verworrener und sind natürlich voller Zeitreiseparadoxa, aber wen interessiert das schon, wenn es so amüsant ist? Das Buch richtet sich an sehr junge Leser, kann aber auch sehr gut vorgelesen werden. Trotz der vielen "Verrücktheiten" ist es gut verständlich.
Großen Spaß machen die Stellen, an denen der Papa durch die Zeitreise selbst beeinflussen kann, was geschieht. Dazu kommen jede Menge skurrile Figuren, eine Horde Piraten ist da noch recht normal. Die Vampire sind irgendwie ein bisschen anderes, bunte Ponys können sprechen und Dinosaurier werden zu Polizisten. Im Mittelpunkt von allem steht aber eine simple Tüte Milch.

Abgerundet wird die Geschichte durch die Zeichnungen von Chris Riddel, vielen Bekannt durch die "Klippenland-Chroniken". Sie sind Schwarz-Weiß, jedoch voller Details und liebevoller Ideen. Alles wird plötzlich lebendig.
Das Cover schillert ganz zauberhaft und als kleinen Bonus für die Erwachsenen enthalten die Namen der einzelnen Figuren, die am Ende des Buches bei den Charaktervorstellungen zu sehen sind, noch ein paar amüsante Seitenhiebe. Zum Beispiel ist einer der Vampire der "Bleich Blasierte Edvard".

Für Kinder und jung gebliebene Erwachsene ist "Die verrückte Ballonfahrt mit Professor Stegos Total-locker-in-der-Zeit-Herumreisemaschine" ein ganz großer Spaß. Gerade junge Leser werden sicher gerne öfter zu dem kleinen Roman greifen, weil immer wieder etwas Neues zu entdecken ist.

PS: Hören sie auf ihr Kind, wenn es in Zukunft nicht mehr zwei Milchtüten direkt nebeneinander in den Kühlschrank stellen will. Es weiß schon warum!

Weitere Informationen zum Buch sowie eine Leseprobe finden sich auf der Webseite des Verlags.

Bine Endruteit



Hardcover | Erschienen: 3. März 2014 | ISBN: 9783401600130 | Originaltitel: Fortunately, the milk... | Preis: 9,99 Euro | 160 Seiten | Sprache: Deutsch

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