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 Hellboy, Band 14: Hellboy und die B.U.A.P. - 1952

Serie: Hellboy, Band 14
Autoren: John Arcudi, Mike Mignola
Illustratoren: Alex Maleev, Dave Stewart
Übersetzer: Frank Neubauer, Anne Thies, Sarah Weissbeck
Verlag: Cross Cult

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Professor Brutenholm hat sich dazu entschlossen, Hellboy zu seinem ersten Einsatz zu schicken. Bei der B.U.A.P. (der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen) wird das mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Nicht alle sind der Meinung, dass der teuflisch aussehende Kerl bereit für die Welt ist. Hellboy muss sich also auch mit seinen Partnern befassen und nicht nur mit dem merkwürdigen Fall, zu dem die Agenten geschickt werden.

Für die Gruppe geht es in ein kleines Dorf nach Brasilien, in welchem die Menschen auf grausame Weise umgebracht werden. Niemand weiß, wer oder was dahinter steckt, bis die B-U.A.P.-Truppe eintrifft. Der Geistliche des Ortes zweifelt sowohl an Hellboy als auch an sich selbst. Nur eines ist von Anfang an klar, es muss etwas mit dem alten Gebäude zu tun haben, einem ehemaligen Gefängnis, in dem jetzt Filmarbeiten stattfinden. So jedenfalls die offizielle Version, doch die Agentin Susan Xiang spürt, dass mehr dahintersteckt. Doch bevor sich die Gruppe diesem Problem widmen kann, taucht ein Dämon auf, der ihnen das Leben schwer macht. Es scheint ganz so, als wäre der Mörder gefunden.

Nein, keine Sorge, beim neuen Hellboy wird nicht nochmal alles auf Null gesetzt und von vorne angefangen, wie das zur Zeit bei so vielen Serien üblich ist. Hier wird lediglich eine Geschichte aus seinen frühen Tagen bei der B.U.A.P. erzählt. Auch wenn der Band die Nummer 14 trägt ist "Hellboy und die B.U.A.P." als eigenständige Serie des Universums zu sehen und ohne jede Vorkenntnisse zu verstehen. Der Band "1952" erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte, die trotzdem Raum für weitere Erzählungen lässt.

Mike Mignola und sein Team, bestehend aus Texter John Arcudi, Zeichner Alex Maleev und dem für die Farben zuständigen Dave Stewart sind ein Garant für eine solide und spannende Hellboy-Geschichte. Als Rahmen haben sie sich für Brutenholms väterliche Liebe zu Hellboy entschieden, die von außen immer wieder auf die Probe gestellt wird. So ist das zentrale Thema auch das Vertrauen, das die einzelnen B.U.A.P.-Mitarbeiter zu den beiden haben. In letzter Konsequenz gehen die Autoren, was das angeht, einen drastischen Weg. Interessant ist, dass all das nicht von Hellboy ausgeht und er ihm wahrsten Sinne des Wortes in diesem Comic relativ wenig zu sagen hat. Erst zum Ende hin wandelt er sich vom Sprücheklopfer und Kämpfer zu einer Figur, die das Geschehen reflektiert.

Der Band ist angefüllt mit allem, was die Fans der "Hellboy"-Serie zu schätzen wissen. Es gibt kämpfende Monster, den cthulhuiden Schrecken, den Nazi-Maschinenmenschen und es wird gleich mehrfach die Prophezeiung zur Sprache gebracht, nach der Hellboy das Ende für die Welt bedeuten soll. Nachdem der Band noch einen recht ungewöhnlichen Einstieg hat, nimmt das Herrlich-Verrückte und Mystische nach und nach immer mehr Raum ein und entwickelt sich zu einer rundum stimmigen Hellboy-Erzählung. Lediglich etwas mehr Komplexität hätte sie haben dürfen, gerade wenn sie mit den direkt davor erschienenen Teilen vergleichen wird. Allerdings wäre sie dann auch nicht mehr so gut als neue "Einstiegsdroge" für neue Leser geeignet gewesen.

Zeichnerisch besonders gelungen sind die Bilder, die quasi die Kapitelüberschriften ersetzen. Der Stil unterschiedet sich deutlich von den anderen Zeichnungen, ist detailreicher und sehr farbintensiv. Hintangestellt sind einige Bonusseiten mit Skizzen und kleinen Hintergrundinformationen.

Auf der Webseite von Cross Cult gibt es eine kleine Leseprobe.

Bine Endruteit



Hardcover | Erschienen: 29. Februar 2016 | ISBN: 9783864254017 | Originaltitel: Hellboy and the B.P.R.D. | Preis: 22,00 Euro | 144 Seiten | Sprache: Deutsch

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