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 Justice League, Heft 45: Justice League

Serie: Justice League, Heft 45
Autoren: Fabian Nicieza
Illustratoren: Chris Cross
Verlag: Panini Comics

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Nachdem der Weltensammler Brainiac verschiedenste Städte und Einwohner geraubt hatte und auf den Planeten Telos brachte, herrscht dort mittlerweile Krieg. Telos, als intelligentes Wesen, hat sich entschlossen, die auf ihm angesiedelten Städte gegeneinander kämpfen zu lassen, und nur die Stärksten sollen überleben. Von diesem gigantischen Kampfgeschehen sind auch die weniger bekannten Helden der Justice League America aus Detroit betroffen, die von einer Gruppierung namens Secret Six angegriffen werden ...

Neben der vorherigen Ausgabe der "Justice League" steht auch diese ganz im Zeichen des Events "Convergence". Die reguläre Handlung setzt ein letztes Mal aus, bevor es in den Darkseid-Krieg geht, dessen Vorgeschichte bereits vor Kurzem in den Ausgaben #42 und #43 erzählt wurde. Autor Fabian Nicieza nutzt seine Chance und beleuchtet eine weitere Begegnung zweier Gruppen, die aus dem riesigen Fundus an Möglichkeiten auf dem Planeten Telos stammt. Dabei trifft eine schwach besetzte "Justice League America" auf die "Secret Six" aus dem Tangent-Universum. Es kommt, wie es kommen muss, die beiden Gruppen stehen sich in einem Kampf gegenüber und lassen ihre Superkräfte sprechen. Dabei ist die Handlung interessant erzählt. Mrs. Dibny, die Frau von Ralph "Elastoman" dient hierbei als Erzählerin, was der Geschichte einen anderen Blickwinkel verpasst. In Kombination mit der nervigen Reporterin Vicki Vale sorgt das für unterhaltsame Momente.

Was hier als Handlung präsentiert wird, ist im Prinzip nichts anderes als eine Neuauflage desselben Schemas, wie beim vorherigen Heft und ließe sich auch noch beliebig oft wiederholen. Zwei Gruppen von verschiedenen Welten treffen aufeinander, nachdem sie dem Leser kurz vorgestellt wurden. Es kommt zum Kampf, der auf etlichen Seiten ausufernd inszeniert wird und einen Sieger hervorbringt. Der Leser klappt das Heft anschließend zu und es greift das Sprichwort: aus den Augen, aus dem Sinn. Für treue Leser, die bereits in den Achtzigern Comics gelesen haben, schwingt ein Hauch von Nostalgie mit, da die damals in dieser Konstellation zügig wieder abgesetzte "Justice League America" einen weiteren Auftritt haben darf. Für alle anderen ist dieses Heft zwar ein von Chris Cross ganz ordentlich gezeichnetes Abenteuer, aber es treten ein paar Helden auf und anschließend wieder ab, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ohne die Chance für den Leser, sich mit den auftretenden Protagonisten zu identifizieren oder zumindest mitzufiebern, bleibt dieses Abenteuer zwar gut lesbar, aber frei von Relevanz für die Ereignisse in "Convergence".

Kurzum: Kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch. Die Handlung ist nicht schlecht, die Erzählperspektive erfrischend anders, aber der Funke springt nicht über. Ein einzelnes Heft und die vorgestellten Figuren versinken im Chaos auf Telos. Zu wenig, um sich für diese Charaktere auch weiterhin zu interessieren.

Weitere Informationen zum Heft und eine Leseprobe sind auf der Webseite von Panini vorhanden.

Nicolas Gehling



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