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 Justice League, Heft 41: Amazo-Virus 5

Das Amazo-Virus - Finale

Serie: Justice League, Heft 41
Autoren: Geoff Johns, Sean Ryan
Illustratoren: Tom Derenick, Jason Fabok
Verlag: Panini Comics

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Als wäre das freigesetzte Amazo-Virus in seiner Kraft und Zerstörungswut nicht schon schlimm genug, da sowohl Metawesen als auch normale Menschen qualvoll sterben, erhebt sich nun eine Armee der Infizierten, die gegen die "Immunen" vorgeht. Wer sich nicht infiziert und mutiert, soll schlichtweg ausradiert werden. Während die verbleibende Liga sich dieser Bedrohung in den Weg stellt, versucht Lex Luthor ein Gegenmittel für seinen Virus zu entwickeln, doch ihm bleibt nicht viel Zeit dafür.

Nach dem desaströsen Auftakt der neuen Suicide Squad in Russland wurde das Team neu besetzt und bekommt die Chance sich in einem neuen Einsatz zu beweisen. In China wird in einem geheimen Laboratorium etwas gezüchtet, was auf die Menschheit losgelassen werden soll. Waller schickt das Team dorthin, solange sich ihr neuer Chef Sage noch die Wunden von der letzten Konfrontation leckt. Harkness, "Captain Boomerang", ein "böser" Flash und zwei Ninja-Man-Bats komplettieren das Team, solange Jokers Tochter und Lawton "Deadshot" außer Gefecht sind. Natürlich geht auch bei diesem Einsatz wieder etwas schief ...

Finale: Die verbleibenden Helden der Justice League setzen sich gegen eine Armee der Infizierten zur Wehr, damit Lex Luthor im Hintergrund an einem Heilmittel für das Virus arbeiten kann. Dieser große Endkampf dominiert das Heft und wird mehr oder weniger durch Zufall gewonnen und das Problem aus der Welt geschafft. Letztendlich ist dem Amazo-Virus zum Ende hin die Puste ausgegangen, die Bedrohung verflacht und der Handlungsbogen ist in wenigen Panels beendet. Das wird dem Aufbau der Story über die vergangenen vier Hefte (JL #37 - #40) nur bedingt gerecht. Oder anders gesagt: Es ist schade, dass der Handlungsbogen so abrupt beendet wird. Nach dem Cliffhanger mit einem infizierten Batman und einer kleinen Demonstration seiner Fähigkeiten im vorherigen Heft verpufft diese Entwicklung in diesem Teil beispielsweise. Zwar ist er immer mal wieder in den Panels zu sehen, aber weder greift er entscheidend ein, noch zeigt er als Metawesen sein Können. "Patient Zero" ist außer Gefecht gesetzt, das Problem gelöst, Batman (und alle anderen Metawesen als auch die gesamte Menschheit) gerettet und das alles in wenigen Panels und Sätzen. Auch die Feindschaft zwischen Superman und Luthor, die eigentlich einen Höhepunkt nach der Beichte, dass das Virus bereits bei Batman ausprobiert wurde, erreichen sollte, wird mit einem kleinen Geplänkel schnell abgetan. Vielleicht wird wenigstens das in einem der kommenden Hefte noch einmal aufgegriffen.

Auch wenn das Virus vorerst aus der Welt ist, es bleiben einige Auswirkungen der Epidemie bestehen, die später noch einmal für neue Akzente sorgen könnten. Zum einen sind nicht alle Menschen von den Auswirkungen geheilt, es könnten also neue Metawesen in Zukunft auftauchen, zum anderen steht nun ein "neuer" Erzfeind für die Liga im New 52 Universum bereit: Amazo.

Nach der ziemlich abrupten und zugleich sehr simplen Lösung des Problems wird dem überraschten Leser noch ein Leckerbissen präsentiert. Denn nicht nur die Ankündigung des bald beginnenden Darkseid-Krieges löst Vorfreude aus, sondern das letzte Bild, ein ganzseitiger Druck, kündigt die Rückkehr eines Protagonisten an, der immer für eine geniale Story gut ist. Diese kleine Vorschau entschädigt für den schwächelenden Abschluss der fünf Amazo-Virus-Hefte. Jason Faboks Zeichnungen werten auch dieses Mal das Heft auf, seine Arbeit ist schlichtweg super.

Bei der Suicide Squad stehen die ersten - ausfallbedingten - temporären(?) Wechsel in der Besetzung an. Nach dem Verrat von Deathstroke sowie dem Ausfall von Deadshot und Jockers Tochter, kommen neue Charaktere ins Spiel, die sich aber nicht unbedingt positiv von ihren Pendants abheben. Die Idee Man-Bats einzusetzen ist witzig, aber hoffentlich nur eine vorübergehende Lösung, denn die aktuelle Besetzung der Squad ist nicht sehr ansprechend. Weiterhin ist die Handlung recht dünn, das Selbstmordkommando wird direkt in einen neuen Auftrag geschickt, ohne die Probleme wenigstens im Ansatz aufzuarbeiten, und so bietet sich dem Leser in dieser Ausgabe dasselbe Spielchen: Alles geht schief. Eigentlich zieht nur der irre Humor in dieser Folge, das wird auf Dauer aber nicht reichen, um eine unterhaltsame Serie auf die Beine zu stellen.

Kurzum: Fünf Teile Amazo-Virus gehen mit Ausgabe #41 zügig und unspektakulär zu Ende. Aus der vielversprechenden Ausgangslage wird wenig gemacht und der Handlungsbogen zu abrupt beendet.

Nicolas Gehling



Magazin / Heft | Erschienen: 27. Oktober 2015 | Preis: 4,99 Euro | 52 Seiten | Sprache: Deutsch

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