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 Heilsalben aus Wald und Wiese

Einfach selbst gemacht


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Wer kennt das nicht Schmerzen aufgrund eines Hämatoms, eines verknacksten Fußes oder von Muskelverspannungen; lästige Entzündungen, ärgerliches, nicht enden wollendes Bluten, Hautprobleme und ähnliche Wehwehchen? Gegen alles ist ein Kraut gewachsen, heißt es, und das keineswegs vorwiegend im übertragenen Sinne: Gerade kleinere gesundheitliche Ärgernisse lassen sich oft mit Wirkstoffen aus der Natur beseitigen, nicht zuletzt in Form von Salben.

Gabriela Nedoma stellt in ihrem Büchlein eine ganze Reihe von Salben vor, die sich, wie der Titel schon anzeigt, mit Zutaten aus der zugänglichen Natur auch von Laien herstellen lassen. Da gibt es zum Beispiel die "Blutstillende Wiesenapotheke" mit Bestandteilen aus drei Sorten Wiesenblumen, die als Notfallversorgung bei Blutungen dient, Ringelblumensalbe mit einem vielseitigen Behandlungsspektrum insbesondere in Bezug auf entzündliche Prozesse, Tannen-Heilsalbe, die unter anderem bei Verspannungen und Stress wirken soll, und Johanniskrautsalbe, die außer Sonnenbrand auch andere Hautprobleme lindert; allerdings, darauf weist die Autorin auch hin, ist bekannt, dass Johanniskraut unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten zeigt.

Im Allgemeinen werden die Hauptbestandteile der Salben und ihre Wirkungen kurz vorgestellt, es folgen eine Zutatenliste und eine Anweisung zum Zubereiten der Salben. Die Haltbarkeit wird ebenfalls angegeben. Fotos der Salben oder ihrer Zutaten finden sich außerdem.

Ob sämtliche Salben die aufgeführten Beschwerden heilen, lässt sich im Rahmen einer Rezension natürlich nicht feststellen. Dass die ein oder andere von ihnen die präsentierten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zum Abklingen oder Verschwinden bringt, weiß ich allerdings aus eigener Erfahrung, etwa hinsichtlich Johanniskraut und Ringelblume. Insofern ist es interessant, solche Salben selbst herzustellen, weiß der Anwender dann doch um die Qualität der Zutaten und die Frische der Zubereitung.

Gabriela Nedoma kann mit gut verständlichen und nachvollziehbaren Rezepten aufwarten. Dass freilich wie versprochen alle Zutaten leicht erhältlich sind, scheint doch etwas arg optimistisch, denn mancher Leser dürfte Schwierigkeiten haben, sich Muttermilch zu organisieren, auch etwa an Lärchenpech und Steinkleeöl kommt nicht jeder leicht heran. Die meisten Zutaten lassen sich jedoch im Internet oder im Fachhandel, zum Beispiel beim "Spinnrad", in ausreichender Qualität erwerben bis auf jene, die man, natürlich jahreszeitabhängig, selbst ernten muss. Und hier setzt auch der zweite Kritikpunkt an: Es gibt keine Illustrationen, die eine eindeutige Bestimmung der zu suchenden und zu verarbeitenden Pflanzen ermöglichen. Das heißt, es muss zusätzlich ein Pflanzenführer angeschafft werden, falls der Leser nicht zufällig exzellente Botanikkenntnisse aufweist.

Insgesamt gefallen die Zusammenstellung der Rezepte und Informationen, die gut verständlichen Anweisungen und die aparte Aufmachung des Büchleins. Bei dem Preis machen Neugierige auch keinen Fehler, selbst wenn sie, wie erwähnt, noch einen detaillierten Pflanzenführer kaufen sollten.

Ein Blick ins Buch ist auf der Verlags-Website möglich.

Regina Károlyi



Hardcover | Erschienen: 5. April 2015 | ISBN: 9783710400407 | Preis: 4,99 Euro | 79 Seiten | Sprache: Deutsch

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